﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 02:07:43 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Werden wir uns wiedersehen?</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/werden-wir-uns-wiedersehen-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/werden-wir-uns-wiedersehen-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Werden wir uns wiedersehen?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/werden-wir-uns-wiedersehen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/372/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/372/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Als ich beim Rundblick über den erstmals wieder leicht verschneiten Garten ein tiefes, armdickes Loch im Hügelbeet entdeckte, lief im Radio gerade ein Hit des Wiener Sängers Voodoo Jürgens, „Heite grob ma Tote aus“. Manchmal passen die Dinge so gut zusammen, dass man sich fragt, wer da daran herumdreht … Doch halt, nein, dem Zufall seine Chance: Es war nur das Werk des garstigen grauen Katers von nebenan. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Dem spontanen Verlangen, kopfüber in jenes Loch zu springen, um herauszufinden, ob es nicht noch eine andere Wirklichkeit gibt, konnte ich diesmal widerstehen. Dort unten, „down the rabbit hole“, findet sich seit Lewis Carrols Kinderbuch „Alice im Wunderland“ von 1865 ein regelloses, abenteuerliches Fantasiereich und ein gerade heute wieder besonders wirksamer Beleg für die Kraft der Literatur. Diese von uns allen mit so angenehmen wie auch erschreckendsten Turbulenzen zu füllende Gegenwelt steht nämlich jedem offen – den Künstlerinnen und Künstler für Utopien und Dystopien, den an allerlei weltlichen Phänomenen Zweifelnden und auch den modisch Verschwörungsgläubigen mit krudesten Tüdeltheorien jeglicher Façon. Einige schaffen es nie mehr aus diesem Kaninchenloch heraus. Ach je – und das alles ausgerechnet unter meinem friedlich verblühten Staudenbeet? 

 Der Großteil der kulturell Tätigen in meinem persönlichen Beziehungsgeflecht vibrierte einst in einer in Details unterschiedlichen, insgesamt jedoch verständigen Grundstimmung gegen die Zerstörung des menschlichen Zusammenlebens und der Natur, gegen Kriege und Ungerechtigkeiten, gegen Rassismus und Faschismus. Es gab kaum Ausnahmen; unversöhnliche Diskussionen waren eher selten. In und nach unseren Jobs auf Bühnen jeder Art feierten wir meist wertschätzend zusammen und mit dem Publikum. 

 Seit zwei Jahren ist diese Landschaft verändert. Das gemeinsame Arbeiten wurde teils empfindlich lange unterbrochen; berufliche und ...]]></description><pubDate>Wed, 01 Dec 2021 09:37:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/werden-wir-uns-wiedersehen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-372]]></dc:identifier></item></channel></rss>