﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 00:53:36 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - August 2022</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2022-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2022-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst und Kultur als Zufluchtsort]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-und-kultur-als-zufluchtsort</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/476/ellikoehler.jpg" length="321501"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/476/images/ellikoehler-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Elli Köhler 

 Die letzten Jahre waren durchtränkt von einer Vielzahl an Krisen- und Ausnahmesituationen. Die Coronapandemie, das immer stärkere Bewusstsein der Dramatik der Klimakrise, Afghanistan, der Ukraine-Krieg, um nur einige der Beispiele zu nennen. Diese Nachrichten machen etwas mit uns. Als Ventil begann ich Gedichte und Texte im „Poetry-Slam-Stil“ zu schreiben. Diese Texte haben mir ein neues Mittel eröffnet, meine Gefühle, Sorgen und Forderungen in Worte zu fassen und ihnen somit auf künstlerischer Basis Raum zu verleihen. Sie für mich selbst zu verarbeiten, während ich tiefer in die Materie eintauchen und gleichzeitig auch versuchen konnte, andere Menschen durch Auftritte und Veröffentlichungen zu bewegen und zu sensibilisieren. 

   
Elli Köhler - Foto Köhler 

 Dies ist einer der Wege, auf welchem ich merke, wie wichtig Kunst und Kultur für mich persönlich, aber auch global gesehen als Sprachrohr und Verarbeitungsmöglichkeit sind. Erneut traf mich diese Erkenntnis, als im April vier ukrainische Schauspielerinnen zu uns, ins Theater meiner Eltern, kamen, dort lebten und ihr Stück einen Monat lang performten. Neben der sofort herrschenden familiären Atmosphäre zwischen uns und den Vieren war es unfassbar mit anzusehen, was dieses Stück, gefüllt mit ukrainischer Kultur, Leidenschaft und Herzblut, bei den hauptsächlich ukrainischen Gästen auslöste. Noch nie habe ich erlebt, wie sich so viele zuvor fremde Menschen nach gut zwei Stunden Theater mit Tränen in den Augen in den Armen lagen. 

 Es herrschte plötzlich wieder ein Gefühl von Zuhausesein. Von Heimat und Geborgenheit. Wieder einmal sah ich, was für einen Stellenwert und welche Relevanz Kunst haben kann, gerade in Extremsituationen. Kunst ist nicht nur ein Sprachrohr für politische Messages. Kunst verbindet von allein, automatisch und in einem kaum spürbaren Prozess, bis schließlich der überragende, zu Tränen rührende Effekt zu erkennen ist. Ein weiterer Aspekt, der mir in diesen ...]]></description><pubDate>Wed, 31 Aug 2022 06:25:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-und-kultur-als-zufluchtsort</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-476]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Einen gemeinsamen Weg gehen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/einen-gemeinsamen-weg-gehen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/469/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/469/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Flirrend-pulsierende Kunst- und Kultur-Wochenenden im August haben viele von uns in ihren Bann gezogen. Die Eindrücke schwingen nach, von beeindruckenden Formationen und Kunstsparten. Dazu gehört Erlebtes und auch nicht Erlebtes, Vernommenes, wie uns nicht nur die Sozialen Medien, sondern eindringlich auch Erzählungen vermitteln können. Angesichts der Weltlage und der uns alle alltäglich prägenden seelischen Verstimmungen und Dystopien, von denen Torsten Krug letzte Woche schrieb, ist es ermutigend, was Menschen miteinander erleben können. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Was flackert bei Ihnen und Euch im Erinnerungskarussell der letzten Wochenenden auf? Ganz frisch habe ich das leuchtend offene Zirkuszelt auf dem Utopiastadt-Campus vor mir, mit den Future Now-Festival, der zweiten Auflage des Frauenmusikfestivals um bekannte Kunstschaffende wie Gunda Gottschalk, Johanna-Yasirra Kluhs, Betty Schiel und viele mehr. Ihr so gelungenes Programm hätte kaum diverser sein können. Chapeau! Für mich verknüpft sich das einstellende Gefühl der Verbundenheit mit einem Szenario, das ich am Wochenende zuvor bei „Summer in the city“ vor der Färberei im Osten der Stadt teils selbst erlebte und mir davon vorgeschwärmt wurde: Tango, Milonga bis spät in die Nacht, tagsüber ein Junge, der loszog, um seine Familie aus dem Viertel rasch mal dazuzuholen, weil kurdische, seine Musik gespielt wurde, Julito, ein Startrompeter aus Kuba, marokkanische Klänge und ein bewegend diverses Publikum, mit und ohne Beeinträchtigungen, alle beieinander, ohne Begegnungsängste. Das fühlt sich nach einem spürbar gemeinsamen Weg an, den das empathisch-performative Zusammenwirken von Färberei und Mobile Oase einzigartig zu gehen vermag. 

