﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 00:53:42 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - November 2020</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/november-2020-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/november-2020-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Das ist unsere Zeit!]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/das-ist-unsere-zeit</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/250/img-torsten-krug5.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/250/images/img-torsten-krug5-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Nicht nur im Jahre Engels (war da was?) kann man es schreiben: Marx und Engels formulierten das Entwicklungsgesetz der menschlichen Geschichte als „die bisher unter ideologischen Überwucherungen verdeckte einfache Tatsache, dass die Menschen zuerst essen, trinken, wohnen und sich kleiden müssen, ehe sie Politik, Wissenschaft, Kunst, Religion usw. treiben können“. Erst das Fressen, dann die Moral, brachte es Brecht auf den Punkt. Selbstverständlich gilt dieser Materialismus auch für Künstler. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Natürlich gibt es längst Rote Listen mit bedrohten oder zu Grunde gegangenen Kulturorten. Erste Städte wie Bamberg oder München geben an, Ausgaben für Kultur senken zu wollen – eine Entwicklung, die in vielen Städten mit sich leerenden Kassen droht. Das ist bitter und für viele existenziell bedrohlich – „Musizieren verlängert das Leben“, finde ich als Bonmot im Internet, „es sei denn, man lebt davon“. Doch den düsteren Aussichten zum Trotz mehren sich Stimmen und Impulse aus der besonders bedrohten freien Szene, sich nicht allein auf die finanzielle Misere zu fokussieren. Klar ist das Monetäre die Währung, in der sich politische Relevanz, gesellschaftliche Aufmerksamkeit und der Wille zur Kultur ausdrücken. Doch mit dem Angstblick aufs Geld wiederholen wir jene Struktur, die wir in unserem Arbeiten oft kritisieren und verändern wollen. Überlegungen für ein solidarisches Grundeinkommen, das jeder und jedem eine gleichberechtigte Chance auf selbstbestimmte Entwicklung geben könnte und jüngst sogar Eingang ins Grundsatzprogramm der Grünen fand, setzen hier an. 

 Die tiefste Sehnsucht führt nicht zum Geld, nicht zur Macht, sondern ist die nach Sinn. Sinnhaftigkeit, ein immer wieder neues Verstehen für uns und unsere Welt ist das stärkste Angebot, das Kunst und Kultur machen können. Mit anderen Worten: Das ist unsere Zeit! Wenn wir als Kunstschaffende durch diese Zeit kommen, die in gleichem oder noch ...]]></description><pubDate>Wed, 25 Nov 2020 11:01:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/das-ist-unsere-zeit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-250]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wünsch Dir was für das Schauspielhaus]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/w252nsch-dir-was-f252r-das-schauspielhaus</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/249/img-tine-lowisch5.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/249/images/img-tine-lowisch5-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Vor ein paar Tagen klebte ein ansprechender, postkartengroßer, tafellackgrüner Flyer mit dem Aufruf: „Wünsch dir was!“ auf jeder Ausgabe dieser Zeitung. Dieser Flyer von „Pina Bausch Zentrum – under construction“ lädt alle analog Lesenden ein, den Auftakt dieser Veranstaltungsreihe mitzugestalten. Jeder kann aktiv einen Beitrag für ein virtuelles Format mit dem Titel „Archiv der Träume“ leisten und Wünsche äußern, wie er sich die Nutzung und das Erleben des zukünftigen Pina Bausch Zentrums vorstellt. In dieses Archiv der Träume können an wishes@pina-bausch.de Wünsche und Ideen in Form von Texten, Bildern oder Collagen gesendet werden. Wünsche als Bausteine, die zusammengedacht das Fundament für ein Haus ergeben, das in einem Prozess entsteht, der großartig werden kann. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Wenn ich drei Wünsche, drei „Bauschsteine“ frei hätte, um dieses Haus mitzubauen, wäre da zuallererst der Wunsch an die Freie Szene der Wuppertaler in Kunst- und Kulturberufen: Vereinigt euch. Oder, wie man heute sagt: Vernetzt euch. Wenn das nicht geht, vertragt euch wenigstens, damit man in Zukunft immer wieder neu verlässliche Verträge mit euch schließen kann. Mein dritter Wunsch wäre: Werdet konstruktiv-kreativ und macht mit bei einem Format, das sich das Freie Netzwerk Kultur als Schnittstelle zu „under construction“ ausgedacht hat. Noch bis zum 20. November kann unter diesem Dachgedanken aus eigener, freier künstlerischer Praxis heraus aktiv in Form eines einminütigen Kurzfilms interveniert werden. Schickt euren künstlerischen Impuls per Email an buerofkp@fnwk.de. Was man technisch dabei beachten sollte, steht auf  fnwk.de/underconstruction . 

