﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 13 Mar 2026 14:12:40 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - September 2020</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/september-2020-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/september-2020-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Still Stehen – Von der Zukunft her träumen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/still-stehen-von-der-zukunft-her-tr228umen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/240/img-iriscolsmann1.jpg" length="78188"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/240/images/img-iriscolsmann1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Iris Colsman 

 Vorletzte Woche fand an mehreren Orten in Wuppertal eine Veranstaltung der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. statt: „Von der Zukunft her“. Ich konnte nicht teilnehmen, der Titel jedoch hat mich inspiriert, über zwei andere Ereignisse nachzudenken: Eines, das im Rahmen der Kulturarbeit der Färberei am 25.9. auf em Berliner Platz zu erleben war (Am Tag der Träume) – und über eines, das stattzufinden droht. 

   
Iris Colsman 

 Zunächst zum Zweiten: Es drohen uns in der Zukunft im Rundfunk zwei Sendungen verloren zu gehen, die sich mit der Vergangenheit befassen: Der „Stichtag“ und in Folge wohl auch das „Zeitzeichen“. Beide tragen dazu bei, dass wir einen Blick in die Geschichte werfen können. Zum Beispiel für Pendler, Eltern im „Schultaxi“ oder viele Menschen in Rente ist das eine kleine Geschichtsstunde gratis. Dieses Wissen kann bewusst machen wo wir herkommen, was uns geformt hat. Die Sendung stellt einen Bezug her zu vielen Menschen, die unser Leben geprägt haben. Wir können uns nur kritisch oder dankbar mit ihnen und unserer Geschichte auseinandersetzen, wenn wir davon wissen. Das ist der Grund, auf dem wir stehen – ob wir wollen oder nicht, es sind unsere Wurzeln. Wir sollten sie kennen. Nicht von ungefähr sagt Wilhelm von Humboldt: „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“ Also: Das Zeitzeichen muss bleiben! Ich rufe hiermit dazu auf, dem WDR viele Stimmen dafür zukommen zu lassen. 

 Von der Zukunft her zu denken, zu fühlen und zu handeln ist eine Idee, die die Transformationsbewegung impulsiert. Es gibt unterschiedliche Konzepte dafür. Zahlreiche Methoden werden seit Jahren erprobt und bewegen große Gruppen rund um den Globus. Was macht für mich die Gemeinsamkeit dieser Konzepte aus? 

 Die Freude am Er-Träumen einer Zukunft, die für alle da ist und die wir erreichen können, wenn wir eine Transformation zulassen. Die Bereitschaft dazu, sich mit anderen auszutauschen, sich einzulassen und neue Schritte zu wagen. ...]]></description><pubDate>Wed, 30 Sep 2020 14:34:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/still-stehen-von-der-zukunft-her-tr228umen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-240]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Manege frei für die Zukunft]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/manege-frei-f252r-die-zukunft</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/239/img-uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/239/images/img-uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Tätäretää! Gelb-blau gestreift ragt in Utopiastadt ein riesiges Zirkuszelt in die Luft. Das Herz geht mir auf. Da meldet sich das Kind in mir. Mehr noch: Letzte Woche haben sich hier Sehnsucht, Notwendigkeit und Lust auf Weiterkommen miteinander verwoben, begleitet von einer Portion Abenteuerlust. Was in den letzten Monaten recht schwierig war: Austausch mit Abstand gibt wieder den Rhythmus an. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Vor einer Woche machte unsere Präsentation der Stadtlandkarte „Zukunftslabor Kunst und Stadt“ des Freien Netzwerkes Kultur den Auftakt, eine Kooperation mit dem Wuppertal Institut. „In der Petrischale lebt und arbeitet es“ heißt es auf dem auffaltbaren Stadtplan, der – gestaltet von Jens Robbers – in Übermorgenrot-Tönen in einer „Versuchsanordnung 1“ 13 inspirierende Orte vorstellt, ihre Impulse für Kunst, Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und ein enkeltaugliches Wuppertal in den Fokus rückt. Zu haben ist die Karte bald an Kulturorten der Stadt. 