 „Nur wer Träume hat, ist ein Realist“, brachte es Dezernent Stefan Kühn bei der Eröffnung vom beeindruckenden Bob-Campus am letzten Freitag auf den Punkt. Genau das braucht ein gemeinsamer Weg. Die Infrastruktur hat die ...]]></description><pubDate>Tue, 23 Aug 2022 20:54:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/einen-gemeinsamen-weg-gehen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-469]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Auf der Suche nach Sinn]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/auf-der-suche-nach-sinn</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/468/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/468/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Seit gut einem Jahr entwickeln und proben die Schauspielerin Silvia Munzón López und ich mit der inklusiven Theatergruppe „Bamboo“ ein Stück, das am 29. September in der Färberei seine Premiere haben soll. Ich schreibe bewusst „soll“, obwohl ich daran glaube, dass diese Aufführung stattfinden wird. Denn dieses Jahr Theaterarbeit war so durchwachsen wie die Gesamtlage: immer wieder fielen Proben für längere Zeit aus, waren unsere Spieler verunsichert, wurden krank, sprangen ab, kamen wieder. Für einige aus der Gruppe, die es gewohnt waren, nur im Sommerhalbjahr zu proben, war es eine Zeit lang zu dunkel: bei einsetzender Dunkelheit kamen sie nicht zur Probe. Zuletzt ist ein kleiner engagierter Haufen übrig geblieben – und, das ist die gute Nachricht, in seinen Möglichkeiten mächtig gewachsen: Spielerinnen, die früher eher in der zweiten Reihe standen, blühen jetzt auf und behaupten sich; zum ersten Mal arbeiten wir mehr mit geschriebenem Text, auch mit Film. Gleichwohl setzen wir nach wie vor auf das unnachahmliche Improvisationstalent dieser Gruppe. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Die letzten zwei Jahre haben bei ihnen, die in unserer Gesellschaft noch immer am Rand stehen, tiefe Spuren hinterlassen: depressive Verstimmungen zeigen sich, das gemeinsame Theaterspielen, der Austausch scheinen wichtiger, existenzieller denn je. Personalmangel bestimmt die Arbeit in ihren Wohngruppen, aus denen sie zu uns kommen – oder eben oft nicht zu uns kommen können: Transportfahrten fallen aus, Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung Fachkräfte zur Begleitung brauchen, können nach vielen Jahren „Bamboo“ nicht mehr teilnehmen, weil ihre Begleitung nicht abgedeckt werden kann. Und so thematisieren wir ebendiese Zeit in unserem Stück, tauchen manchmal ab ins Märchen, in den Dornröschen-Schlaf, aus dem es zu erwachen oder jemanden zu retten gilt. Unser Arbeitstitel: „Don‘t stop me now“. Utopie und Dystopie – die Visionen einer besseren ...]]></description><pubDate>Tue, 16 Aug 2022 20:18:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/auf-der-suche-nach-sinn</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-468]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst für eine bessere Welt: Bedeutung des Einzelnen verschwindet im Grundrauschen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-f252r-eine-bessere-welt-bedeutung-des-einzelnen-verschwindet-im-grundrauschen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/457/fnwk-tine-lowisch.jpg" length="76090"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/457/images/fnwk-tine-lowisch-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 In letzter Zeit häufen sich im Kunstbetrieb die Erzählungen von Menschen aus der zweiten Reihe. Es werden ganz langsam einzelne Stimmen lauter von helfenden Händen, von Assistenten, die wenigstens mit erwähnt werden wollen, und damit verliert die Idee, dass ein einzelner Mensch nur aus sich selbst heraus eine verfeinerte Wahrnehmung im Sinne einer Genialität entwickeln kann, immer mehr den Glanz. Wir leben in einer Zeit, in der nicht mehr nur Einzelne vermeintlich schöne Gesetzmäßigkeiten senden und viele diese, wie im Rausch beruhigt und dadurch gedankenlos, empfangen. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Der Glaube oder fast schon der Kult um die hohe Bedeutung der individuellen Kraft des Einzelnen oder einiger weniger Tonangebender versendet sich im Grundrauschen des aktuell Gleichzeitigen, in dem wir im andauernden Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit alle zusammen tragische Figuren in einer Komödie oder bald zu Tode amüsierte Komödianten in einem Trauerspiel sind. 

