﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 03:58:28 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Ja, warum eigentlich Wuppertal?</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/ja-warum-eigentlich-wuppertal-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/ja-warum-eigentlich-wuppertal-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Ja, warum eigentlich Wuppertal?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ja-warum-eigentlich-wuppertal</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/604/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/604/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Heute früh war vor dem Fenster wieder die Hölle los, so sagen die einen; die anderen meinen, es sei der Himmel auf Erden: Der alte Apfelbaum steht in Vollblüte und war einige trockene Stunden lang von sich laut grölend die Hucke vollsaufenden Hummeln aller Art umschwärmt, während unter ihm die Koboldhorden aus der nahen Grundschule das Leben eroberten und gleich daneben auf den Steinbecker Gütergleisen das Rangieren schwerster Waggonketten geübt wurde. Das ganze Szenario bebte zwischen Chaos und Biedermeier, während ich in einem hauptstädtischen Zeitungsartikel über die Thrillerserie „Zwei Seiten des Abgrunds“ die passende Zeile las: „Bleibt die Frage: Warum Wuppertal?“ 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Während die einen nie in die Verlegenheit kommen, sich diese symbolische Frage zu stellen, hätten andere durchaus Möglichkeiten, sich den Polaritäten unseres heimischen Großlaboratoriums zu entziehen und Lebensorte zu wählen, in denen man die großen Lebensfragen nicht an goldene Holzkisten verschwendet. Die meisten von ihnen bleiben trotzdem hier – oder gerade deshalb, weil der Abgrund eben viele Seiten hat. Der täglich überreich gemästeten Gewissheit, dass unser modernes Dasein wider besseres Wissen weitgehend gegen Fortschritte von Vernunft und Menschlichkeit agiert, steht in dieser Stadt eine außerordentlich differenzierte Kultur des Hinterfragens gegenüber, die zwar Probleme kaum konkret lösen kann, dabei jedoch die Hoffnung nährt, ohne die – in aller Verschiedenheit – niemand leben kann. Auf den Logenplätzen der Begeisterungsevents ist diese freilich weniger zu finden, denn dort verkauft man in der Regel Bestätigung für jene, die sich ihres Lebens sicher sind. Es sind die Orte am Rande des Konsums, an denen sich das Publikum mit so unlösbaren wie weiterführenden Fragen im Momentum der Kunst zu einer flüchtigen Gemeinschaft der Hoffenden zusammenfindet: Clubs, Galerien, Schulen, Theater, Vereine – zu viele wären hier zu nennen; Sie alle ...]]></description><pubDate>Tue, 09 May 2023 20:26:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ja-warum-eigentlich-wuppertal</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-604]]></dc:identifier></item></channel></rss>