﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 11:00:23 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Jeder K&amp;uuml;nstler ist ein Mensch, der exemplarisch leidet</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/jeder-kuumlnstler-ist-ein-mensch-der-exemplarisch-leidet</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/jeder-kuumlnstler-ist-ein-mensch-der-exemplarisch-leidet" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Jeder Künstler ist ein Mensch, der exemplarisch leidet]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/jeder-k252nstler-ist-ein-mensch-der-exemplarisch-leidet</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/585/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/585/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Einer, der stellvertretend für die Kunst litt, der 1997 mit nur 44 Jahren verstorbene Martin Kippenberger, der dieses Jahr 70 Jahre alt geworden wäre, hat auf das verkürzt wiedergegebene und dadurch zur Parole verformte, weltbekannte Sätzchen von Joseph Beuys, dass jeder Mensch ein Künstler sei, geantwortet: „Stetige Analyse ergab: Jeder Künstler ist ein Mensch“. Diese humane, kippenbergische Botschaft schickte der Künstler 1981, notiert auf einer Postkarte aus Italien. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Es ist ein Satz, der sich wunderbar eignet, die Beuys’sche Maxime abzulösen. Und gerade jetzt, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, finde ich es noch einmal besonders wichtig, ihn zu wiederholen: Jeder Künstler ist ein Mensch. Einer, der stellvertretend leidet, indem er versucht, für die Kunst zu leben. Immer wenn ich das in der Kunststation im Bahnhof Vohwinkel anspreche, kommt aus der Runde verlässlich zurück: Nein, nein, wir, besonders wir hier in Wuppertal, finden, dass jeder Mensch ein Künstler ist, da jeder mit menschlich-kreativer Geistesleistung neue Dinge hervorbringt. 

 Ja, ja, nein, nein, vielleicht – diese Reaktion und der rund um die Uhr in den Nachrichten berichtete Zustand der Welt lässt mich mit den Jahren innerlich immer stiller werden. Während selbst an Karfreitag um mich herum gekärchert, geschlemmt, mit dicken Karren gepost oder auf dicken Pötten gelacht und getanzt wird, leide ich jetzt auch noch darunter, dass der Einsatz von Text-, Mal- oder Fräsrobotern in der Kunst als immer klüger werdende Multi-Tools es schwer erkennen lassen, ob künstlerisch-menschlich-kreative Leistung hinter einem Kunstwerk steckt oder vielleicht doch eine künstlich-maschinelle Intelligenz. 

 Vielleicht ist es bald auch einfach egal, welcher Kunst es nun gelingen wird, den aktuellen Stand der Kunstentwicklung zu diesem Zeitenwendepunkt zu markieren. Die Frage, ob die digitale Revolution als Game-Changer dazu führen wird, ...]]></description><pubDate>Wed, 12 Apr 2023 06:58:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/jeder-k252nstler-ist-ein-mensch-der-exemplarisch-leidet</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-585]]></dc:identifier></item></channel></rss>