 Nur ein Beispiel: Der deutsche Papst räumt seine Fehler ein und kündigt! Selbst seine Unfehlbarkeit ist also nicht in Stein gemeißelt. Ich finde, mit dieser Erkenntnis kann man jetzt eigentlich erst richtig anfangen, an der Zukunft zu arbeiten. Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind auf diesem Weg der Kraftstoff für kulturübergreifende, interdisziplinäre, vielleicht sogar grenzüberschreitende Gruppenarbeit. Künstler in der zweiten Reihe versuchen das kollektive, künstlerische Arbeiten als Mittel der Durchsetzung ihrer Motive schon lange Zeit, und zum Glück werden große Ausstellungen von einzelnen Stars in großen Häusern immer seltener. 

 Es sei denn, man blickt zurück, vielleicht auf ein Lebenswerk. Renommierte Auszeichnungen und Kunstpreise gehen auch schon seit Jahren immer häufiger an spartenübergreifende, künstlerische Initiativen. Selbst das Kuratieren von großen Kunstereignissen findet mittlerweile offensichtlicher in gruppendynamischen ...]]></description><pubDate>Wed, 10 Aug 2022 07:30:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-f252r-eine-bessere-welt-bedeutung-des-einzelnen-verschwindet-im-grundrauschen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-457]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Mit Literatur und Philosophie umweltfreundlich weiterdenken]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/mit-literatur-und-philosophie-umweltfreundlich-weiterdenken</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/456/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/456/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von MC Graeff 

 Donnerkiel, wie schnell es geht… In einer Woche wird die Schule schon wieder begonnen haben: „Hefte raus, Klassenarbeit!“ Während die Raben sich nicht entscheiden können, welche Nacht auf dem Flughafen-Terminal sie als ihr schönstes Ferienerlebnis verkaufen können, stapeln sich am Horizont die dringlichsten Fragen der kommenden dunklen Saison: Wie kriegen wir diesmal den Glühwein heiß? Wird es am „black friday“ überhaupt noch Kohlen geben? Und woher kommt der Spruch „Noch ist Bohlen nicht verloren“? (Die Castings laufen bereits!) 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Schon jetzt werden die Fleecepullover knapp; das wird eine ganz famose finstere Zeit! – Doch halt, inmitten der gut begründeten Fragen zur Saison einer vielleicht ewigen Mitternacht sei gemahnt: Zuvor kommen mal der Rest- und der Spätsommer und dann noch der Herbst in all seinen Phasen dran. 

 Auch wenn unser großes Schiff der Träume auf der Geisterroute des grenzenlosen Wachstums längst leckgeschlagen ist, so schwimmt es doch noch. Und zum halbwegs kultivierten Untergang gehört es nun mal, ihm beim Volllaufen zuzuschauen, bis zuletzt über eine Rettung nachzudenken und Boote für die Kinder zu bauen. Ob wir damit heuer entscheidend weiterkommen, darf bezweifelt werden; momentan erscheint die Lernkurve so flach wie die Salzwüste von Utah. Dort läuft, wie seit über hundert Jahren, die „speed week“ – die Woche der Geschwindigkeitsrekordversuche. Wir haben nicht mal nichts gelernt… Hoffentlich schreiben die Kinder nicht bei uns ab. 

 Auch das Kulturleben beginnt sich wieder zu entfalten: Es werden allzu kurze Wochen sein, in denen vieles noch draußen oder bei geöffneten Fenstern stattfinden kann und Sie sollten sie nutzen. Vor allem die kleineren Orte wie beispielsweise der Kultursalon No. 10 von Felicitas Miller und Herbert Gerstberger in der Wichlinghauser Nornenstraße benötigen nun dringend Ihre Aufmerksamkeit. Am Mittwoch liest dort der Schriftsteller ...]]></description><pubDate>Tue, 02 Aug 2022 21:33:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/mit-literatur-und-philosophie-umweltfreundlich-weiterdenken</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-456]]></dc:identifier></item></channel></rss>