﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 07 May 2026 12:01:52 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - M&amp;auml;rz 2023</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/maumlrz-2023</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/maumlrz-2023" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wann weicht sprühende Energie der Gleichgültigkeit?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wann-weicht-spr252hende-energie-der-gleichg252ltigkeit</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/580/dilarabaskinci.jpg" length="241468"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/580/images/dilarabaskinci-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Dilara Baskinci 

 „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widerspricht ihren Eltern, legt die Beine übereinander und tyrannisiert ihre Lehrer.“ Das soll der Philosoph Sokrates vor mehr als 2400 Jahren geschrieben haben, behauptete K. J. Freeman im Jahr 1907. 

   
Dilara Baskinci 

 Wie auch immer: Viel scheint sich in der Wahrnehmung der Erwachsenen seit der Antike nicht geändert zu haben. Noch heute schimpfen wir Betagteren über die Jungen, kritisieren sie, was das Zeug hält, machen sie verantwortlich für unangenehme Veränderungen unserer Bequemlichkeiten. Dass wir auch jung und unbequem waren, Dinge verändern wollten, vergessen wir dabei allzu leicht. „Die schlimme Jugend von heute“, die mit den „schlechten Manieren“, wächst jedoch in einer Welt auf, mit der wir und die vorigen Generationen viel zu achtlos umgegangen sind. Das Gewicht der Konsequenzen unserer Entscheidungen lastet auf ihren Schultern. Selbstverständlich können wir von ihr erwarten, dass sie für sich einsteht, dass sie die richtigen Entscheidungen trifft, dass sie unsere Welt zum Guten verändert. Doch was sind wir bereit, ihr im Gegenzug anzubieten? 

 Ich bin eine sogenannte Millenial. Ich wuchs zu einer Zeit auf, die – vergleichsweise – sorglos war. Eine Welt, in der wenig hinterfragt, wenig demonstriert wurde. Eine Welt, in der sich der Informationsfluss nicht in Lichtgeschwindigkeit-Glasfasern bediente. Handys waren die Ausnahme, nicht die Regel. Filme und Fotos zu machen, war mit erheblichem Aufwand verbunden. Auch ich denke mit nostalgischer Wehmut an diese Zeit zurück, wünsche mir ihre Leichtigkeit und vor allem Langsamkeit herbei. Ist jedoch meine romantisierte Sehnsucht danach Grund genug für eine kategorische Ablehnung der Jugend von heute und ihren eigenen Parametern? 

 Seit neun Jahren leite ich das Jugendtheater Close Up im Herzen Wuppertals mit. Unser Hauptquartier ist das wunderschöne Haus der Jugend Barmen. ...]]></description><pubDate>Tue, 28 Mar 2023 21:42:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wann-weicht-spr252hende-energie-der-gleichg252ltigkeit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-580]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Zeit für Gemeinwohl]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/zeit-f252r-gemeinwohl</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/577/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/577/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 „Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle, mit dem Fuß auf dem Gaspedal“: So benannte der UN-Generalsekretär António Guterres auf der Weltklimakonferenz die aktuelle Lage der Menschheit. Er verwies auf die Wahl, zusammenzuarbeiten oder zugrunde zu gehen, „solidarischer Klimavertrag“ versus „Vertrag zum kollektiven Selbstmord“. Wie kann ein wahrhaftes Zusammenrücken in dieser krassen Lage aussehen? Kürzlich in Bonn begegnete die Tagung „Erkundungen am Epochenrand I“ als kreatives Format dieser Frage. Zwei ähnlich große Nachhaltigkeitsstädte werden hier zum Tandem, denn Wuppertal soll nächste Station sein. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Zur großen Herausforderung am Epochenrand trafen sich zentrale Perspektiven: Landwirtschaft, Wirtschaft, Politik, Rechtsprechung und die Kunst, mit ihrer Sensibilisierung für (Selbst-)Wahrnehmung. Konkrete Erfahrungen zeigten, wie jenes Miteinander entstehen kann, das so dringend gefragt ist: Juristische Rechte für Flüsse, Gemeinwohlökonomie in mehr als 1000 Unternehmen: Wo wird Gemeinwohl nicht nur zur Formel, wie im politischen Duktus gern verwendet, sondern konkret gelebt? 