 Stadtentwicklung als Anliegen begleitet uns im Kommunalwahlkampf als mehr oder weniger schillernder Wortwirbel. Doch Worte reichen nicht. Taten sind gefragt. Im Zelt machte der Vortrag „Die große Transformation in Kunst, Kultur, Politik“ von dem Sozialwissenschaftler Davide Brocchi markant deutlich, wie sehr Kultur und Kunst neben ökonomischer, ökologischer, sozialer Transformation Säule und Fundament sind und sein können. Er selbst hat als Mitgründer der Stadtviertel-Verwandlung „Tag des Guten Lebens“, die vor einigen Jahren in Köln startete, seine Einsichten in konkretes Handeln münden lassen. Und genau das ist die Frage, die uns seit Jahrzehnten angesichts des Klimawandels beschäftigt: Was braucht es, um ins konkrete Handeln zu kommen? 

 Mit „Von der Zukunft her: Sommerakademie für eine klimagerechte Kulturpolitik“ startete am letzten Donnerstag eine auf zwei Tage angelegte Expedition der Kulturpolitischen Gesellschaft im Utopiastadtzelt. Zur ...]]></description><pubDate>Wed, 23 Sep 2020 08:23:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/manege-frei-f252r-die-zukunft</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-239]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Ausgehustet]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ausgehustet</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/238/img-torsten-krug3.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/238/images/img-torsten-krug3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Ein aktueller Cartoon von Til Mette zeigt vier Musikerinnen und Musiker, die von der Bühne aus in einen leeren Zuschauerraum blicken. Eine Art Saaldiener weist auf den einzigen Zuhörer mit den Worten: „Werte Künstler, heute Abend wird das Publikum gespielt von Tim Schröder aus Herten.“ 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Ja, das Publikum ist rar geworden in unseren Theatern, Konzertsälen und sonstigen Spielstätten. Nicht etwa, weil es das Interesse an den dort allmählich wieder gewagten kulturellen Ereignissen verloren hätte, sondern zu seinem eigenen Schutz. Auch wenn der soloselbstständige Zuhörer in dem Cartoon seine Anreise womöglich dicht gedrängt im Bus oder in der Bahn verbracht hat und übermorgen eine Geschäftsreise im vollbesetzten Flieger antritt, kann er sich in unseren Theatern so sicher fühlen wie in einem OP-Saal. Kafkas Parabel vom Torhüter kommt mir in den Sinn. Der einzige Zuhörer fragt den Saaldiener immer wieder, wann denn das Publikum einträfe, doch am Ende muss er erkennen: Dieses Konzert war nur für ihn – und wir schließen diesen Ort jetzt. 

 Das kafkaesk anmutende Szenario hat seinen schmerzlich realen Kern: In einem kürzlich in der „Welt“ veröffentlichten Interview warnt Starbariton Matthias Goerne: „Die Kultur steht vor dem Bankrott.“ Die Politik ignoriere die Konzepte der Veranstalter ebenso wie positive Erfahrungen, etwa bei den Salzburger Festspielen. „Dort durften, weil alle Kartenbesitzer überprüft wurden, 50 Prozent der Kapazitäten nach dem Schachbrettmusterprinzip mit einem Meter Abstand besetzt werden. Warum wird das nicht zur Kenntnis genommen?“ 

 Und derweil wir im heimischen Wohnzimmer vor den Kameras und Mikrofonen sitzen und uns ein Publikum imaginieren, verlieren wir den Kontakt. Eine ganze Branche, darunter Hoteliers, DJs, Licht- und Tontechnikerinnen, Manager, Zulieferer und so weiter, steht vor dem existenziellen Kahlschlag. 

 Man hört, in Konzerten würde derzeit so gut wie ...]]></description><pubDate>Wed, 16 Sep 2020 14:08:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ausgehustet</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-238]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wählen ist die beste aller Möglichkeiten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/w228hlen-ist-die-beste-aller-m246glichkeiten</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/236/img-tine-lowisch3.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/236/images/img-tine-lowisch3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Kultur ist nicht nur Kunstleistung oder Vermittlung, es ist das Mitgestalten eines kollektiven Werks. Deshalb gehe ich in vier Tagen auf jeden Fall wählen. Meine Stimme bei einer Wahl abzugeben, habe ich, seit ich wählen gehen darf, tatsächlich nicht ein einziges Mal verpasst. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 In freier und geheimer Wahl diese ganz besonderen Wunschzettel anzukreuzen macht mir jedes Mal selbst bewusst, dass ich eine Meinung habe, die ich auch äußern darf und das meine Stimme zählt. Es macht mir darüberhinaus auch jedes Mal klar, dass eine Gesellschaft natürlich immer auch Themen verhandelt, bei denen die Meinungen stark auseinander gehen können - die Wahlzettel sind ja meist sehr lang. Warum sollte man also nicht wählen gehen? Ich habe bewusstes Nichtwählen, wenn man wahlberechtigt ist, als Meinungsäußerung nie verstanden. Ich finde das eher faul. Wie wäre es, wenn nach der Wahl am Sonntag bekannt würde, das Wuppertal die Stadt mit der höchsten Wahlbeteiligung aller Zeiten bei einer Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen ist? Das wäre mal ein Stadtmarketing mit großer Strahlkraft – das geht überregional, das geht vielleicht sogar viral. 

