﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 13 Mar 2026 14:06:14 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - August 2023</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2023-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2023-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Verändern heißt, nicht aufzugeben]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ver228ndern-hei223t-nicht-aufzugeben</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/641/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/641/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Tine Lowisch 

 Eine Feministin, eine Muslima, ein Lehrer, ein Arbeiterkind, eine transgeschlechtliche Person: Das waren fünf der „menschlichen Bücher“, die bei der „Human Library“ im März dieses Jahres – dieses Mal in Hamburg – mitsamt ihrer Lebensgeschichte zum „Verleih“ standen. Ursprünglich stammt das künstlerische Konzept dieser lebendigen Bibliothek aus Dänemark. Der Impuls der mittlerweile seit 23 Jahren weltweit durchgeführten Veranstaltungen ist bis heute gleichgeblieben: Menschen, die bereitwillig ihre Lebensgeschichte erzählen, lassen sich für eine halbe Stunde zum öffentlichen Gespräch als „menschliche Bücher“ ausleihen. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Mittlerweile ist diese zur gemeinnützigen Organisation herangewachsene Idee mit ihrem Human-Library-Format in mehr als 80 Ländern aktiv. Die Freiwilligen, die sich zum Gespräch ausleihen lassen, tragen bei den Treffen T-Shirts mit der Aufschrift „Unjudge someone“, also in etwa „Enturteile jemanden“. Es geht darum, in persönlich geführten Gesprächen und trotzdem öffentlich wirksam, Vorurteile abzubauen. Die Kombination einer zutiefst menschlichen Geste als Grundgedanke mit Eventcharakter also, ein Beispiel für wunderbare Kunstarbeit, wie ich finde. Denn erst, wenn wir kommunizieren, wenn wir hören, sehen und fühlen, erkennen wir Fehler und ertragen sie oder genießen Erfolge und/oder bemerken die Grautöne dazwischen. 

 Erst in Gesprächen auf Augenhöhe kann man also versuchen, sich immer wieder neu das Wohlwollen der anderen und damit das eigene Überleben zu sichern und es schaffen, sich in der Gegenwart immer wieder neu zu verankern. Heißt aber auch: Wenn Kommunikation fehlt, passieren Fehler. Ich werde in den letzten Tagen, seit bekannt geworden ist, dass wir unsere Kunsträume im Bahnhof Vohwinkel bald verlassen werden und wir unser gemeinwohlorientiertes Projekt, die Kunststation Wuppertal, an anderer Stelle weiterführen wollen, zum Beispiel oft gefragt, warum wir aufgeben? ...]]></description><pubDate>Wed, 30 Aug 2023 08:24:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ver228ndern-hei223t-nicht-aufzugeben</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-641]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Im Kunstherbst zählt, was unzählbar ist]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/im-kunstherbst-z228hlt-was-unz228hlbar-ist</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/639/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/639/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Heute früh erstaunte mich die Einladung zu einem Zukunftskunst-Festival, nicht nur aufgrund sprachlicher Dürftigkeit: „Tauchen Sie tief in die faszinierende Geschichte von NFT’s, entdecken Sie bemerkenswerte Enthüllungen über einzigartige Projekte. Das Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen beiden Ökosystemen zu demonstrieren. Die Initiative beruht auf den erfolgreichen Ecosystem Nights von Crypto Oasis in Dubai.“ Das sechstägige Gebrause für 1000 Kunstsammelnde in einer alpinen Steueroase fordert: „Erkennen Sie die Majestät digitaler Kunst.“ Bei NFTs (Non-Fungible Tokens) geht es um nur als Dateien existierende Kunstwerke, deren Kryptocode das Besitzverhältnis fälschungssicher nachweist. Das Generieren der virtuellen Unikate erzeugt nebenbei eine gigantische Abwärme; dies mal zu den „Ökosystemen“. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Nun bin ich nicht nur rückwärtsgewandt; es gibt hervorragende digitale Kunst, avantgardistisch, progressiv und erkenntnisreich. Bei diesem Festival geht es jedoch lediglich um Investment, das dem analogen, greifbaren Kunstmarkt hohe Umsätze entzieht, denn auch jedes Schwarzgeld kann man nur einmal ausgeben. Solche Erziehung zur Unkörperlichkeit der Kunst halte ich – wie jede Entfremdung von Authentizität und Leidenschaft – nicht nur für bekloppt, sondern für äußerst bedenklich. Für die Vision, dass unsichtbare Werke aus verborgenem Strom relevante ästhetische Prozesse hervorrufen können, bin ich vermutlich zu alt – oder zu arm. Ich freue mich stattdessen auf die lokalen Kunstereignisse des Herbstes, bei denen man handfest schauen, lachen, möppern und (außer vielleicht beim Picasso-Beckmann-Ereignis im Museum) natürlich auch kaufen kann: auf „Kunst kanns“, die WOGA, diverse Galerieausstellungen... 