  Menschlichkeit und Werte leiden  

 In seiner letzten Kolumne verwies Torsten Krug auf nahende und bedrohliche Entwicklungen: Die Galeria Kaufhof schließt mit einem Aus für langjährige Mitarbeiter, sich ankündigender Leerstand inmitten der Stadt. Krankenhäuser kranken an dem Joch der Wirtschaftlichkeit. Menschlichkeit und Werte leiden. Dies zeigt uns drastisch und unheilvoll der Krieg in der Ukraine samt weltweitem Trend zum Rüstungsmarathon. Wo führt all das hin? 

 Kunst kann Gemeinwohl lebendig machen. Trostpflaster? Nein, am Wochenende machte dies „Vona“ greifbar, ein Abend mit sechs jungen, ausdrucksstarken Tänzerinnen aus der Ukraine, choreografiert von Tanztheater-Tänzer Rainer Behr. Leid wurde mir als Zuschauende in einer exzessiven Körperlichkeit spürbar, einem von Gemeinschaftlichkeit geprägten ...]]></description><pubDate>Tue, 21 Mar 2023 22:09:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/zeit-f252r-gemeinwohl</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-577]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Erlesene Welten entdecken – mitten in Wuppertal]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/erlesene-welten-entdecken-mitten-in-wuppertal</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/573/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/573/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Galeria Kaufhof in Elberfeld schließt im Januar kommenden Jahres. Den Krankenhäusern in Deutschland geht es existenziell schlecht. Nur zwei Nachrichten von vielen, allein in den letzten Tagen, die sich einreihen in die nüchterne Erzählung des Kapitalismus. Das Kaufhaus von heute steht im Internet. Das Krankenhaus der Gegenwart ist zu einem wirtschaftlichen Betrieb verkommen (man stelle sich nur einmal vor, die Feuerwehr oder die Polizei hätten Gewinne zu erwirtschaften und wählten die Bearbeitung von Notrufen nach deren Rentabilität aus). 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Zumindest, was den Kaufhof angeht, sind meine Frau und ich unschuldig. Kürzlich noch kauften wir dort unter anderem einen Wok – den besten, den wir je hatten. Zu Hause angekommen, bemerkten wir, dass er gar nicht abgerechnet worden war. Als meine Frau am nächsten Tag mit den Quittungen zum Kaufhof zurückging, um den Wok nachträglich zu bezahlen, erntete sie ungläubige wie respektvolle Blicke. 

 Doch eigentlich wollte ich über den guten alten Buchladen schreiben, der ja ähnlich vom Internethandel bedroht ist. Sie erinnern sich: Diese Räume mitten in einer Stadt (meist sind sie auf den Dörfern längst verschwunden), mit ganz eigener Akustik, gedämpft von Papier … Sowohl die inhabergeführten Buchläden als auch die Bibliotheken gehören für mich zur freien Kulturszene. Nicht selten veranstalten sie eigene Programme wie beispielsweise der Glücksbuchladen in Elberfeld, haben sie beratenden Anteil an Literaturfestivals wie der Wuppertaler Literatur Biennale. 

 Neulich las ich von einer Untersuchung, wonach uns bereits fünf Minuten Lesen in einem Buch beruhigten. Studien zeigen: Wer viel und lange liest, ist resilienter, zögert Demenzerkrankungen hinaus und kann sogar sein Leben verlängern. Als Grund dafür werden positive Veränderungen des Gehirns angenommen. Auch emotional werden wir reifer: In einer Studie stellten Forscher fest, dass Bücherleser mehr Empathie ...]]></description><pubDate>Wed, 15 Mar 2023 09:55:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/erlesene-welten-entdecken-mitten-in-wuppertal</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-573]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst am Bau als experimenteller Traumjob]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-am-bau-als-experimenteller-traumjob</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/568/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/568/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Seit Jahren bereiten mein Mann und ich uns in der Kunststation Wuppertal am Bahnhof Vohwinkel schon auf die Teilnahme an einem Kunstexperiment in Schweden vor. Auf das „Kunst am Bau“-Projekt: Eternal Employment (Festanstellung für die Ewigkeit), das die schwedische Stadt Göteborg in einem gemeinsamen Ideenwettbewerb mit ihrer Kunstbehörde und ihrer Verkehrsbehörde ausgewählt hat, um einen Bahnhof, der neu gebaut werden soll, künstlerisch zu gestalten. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Das Kunstprojekt des Künstler-Duos Simon Goldin und Jakob Senneby, das die Jury in Schweden überzeugt hat, bietet sehr viel mehr als Skulpturen, Wand- oder Lichtkunst. Es bietet eine Festanstellung bis ans Lebensende, an die keine Bedingung geknüpft ist, als ein gesellschaftliches Experiment. Das hört sich nach einem echten Traumjob an, der meiner Meinung nach nur von einem Künstler oder einer Künstlerin erledigt werden kann. Also nach einem Job, den wir in der Kunststation bereits leidenschaftlich testen. 

