﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 13 Mar 2026 13:38:59 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - August 2024</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2024</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2024" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Für eine offene Gesellschaft]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/fuer-eine-offene-gesellschaft</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/813/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/813/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Einen Nebel von Trauer haben die Ereignisse des letzten Wochenendes in unserer Nachbarstadt Solingen hinterlassen, auch Mitgefühl, Sprachlosigkeit, stilles Gedenken und die bohrende Frage nach dem Warum. Das Fest zum 650-jährigen Bestehen fand mit der Messerattacke am letzten Freitagabend ein brutales Ende und hinterließ eine weitere Wunde in einer Stadt, die nicht zur Ruhe zu kommen scheint. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Das betrifft unsere Gesellschaft. Es bleibt der Schmerz um die Opfer und Angehörigen, die Verunsicherung und die Beunruhigung angesichts des Ausmaßes von Hass und der Gefährdung der Demokratie. Beklemmend sind die Hetze und die Instrumentalisierung seitens rechter Bewegungen. Umso wichtiger wird es nun sein, sachlich-nüchtern über die Probleme und Herausforderungen zu sprechen, erklärte kürzlich die Journalistin und Autorin Sineb El-Masrar, die sich zu Themen wie Feminismus, Islam, Radikalisierung, Medien und Antisemitismus in unserer postmigrantischen Gesellschaft positioniert. 

 Mir erscheint eine klare Besonnenheit wichtig, in allen (politischen) Konsequenzen, die daraus gezogen werden, um unsere Gesellschaft wieder hin zu mehr Stabilität zu begleiten. 

 Für eine Recherche kam ich mit dem Regisseur Bassam Ghazi ins Gespräch. Vor vielen Jahren habe ich mit ihm zusammengearbeitet, an der börse für Theaterarbeiten, wie „Letzte Ausfahrt Deutschland“ und „so nah / so fern. Eine bewegte Szenencollage über Lebenslinien“. Aktuell ist er für das Schauspielhaus Düsseldorf aktiv. Er hat mit „Solingen 1993“ eine theatrale Busreise in die Vergangenheit inszeniert und kommt demnächst, am 13. September, mit einer Premiere von „Romeo und Julia“ raus. 

 Altersübergreifend begegnet das Ensemble der Polarisierung unserer Gesellschaft und sucht nach Alternativen und (Aus-)Wegen angesichts all der Konflikte und Abgründe, sei es zwischen Israel und Palästina, Ukraine und Russland, AfD und der Antifa. „Wie weit ...]]></description><pubDate>Tue, 27 Aug 2024 22:16:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/fuer-eine-offene-gesellschaft</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-813]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Bevor das Meer die Bilder holt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/bevor-das-meer-die-bilder-holt</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/812/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/812/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Eben noch schienen die Ferien endlos, doch schon sind sie wieder vorbei: Den Kindern als endloser Freizeitvorrat scheinend, in welchem sich das ganze Leben verändern kann, und für uns Alte – und alle Lehrerinnen – lediglich ein Wimpernschlag in der stets kürzer werdenden eigenen Geschichte. Während der einstigen Hochsaison der Fotolabore heißt es nun, die zahllosen Erlebnisbilder in die allesschluckende Cloud zu schicken, auf dass in den uns fernen, armen Weltregionen die Serverzentren glühen und die Lebensmöglichkeiten der Kinder verdampfen lassen. Mit diesem dystopischen Paradoxon der Zukunftswerte, die Zukunft zerstören können, tauchen wir tief ins Thema, das ich spontan – für den Kollegen Krug einspringend – wähle, da es mich seit Jahren zunehmend in Anspruch nimmt: Das Bewahren von Werken und Vorgängen der Kunst und Kultur ist ein separater Teil der kulturellen Arbeit und verzehrt eine Unmenge an Zeit und Energie. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Wir brauchen die geernteten Ergebnisse und Erinnerungen unseres Handelns als Vorratsspeicher der Geschichte, für Fortschritt und Entwicklung, als Lebensmittel fürs eigene Wachsen und Vergehen. Im privaten Bereich ist es wie das Obst, das wir uns im Restjahr auf die Brote streichen, welche aus den nach der Ernte angelegten Mehlvorräten gebacken sind. Privat sind wir dabei meist wie die Eichhörnchen, die viele ihrer für den Winter angelegten Verstecke vertüdeln, aus denen sich dann wiederum andere bedienen: ein Geben und Nehmen, das mehr als eine Spezies am Leben hält. In den naturfernen Gefilden der Kunst und Kultur ist es komplizierter. Einst sammelten, bewahrten und verteilten vor allem die Reichen, die Feudalherren und der Klerus mit aller Willkür, was ihnen selbst diente und gefiel. Heute liegen diese Aufgaben breit gestreut in den Staaten, Ländern, Kommunen und Gemeinden, und die Flut des Erzeugten steigt wie das Meer: die Küsten des Daseins exponentiell ...]]></description><pubDate>Wed, 21 Aug 2024 13:30:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/bevor-das-meer-die-bilder-holt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-812]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Hobbykünstler aus Hollywood]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/hobbykuenstler-aus-hollywood</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/807/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/807/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Schauspieler wie Armin Müller- Stahl (Malerei), Anthony Hopkins (Malerei), Sharon Stone (Malerei), Tilda Swinton (Performance) oder Brad Pitt (Bildhauerei), Musiker wie Mick Jagger (Malerei) oder Nick Cave (Keramik) und viele andere Promis mehr suchen auch in der bildenden Kunst den inneren Ausgleich zu ihren oft sehr öffentlichen Berufen. Der Musiker Udo Lindenberg (Malerei), der Komiker Otto (Zeichnungen) oder der Schauspieler Lars Eidinger (Fotografie) ebenso. Ich denke, infolge dessen bahnt sich hier ein paradoxer Mega-Trend an. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Denn internationale Ausstellungshäuser und Museen bieten diesen „neuen“ Stars der bildenden Künste nun ihre institutionelle Infrastruktur und erhoffen sich eine Win-Win- Situation, da prominente Partner natürlich verlässlicher und kalkulierbarer Publikum garantieren. Und vielleicht gelingt es den großen Häusern in der Kunstwelt auf diesem Weg ja auch, dabei, eine ganz neue Generation von potenten, kunstaffinen Jet-Settern zu erreichen, die neuerdings gepaart mit Internet-famen Bloggern, You-Tube- Youngstern und populären Podcastern den Anschluss an Prominenz mehr und mehr suchen und so nachweislich die, an Privatheit noch interessierten Sammlerinnen und Sammler der alten Schule, ablösen. Es entsteht gerade eine ganz neue Spielart der Pop-Kultur. Oder vielleicht sogar ein ganz neuer Spieltrieb, der sich durch Vorläufer-Phänomene, wie zum Beispiel dem des Kunsthandels mit NFTs (bereits abgeflaut) abgezeichnet hatte. 