 Am 1. September feiert die geliebte, unverzichtbare Kunststation im Bahnhof Vohwinkel „zehn Sommer ohne Pause“. Eckehard und Tine Lowisch laden dazu den Didgeridoo-Spieler Marvin ...]]></description><pubDate>Wed, 23 Aug 2023 08:50:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/im-kunstherbst-z228hlt-was-unz228hlbar-ist</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-639]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Für eine Kultur des Miteinanders]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/f252r-eine-kultur-des-miteinanders</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/636/bjoernkrueger_1.jpg" length="166597"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/636/images/bjoernkrueger_1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Björn Krüger 

 Ein neues Schuljahr hat begonnen. Viele Kinder erleben die ersten Schultage ihres Lebens. Sie haben „Platz gemacht“ – denn auch in den Kindertagesstätten der Stadt tummeln sich in diesen Tagen zahlreiche Mädchen und Jungen, die eingewöhnt werden und ihre ersten Kindergarten-Tage erleben. Eine wunderschön turbulente und spannende Zeit, auch für die Eltern. Doch leider mischen sich zur wohligen Aufregung in diesem Jahr wieder Sorgen in Bezug auf den aktuellen Personalmangel in unseren Bildungseinrichtungen. Nicht allein die WZ berichtete wiederholt davon. 

   
Björn Krüger - Foto: Tobias Weidemann 

 Junge Mütter und Väter stehen vor der großen Herausforderung, Familie und Berufsleben zu vereinen. Das war zwar schon sportlich, als ich vor 27 Jahren zum ersten Mal Vater wurde, aber seitdem hat sich viel verändert. Denn es geht hier tatsächlich um viel mehr als die vermeintliche „Work-Life-Balance“. 

 Hefte raus, mitschreiben! Hier kommt ein wichtiger Satz (nicht nur fürs Rechenheft von Christian Lindner): „Bindung ist die Grundlage für Bildung.“ Und damit landen wir wieder in der Schule und bei der Eingewöhnung im Kindergarten: Kinder brauchen Resonanz. Sie brauchen verlässliche Bindungsstrukturen und Möglichkeiten der Partizipation, aus denen Selbstvertrauen und Stärke wachsen können. Zudem erleben unsere Kinder auf diese Weise schon ganz früh, wie Demokratie funktioniert. Wenn der Bildungsalltag jedoch von Unterrichtsausfall und Personalmangel bedroht ist, bleibt unseren Kindern genau dies verwehrt. 

 Aber auch wir „großen Kinder“ brauchen Resonanz, Austausch und Gemeinschaft. Künstlerische Möglichkeitsräume und Angebote der kulturellen Bildung bieten dafür einen hervorragenden Platz. Denn Kunst und Kultur leben vom Austausch und der Vielfalt. Und so stehen wir Kulturschaffenden Wuppertals selbstredend mit unserer künstlerisch-kreativen Arbeit auch für eine „Kultur des Miteinanders“. 

 Für all dies ist es lohnend, sich gemeinsam ...]]></description><pubDate>Wed, 16 Aug 2023 00:02:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/f252r-eine-kultur-des-miteinanders</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-636]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Der Wert von Pausen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/der-wert-von-pausen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/634/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/634/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Letzte Woche, frisch aus dem erholsamen Berg-Urlaub zurück im grünsten aller Wupper-Täler, hatte ich gleich eine Probe mit unserer inklusiven Theatergruppe angesetzt. Premiere ist schließlich schon Ende September, und vor den Ferien waren etliche Proben ausgefallen. Diese stand von Beginn an fest im Probenplan. Trotzdem rief ich alle Beteiligten an und erinnerte sie an unser erstes Treffen nach der Sommerpause. Bei einigen hörte ich zaghaft heraus, dass ja noch Ferien seien. Ich sagte, ja, stimmt schon, doch wir müssten die Zeit nutzen! Sie hatten nichts anderes vor, viele waren nicht weggefahren, sie freuten sich auf das Theater – und doch kamen nur etwas über die Hälfte. Es waren schließlich noch Ferien! 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Diese Haltung enervierte mich einerseits, brachte sie doch erneut eine Probe ins Schwanken, doch beneidete ich sie auch dafür. Wäre mein Handeln nicht so stark von gesellschaftlichen Verabredungen, Zwängen oder gesteigertem Verantwortungsbewusstsein geprägt, hätte ich womöglich genauso gedacht: Es sind ja noch Ferien! Da komme ich eben nicht. Da schreibe ich auch keine Kolumne! Na ja, ich schreibe sie natürlich, doch denke ich dabei über den Wert von Pausen nach, die ich sogar ziemlich oft zu erleben meine – und dabei doch nur an das Nächste denke. 