 Wir machen ihn bisher unentgeltlich, auch aus Dankbarkeit für das nachhaltige Vertrauen in das Fünf-Nischen-Projekt auf dem Bahnhofsvorplatz in Vohwinkel. Vielleicht haben wir uns ja, ohne es zu wissen, damit schon für diese Festanstellung fürs Irgendwastun in Schweden empfohlen. Und so auf eine Stelle beworben, die es, als wir mit unserer Kunststation in Vohwinkel starteten, als Konzept noch gar nicht gab. 

 Egal. Hauptsache, wir werden gefunden, denn gesucht wird ein Mensch, der sich bereitwillig zum Kunstobjekt machen lässt, mit der Zielsetzung, dass er das vorherrschende Verständnis von Wachstum, Fortschritt und Produktivität innovativ und humorvoll prüft und hinterfragt. Denn, um gut vorbereitet zu sein, sollte heute schon substanziell an der Frage gearbeitet werden: Wie geht der Mensch im Zuge der Digitalisierungsprozesse mit Freizeit um? Schon nächstes Jahr können wir uns offiziell auf diese Stelle des „ewigen ...]]></description><pubDate>Tue, 07 Mar 2023 22:03:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-am-bau-als-experimenteller-traumjob</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-568]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Frühlings Zerbrechen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/fr252hlings-zerbrechen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/566/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/566/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Einige Kolumnenlesende scherzen darüber, dass meine Versuche unvergeudeter Gedankengänge oft bei den Gartenvögeln beginnen. Auch heute gibt es allen Grund dazu, denn nach der Nachrichtentour durch unentwegt graue Bilderreihen voller Stahl, Trümmer und Leichensäcke war ein Blick auf die balzenden, Baumaterial suchenden Immerfröhlichen dringend nötig. Sie agieren so verschieden, wie sie singen: Die einen tüdeln wahllos durch die frostige Auslage des Staudengestrüpps, andere sortieren schöne gerade Stöckchen auf der Mauer, um sie dann doch einfach dort zu vergessen. Sie alle bauen daran, dass es weitergeht – mit ihnen und mit uns; der Frühling erwacht, der Menschenwelt zum Trotz. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Daran soll uns auch der zwölfte globale Klimastreik erinnern, der am 3. März (im Tal: 13 Uhr vorm Hauptbahnhof) stattfindet: Trotz der Ignoranz vieler Lobbyisten und Politiktreibender, trotz Handgreiflichkeiten von Privatpanzerfahrenden, trotz der rasant ansteigenden Zahl unvermeidbar am Zukunftsklima Sterbender arbeiten zahllose, meist junge Menschen – in Talkshows als Alarmisten verhöhnt – am natürlichen Drang, überleben zu wollen. Egal, ob man selbst alles auch so tun würde: Es geht darum, die völlig zerfetzte Situation inmitten von Weltverdruss, Bildungsmisere, boomender KI in Kunst und Krieg und eines durch die Waren- und Kulturwelt instrumentalisierten Greenwashings auszuhalten. Es gilt, das Aufwachsen einer von mächtigen Wänden aus Widersprüchen umstellten Meinung, die dem für immer beschwerten Alltag noch folgen mag, nicht vor der Zeit aufzugeben. 

 Von unvergleichbaren, jedoch ebenso undurchschaubaren Widersprüchen, vom Aushalten und Nichtanpassen sowie vom lebenslangen Diskurs darüber handeln auch drei Romane von Karl Otto Mühl, der vor zwei Wochen hundert Jahre alt geworden wäre. Es geht darin um seine Jugend, sein Mitlaufen und Widerstreben in der sämtliche Sinne bedeckenden Zeit der ...]]></description><pubDate>Tue, 28 Feb 2023 23:45:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/fr252hlings-zerbrechen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-566]]></dc:identifier></item></channel></rss>