﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 17:20:08 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Die Erz&amp;auml;hlungen Wuppertals</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-erzaumlhlungen-wuppertals</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-erzaumlhlungen-wuppertals" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Erzählungen Wuppertals]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-erz228hlungen-wuppertals</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/438/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/438/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Neulich beim Klimagespräch im einst schönen Schauspielhaus meinte ein Teilnehmer in Bezug auf Wuppertal, diese Stadt habe keine eigene Erzählung. Meine Kollegin Tine Lowisch griff diesen Faden in ihrer Kolumne auf und spann ihn weiter im Sinne von: Diese Stadt hat viele Erzählungen, ist divers, und genau das macht ihren Charme und – ja – ihren Reichtum aus. Vielleicht meinte jener Satz aber auch: „Diese Stadt weiß nicht, was sie hat“. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Wenn in Karlsruhe, Freiburg oder, sagen wir, Bielefeld ein Weltstar wie Thomas Hampson mit dem dortigen Sinfonieorchester aufträte, fände sich in der lokalen Presse vermutlich eine halbe Seite Vorankündigung. In der WZ entdeckte ich eine kleine Notiz, deren letzter Satz lautete: „Es singt der Bariton Thomas Hampson“, mit anderen Worten: „Es singt ein Bariton“. Das entsprechende Konzert hatte Weltniveau, wurde allerdings von nur wenigen Wuppertalern wertgeschätzt – unsere Stadthalle ( „eine der schönsten Konzertsäle der Welt“,  so Hampson) war höchstens zur Hälfte gefüllt. Ähnlich erging es kurz darauf dem „Budapest Festival Orchestra“, welches mit Gustav Mahlers 1. Sinfonie eines seiner Paradestücke im Gepäck hatte und ebenfalls Weltniveau vor überschaubarem, überwiegend auswärtigem Publikum bot. Dies nur zwei Beispiele aus der sogenannten Hochkultur. 

 Im Grunde mag ich dieses Understatement ja. Da singt halt ein weltberühmter Bariton, was soll sein? Auf der Insel im Ada hatten wir auch mal eine interne Gesprächsrunde mit Tänzerinnen und Tänzern, bei der ich mir ausmalen konnte, wie sie als öffentliche Matinee in New York sicher eine Schar teuer zahlender Gäste angezogen hätte. Ich mag das, wie gesagt, es ist sympathisch (und ich mag es nicht, wenn teure Tickets nicht Wertschätzung, sondern Barrieren bedeuten). Dennoch fürchte ich, die Erzählung Wuppertals geht ungefähr so: Wir halten nicht viel auf uns (manchmal auch nicht so viel auf andere), sind ...]]></description><pubDate>Wed, 08 Jun 2022 21:34:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-erz228hlungen-wuppertals</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-438]]></dc:identifier></item></channel></rss>