﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 19:47:59 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Oktober 2022</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/oktober-2022-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/oktober-2022-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[New Biedermeier in postnormalen Zeiten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/new-biedermeier-in-postnormalen-zeiten</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/503/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/503/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch​ 

 Es scheint, als kehre die Idylle in die bildende Kunst zurück. Beziehungsweise der Wunsch danach. Da wird in künstlerischen Aussagen zurzeit wieder das romantisch Ideale als Ausweg herbeigesehnt. Bei Werken, die in den letzten Jahren entstanden sind, fällt mir auf, dass sie wieder auftauchen – die vermeintlich guten Sachen. Zum Beispiel die farbenfrohen, floralen Motive oder auch die Ornamente. Vermehrt dargestellt werden auch wieder die natürlichen Elemente. Erde, Wasser, Feuer, Luft in „schöner“ ausbalancierter Stimmung. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Die Frage, die in vielen Köpfen leise wie Hintergrundmusik spielt, klingt bei der Betrachtung dieser Kunst wohl nicht mehr so streng: Gefällt mir das? Eher vielleicht sehnsüchtig: Wann wird es wieder besser? Allerdings, der Mensch als Motiv fehlt oft. Hat er sich auch aus den Bildern oder aus dem Gebildeten ins Private zurückgezogen oder wurde er von Künstlerinnen und Künstlern bewusst ausgespart, weil das Interpretieren seines dargestellten Verhaltens das Erinnern an die Zukunft stört? 

 In diesem New Biedermeier in postnormalen Zeiten ist der Mensch als Motiv auf jeden Fall nicht mehr zentral. Viele Malereien sind genauso wie auch viele Kunst- und Kulturorte in den Städten und auf dem Land zurzeit menschenleer. Warum der Mensch als Publikum in die Ausstellungen kaum mehr zurückkehrt? Die Suche nach den Gründen ist in vollem Gange. An dieser Schnittstelle arbeitet die Kunststation schon einige Zeit. Wir könnten also ein paar Gründe nennen, wenn jetzt Kulturpolitiker und Kulturpolitikerinnen genau analysieren und evaluieren, welche neuen Formen der Ansprache und auch welche neuen Angebote zukünftig Sinn machen, um diesem Phänomen zu begegnen. 

 Anfang der Woche hat die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, Claudia Roth, vorgeschlagen, Kultur als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern, „da Kultur ganz klar kein Luxusgut sei, das man sich nur in guten Zeiten ...]]></description><pubDate>Wed, 19 Oct 2022 07:35:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/new-biedermeier-in-postnormalen-zeiten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-503]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Erzählen lernen heißt, die Welt zu ändern]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/erz228hlen-lernen-hei223t-die-welt-zu-228ndern</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/490/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/490/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Das war ein merkwürdiger Feiertag – so ganz ohne fehlendes Geschrei der Rabauken von der Grundschule nebenan, weil ja sowieso Ferien sind. Dafür lockte mich das Amselgezeter endlich mal vom Schreibtisch fort und zum entstehenden Hügelbeet, und kaum war der erste Kubikmeter Erde bewegt, blieben zwei flanierende Damen stehen und seufzten: „Ach, das ist so schade um den schönen Rasen!“ Die dunklen Worte, die ich ihnen leise hinterherwarf, muss der Apfelbaum gehört haben, denn in dem Moment fiel mir ein riesiger fauler Appel von weit oben auf den Dez und sofort noch ein zweiter hinterher. Das war wohl dieser Doppelbums, von dem der Kanzler sprach. Worte wirken eben, egal was du sagst … 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 In der zweiten Ferienwoche findet mein Kurs zum „Büchermachen“ für die Kulturelle Jugendbildung des Jugendamtes tatsächlich statt, nachdem in diesem Jahr alle vorigen Kurse aufgrund spontaner Massenfliegerei abgesagt wurden. Es ist jedes Mal spannend, welche Wünsche da kommen; fünf Tage sind für selbstgebundene Großromane, die noch gar nicht geschrieben sind, einfach zu kurz. Falls jemandem nichts einfällt (was allerdings kaum passiert), kann sie oder er ruhig in der Wirklichkeit beginnen, zum Beispiel mit dem strafenden Apfelbaum, und schauen, wie es weitergeht; oft endet es dann irgendwo im Weltraum, in einer fernen und meist besseren Zeit. Und natürlich mit Tuschflecken an den Klamotten, denn einige wollen ausprobieren, was sie noch nicht kennen und die gute alte Zeichenfeder gehört einfach dazu. Ihr ungewohnter Strich ändert jede Schrift, jede Geschichte und manchmal eben auch ein Hemd. Seitens der Mütter hoffe ich, dass das Staunen übers Büchlein den Ärger überdeckt … 

 Die Fantasie hat immer schon Flecken gemacht; ohne geht es nicht. Auch der Farben-, Pinsel- und Papierverbrauch fürs Schreiben, Malen und Leimen ist nicht von schlechten Eltern: zu viel, um ihn vom Kurshonorar zu bezahlen; ...]]></description><pubDate>Tue, 04 Oct 2022 22:06:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/erz228hlen-lernen-hei223t-die-welt-zu-228ndern</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-490]]></dc:identifier></item></channel></rss>