﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 17:19:19 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Inszenierung von Politik</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/inszenierung-von-politik-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/inszenierung-von-politik-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Inszenierung von Politik]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/inszenierung-von-politik</link><description><![CDATA[ Von Torsten Krug 

 Seit Sonntag ist auf zdf.de der Versuch eines Interviews mit Björn H. zu sehen. Indem ich davon schreibe, werde ich schon Teil des Problems. Herr H. wird in diesem Video vorgeführt, möchte man meinen, doch gleichzeitig bekommt er eine Menge Aufmerksamkeit, die wir ihm doch gerade nicht geben wollen. Haben Sie`s gesehen? 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Worum geht es? Herr H. ist zu einem Fernseh-Interview geladen, in dem es laut Absprache zwischen seinem Sprecher und dem Journalisten auch um die Sprache des Herrn H. gehen soll. Das Interview beginnt mit einem Einspieler, in dem AfD-Abgeordneten Zitate des Herrn H. vorgelesen und sie gefragt werden, ob diese aus „Mein Kampf“ von Herrn H. oder von Herrn H. stammten. Die Kollegen geben sich jovial, lachen viel, haben keine Ahnung, der eine meint schließlich: wohl eher aus „Mein Kampf“. Sie geben zu, weder das Buch des Herrn H. noch das von Herrn H. gelesen zu haben, worauf Herr H. im Studio in Großaufnahme beleidigt wirkt. „Schade“, sagt er leise, mit einem Lächeln, das eine Verletzung überspielen soll. Und spätestens hier beginnt sie: seine Opferrolle. 

 Das Interview geht noch gute sieben Minuten weiter, da schaltet sich sein Sprecher ein: Herr H. habe verständlicherweise sehr emotional auf diese bösen Fragen und Unterstellungen reagiert, schließlich sei er darauf nicht vorbereitet gewesen. Er schlägt vor, das Interview nicht zu verwenden, quasi als eine Probe zu sehen und das Ganze zu wiederholen, dann mit einem gefassten, souveränen Herrn H. Dies lehnt der Journalist mit Bezug auf die Pressefreiheit ab, und die nun folgende Diskussion wird weiter aufgezeichnet. Herr H. bleibt die ganze Zeit im Bild, mal in halbnaher, mal in Großaufnahme. Er wirkt jetzt immer verletzlicher. 

 Das Ganze hätte das Zeug zu einem Video wie das damals heimlich aufgenommene mit Herrn S. auf Ibiza: eine Demaskierung, eine Bloßstellung! Doch möglicherweise ist es das Gegenteil: In den ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 22:20:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/inszenierung-von-politik</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-94]]></dc:identifier></item></channel></rss>