 Letzten Samstag, das erste Teammeeting auf der Insel nach der Sommerpause. Abgesehen von probenden Ensembles und einigen Kursen war es hier tatsächlich einige Wochen ruhiger gewesen. Als ich hervorhebe, wie wichtig mir in diesem Jahr die Pause vorgekommen sei, registriere ich allgemeines Kopfnicken. Als wären wir alle froh gewesen, einmal vom Haken der Verantwortung zu sein – und freuten uns jetzt wieder umso mehr darauf. 

 Vor dem Urlaub war es mir regelrecht schwergefallen, wegzufahren. Nach einer längeren Abwesenheit vom Tal für eine größere Inszenierung war noch so viel zu erledigen. Meine Arbeit war unverzichtbar – sie macht dazu ...]]></description><pubDate>Fri, 11 Aug 2023 12:44:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/der-wert-von-pausen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-634]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Perspektiven für ein Morgen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/perspektiven-f252r-ein-morgen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/631/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/631/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien​ 

 „Wer hat das Privileg, über die Zukunft nachzudenken?“, fragte die deutsch-türkische Journalistin und Bloggerin Kübra Gümüşay auf der re:publica 2023. Auf der größten Digitalkonferenz Europas wurden letzten Juni in Berlin aktuelle Themen rund um den Fokus „Cash“, also Geld, bewegt. Gümüşays Vortrag, übrigens auch im Netz, geht von dem Traum einer Gesellschaft aus, in der alle gleichberechtigt sprechen und sein können. Dazu gehört, denen eine Stimme zu geben, die derzeit keine haben, auch den Pflanzen, Flüssen, Tieren, der Erde. Kümüsay startete mit Verweisen auf „Geflochtenes Süssgras“, einem Buch der nordamerikanisch-indigenen Autorin Robin Wall Kimmerer. Im Insel Kulturgarten hinter dem Café Ada hatte die Schauspielerin Silvia Munzón-Lopéz im Mai daraus gelesen. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Wie anders würde die Welt aussehen, wäre unser Handeln von mehr Dankbarkeit, Zuhören und Fürsorge geprägt? Häufig wurde dies verlernt, vergessen, nie gelernt. Wie könnte ein zukunftsfähiger Umgang mit der Erde, den Pflanzen und unter uns Menschen aussehen? Wie kann sich eine dazulernende, nicht privilegierte Kultur ausbreiten, die reflektierend, gar freudvoll der Erschöpfung des Planeten entgegenwirkt? 

 Die Menschheit hat unserem Planeten ganz schön zugesetzt. Der heutige Erdüberlastungstag hält uns einen schmerzhaften Spiegel vor Augen: Wir nutzen jährlich 75 Prozent mehr Ressourcen als die Erde nachbilden kann. Für 81 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes sind die G20-Staaten verantwortlich, allen voran die USA, China und die EU. In meiner zweiten Heimat Brasilien entsteht in São Paulo gerade eine Tava, ein Ort der Transformation, wie ihn die indigenen Gestalterinnen nennen. Es ist ein Museum der indigenen Kulturen und zugleich weitaus mehr. 

 Die indigene Pädagogin Christine Takuá hat eine aktuelle Ausstellung inhaltlich und künstlerisch kuratiert, die sich für den atlantischen Urwald engagiert. Sie erklärt: „Die ...]]></description><pubDate>Tue, 01 Aug 2023 20:37:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/perspektiven-f252r-ein-morgen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-631]]></dc:identifier></item></channel></rss>