 Die filmische Collage, die aus allen eingereichten Beiträgen entsteht, wird im Rahmen des virtuellen Festivals „under construction“ live und international gestreamt und macht so innerhalb dieses Festivals eine Kooperation des Pina Bausch Zentrums under construction mit ...]]></description><pubDate>Wed, 18 Nov 2020 12:59:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/w252nsch-dir-was-f252r-das-schauspielhaus</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-249]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Das Aushalten des Nichtwissens ist Kultur]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/das-aushalten-des-nichtwissens-ist-kultur</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/247/img-max-christian-graeff4.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/247/images/img-max-christian-graeff4-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Die Sonne schlägt sich flach durch Stadt- und Landkulissen und zeichnet die Welt in scharfen Kontrasten. In dieser Woche herrscht meist klare Sicht und wir fühlen uns dennoch, als säßen wir im milchigen Dunst, ausgesperrt von Raum und Zeit, nicht teilnahmeberechtigt an vielem, was uns vermeintlich zusteht. Die kurze Entspannung der Sommerfrische ist verweht; längst sind die Worte wieder schärfer und die Risse und Brüche tiefer geworden, quer durch die Gesellschaft, durch Familien und Gruppen, Vereine und Kollegien. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Die unabsehbare Dauer und Intensität schutzsuchender Maßnahmen liegt uns im Magen, als hätten wir eine Riesenportion Christstollenteig roh verschlungen; da helfen auch die kleinen Schnäpse der Präsidentenwahl und der möglichen Serumsfindung kaum weiter. Mit jeder Zahlenkolonne in der Brandung des medialen Meeres rollen uns haushohe Brecher entgegen, auf denen selbst Wissenschaftler kaum reiten können; die meisten von uns können sich kaum ein paar Sekunden auf dem Surfbrett halten, bevor die Wogen uns verschlingen. 

 In diesem wüsten Szenario sehen wir kaum, dass dies für weite Teile der Erdbevölkerung seit jeher Alltag ist: Das Nichtwissen dessen, was unbekannte, menschlich-unmenschliche Mächte gerade aus unseren Vorstellungen machen. Im Traum der erwerbbaren Sicherheit – koste es (andere), was es wolle – haben wir uns sämtliche Schwimmflügelchen angezogen, die von fleißigen Versicherungsagenten als Werbegeschenke verteilt wurden, bis wir das Schwimmen verlernten, sprich: das Orientierungswissen jenseits der Zahlen. 

 Die Erkenntnis, dass sich die Antworten auf wissenschaftliche Fragen nicht gegen die sonstigen Lebensprobleme ins Feld schicken lassen, darf kein Futter für jene egomanischen Kreischer sein, die mit ihrer lächerlichen Furcht vor den Masken die Freiheit anderer angreifen (denn nichts anderes tun sie). Im Gegenteil: Sie zeigt die Not und ...]]></description><pubDate>Wed, 11 Nov 2020 10:30:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/das-aushalten-des-nichtwissens-ist-kultur</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-247]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Warum die Kulturlandschaft jetzt laut werden muss]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/warum-die-kulturlandschaft-jetzt-laut-werden-muss</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/246/img-tine-lowisch4.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/246/images/img-tine-lowisch4-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Im Frühjahr, zwei Tage nach dem großen Lockdown, habe ich an dieser Stelle geschrieben, dass die überwiegend prekär lebenden Freiberufler in Kunst-und Kulturberufen toptrainierte Manager sind, die trotz ihrer alltäglichen Krisen Zuversicht produzieren. Das stimmt natürlich immer noch, wird in diesen Berufen aber jetzt, wo der zweite Lockdown ein Kulturlockdown geworden ist, zunehmend schwerer. Für die, die Zuversicht produzieren, sollten jetzt ein paar Dinge anders, also weiter gedacht oder sogar grundsätzlich anders gemacht werden. Es geht jetzt nicht mehr, dass Kunst- und Kulturthemen on top of it verhandelt werden. Es geht jetzt auch nicht mehr, dass der gesellschaftliche Auftrag von Kunst und Kultur bei manchem unter dem Hashtag Zerstreuung und Bespaßung liegt. Da müssen Künstler und Künstlerinnen jetzt laut werden und deutlich über ihre Arbeit aufklären, die nachweislich zu gesellschaftlich zusammenführendem Engagement anregt. 

   
Tine Lowisch – Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Aber wie soll das gehen, in diesem vollausgebremsten November? Darüber wünsche ich mir einen breit aufgestellten Diskurs. Was ist unser kulturelles Erbe und wie können wir es unter diesen Umständen weiterentwickeln und erhalten? Ohne Kunst und Kultur wird es still, so ist es dieser Tage überall im Internet zu lesen. Dies ist eine Tatsache. Eine Tatsache, die sich nicht ändert, auch nicht, wenn man sie unterschiedlich betrachtet. Wenn jetzt die angekündigten Überbrückungs- und Stabilisierungshilfen in den Kulturbereich fließen, gerne auch der fiktive Unternehmerlohn, darf sich dort trotzdem niemand zurücklehnen und muss sich auf dieser, nun viel zu lange dauernden Achterbahnfahrt auf Sicht, richtig feste anschnallen. Wenn jetzt aber den Worten aus Berlin und Düsseldorf Taten folgen, könnten wir es mit allerletzter Kraft schaffen, eine zukunftsfähige Infrastruktur für die Kunst -und Kulturlandschaft aufrechtzuerhalten. 

 Vielleicht wird sie nicht mehr so aussehen wie bisher, ...]]></description><pubDate>Wed, 04 Nov 2020 21:26:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/warum-die-kulturlandschaft-jetzt-laut-werden-muss</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-246]]></dc:identifier></item></channel></rss>