 Wenn das so weiter geht, amüsieren wir uns (und die Kunst tatsächlich bald) zu Tode, wie es Neil Postman in seinem gleichnamigen Buch schon im Jahr 1985 prognostizierte. Im Vorwort dieses Buchs ist zu lesen: „Postmans These lautet, dass die Medien zunehmend nicht nur bestimmen, was wir kennenlernen und erleben, welche Erfahrungen wir sammeln, wie wir Wissen ausbilden, sondern auch, was und wie wir denken, was und wie wir empfinden, ja, was ...]]></description><pubDate>Tue, 13 Aug 2024 20:18:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/hobbykuenstler-aus-hollywood</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-807]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Fest, Spiel, Zeit]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/fest-spiel-zeit</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/805/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/805/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Max Christian Graeff 

 Schnell, schnell – beeilen Sie sich mit dem Lesen, denn in vier Monaten ist Nikolaus schon wieder vorbei. Noch bräunen wir uns hingegen am Drehspieß des sommerlichen Grills, in unserer Region diesmal ohne Superhitze und etwas zu oft gut begossen. Ein nicht enden wollendes Open-Air-Festival für Nacktschnecken aller Art, die uns jede Menge Erntezeit im Gemüsebeet ersparen: Zeit, die sich bestens mit Veranstaltungsbesuchen verbringen lässt, zum Beispiel beim vierten Kultursommer im Freibad Mirke, der uns mit sieben Shows und Konzerten den wunderbaren Ort in Erinnerung ruft, dessen Planung zur Wiederherstellung voranschreitet. Die einst international bekannte Crossovercombo Uncle Ho spielte zur Eröffnung ein fabelhaftes letztes Unplugged-Konzert für Zartbesaitete, bevor sie Ende September in der Börse wieder unter Starkstrom stehen wird. Dann wird schon Herbst sein; bis dahin ist noch etwas Zeit für Vorfreude, doch die Schulferien kriechen leider nicht im Schneckentempo dahin; das Sommerloch im Loch ist bereits beendet, am 16. August startet das Programm der INSEL und am 23. gehts auch im Ort wieder los. Da stellt sich nur die Frage nach der Motivation des Publikums, bei global aufziehendem Gewittergewölk dennoch regelmäßig das Haus zu verlassen. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Das legendäre Metal-Festival Wacken war heuer in nur viereinhalb Stunden genauso restlos ausverkauft wie Parookaville, Deichbrand und überhaupt viele dieser sommerlichen Begeisterungsevents, und auch die Bayreuther Festspiele, die seit zwei Wochen und noch bis zum 27. August götterdämmern, haben mit dem Zulauf traditionell gar kein Problem. Von den Gigakonzerten für Swifties und Adelies ganz zu schweigen: Da unwettert das immer weiter aufreißende Ungleichgewicht in den privaten Kulturhaushalten, in denen im normalen Alltag schon manches zweistellige Ticket viel zu teuer erscheint. Eine Lyriklesung für zehn Euro? Dafür bekomme ich ein Dutzend ...]]></description><pubDate>Wed, 07 Aug 2024 02:03:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/fest-spiel-zeit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-805]]></dc:identifier></item></channel></rss>