 Letzten Freitag haben wir vom Freien Netz Werk Kultur die Chance, dass Wahlkampf ist, genutzt und so geschafft, dass alle sieben potentiellen Oberbürgermeisterinnen tatsächlich ins Café Ada in die frisch renovierten Räume des neu gegründeten Insel e.V. gekommen sind, um sich uns zu stellen. Sie kamen alle zu unserem mittlerweile 19. Jour Fixe, dem ersten Treffen dieser Reihe unter Corona Bedingungen. Und wir haben sie gefragt: Quo vadis -Wie soll es weiter gehen mit uns und mit der Kunst und Kultur in unserer Stadt? Anhand ihrer Aussagen und ihrer Antworten zu unseren Fragen haben wir sie, glaube ich alle ganz gut kennen- und einschätzen gelernt und es war wirklich schön, dass sie da waren und es war auch sehr wertschätzend von den Mitstreitern, das die Veranstaltung ...]]></description><pubDate>Wed, 09 Sep 2020 07:00:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/w228hlen-ist-die-beste-aller-m246glichkeiten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-236]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Eine Geisterbahn namens „Fahrt ins Ungewisse“]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/eine-geisterbahn-namens-fahrt-ins-ungewisse</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/235/img-max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/235/images/img-max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Kühler wird‘s und Wolken dräuen; ein lehmfarbener Teig quält sich durch die Rohre der riesigen Backautomaten, die unsere Welt mit Gewürzspekulatius pflastern, und bald zitiert jeder Facebookkanal wieder das Gedicht vom Haus, das einer nicht hat und sich auch nicht mehr baut. Auf geht‘s ins nächste Quartal eines verunsicherten Jahres, mit gebremster Vorfreude auf die einst „gemütlich“ genannten Tage, wenn der Sturm an den Fenstern rüttelt und die Heizung bullert. Heuer ist Durchzug gesund und die Komfortzone relativ, das haben manche nun gelernt. Andere grabschen gierig nach den Freifahrt-Bons für den Erlebnispark, in dem die Achter- und Geisterbahnen mit brandneuen Attraktionen versehen wurden. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Der Sturm auf die Treppe des „deutschen Volkes“ wurde zur lächerlichen Sensation dieses Games, in dem sich alles um die Pandemie des entfesselten Egoismus dreht, die es gegen jene zu verteidigen gilt, die sich gerne als Gutmenschen bezeichnen lassen. Überall auf der Welt erklingt das hemmungslose Kreischen der Infizierten; trotzphasig rotznasige Herrscher perforieren unsere Weltsicht ohne Unterlass und brennen die letzten Reserven unserer Lebensräume nieder, während die Streams der Fortnitekämpfer um die Aufmerksamkeit derer buhlen, die es eigentlich besser machen sollten als die spätsommerliche Generation. 

 Die Treibjagd nationalistischer Narzissten auf das empathisch Denkende hat begonnen. 1973 erschien ein Science-Fiction-Film namens „Soylent Green“, deutsch „Jahr 2022 … die überleben wollen“; eine der ersten Ökodystopien der Filmgeschichte. Natürlich kam alles anders; noch wissen wir, wie Erdbeeren schmecken und werden nicht selbst zu Spekulatius verarbeitet und an uns verfüttert. Aber gar so illusorisch und an den grauen Haaren herbeigezogen erscheint dieses gute Stück Literatur durchaus nicht mehr. Zugleich kündet es heute davon, was mutige Literatur und Kunst bewirken kann. Wer ...]]></description><pubDate>Wed, 02 Sep 2020 09:49:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/eine-geisterbahn-namens-fahrt-ins-ungewisse</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-235]]></dc:identifier></item></channel></rss>