﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 11:37:41 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Kultur gegen Brandstifter</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kultur-gegen-brandstifter-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kultur-gegen-brandstifter-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur gegen Brandstifter]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-gegen-brandstifter</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/716/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/716/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Vor fünfzehn Jahren – und genau 50 Jahre nach dessen Uraufführung – inszenierte ich am Stadttheater Annaberg-Buchholz den modernen Klassiker „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch. Damals las ich das Stück im Lichte der vor allem im Osten längst verwurzelten „Neuen Rechten“. Diese verzichtete – wie unsere „Brandstifter“ – zunehmend auf martialische Signale wie Springerstiefel, Glatzen oder Bomberjacken und etablierte sich in der Gesellschaft durch eine Doppelstrategie aus Einschüchterung und Anbiederung: Ihre Akteure spendeten Kuchen beim Kinderfest und Bälle für den Sportverein. Sie organisierten „Hausaufgabenhilfe und Ferienbetreuung“ oder fuhren „an die mitteldeutsche ‚Hochwasserfront‘, um Sandsäcke zu schleppen“ (Die Zeit, 21. Juni 2007). Nur hin und wieder entfesselte sich die Gewalt. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Hunderttausende Menschen sollen allein letztes Wochenende in Deutschland auf die Straße gegangen sein, um „gegen Rechts“, Hass und Hetze, für Solidarität und eine starke demokratische Gesellschaft zu protestieren. Diese Dimensionen erstaunen und machen Mut. Beinahe wirkt es, als hätten wir nur auf ein Signal gewartet, um endlich hervortreten zu können: Wir sind da, uns eint etwas, wir wollen gemeinsam unsere Zukunft gestalten. 

 Auslöser waren die Enthüllungen der Journalistenplattform Correctiv: Bereits im November 2023 waren AfD-Politikerinnen, Neonazis und finanzstarke Unternehmer in einem Hotel bei Potsdam zusammengekommen, um nichts Geringeres als die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland zu planen. Doch alles, was jetzt von diesem „Geheimtreffen“ bekannt wurde, liegt seit Langem in den Wahlprogrammen und Aussagen der AfD offen zu Tage, wie bei den Brandstiftern, denen Biedermann wieder und wieder Vertrauen schenkt: „Wir werden Ausländer in ihre Heimat zurückführen. Millionenfach. Das ist kein Geheimplan. Das ist ein Versprechen. Für mehr Sicherheit. Für mehr Gerechtigkeit. Für den Erhalt ...]]></description><pubDate>Tue, 23 Jan 2024 21:21:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-gegen-brandstifter</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-716]]></dc:identifier></item></channel></rss>