﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 11:38:37 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Kultur als Spiegel der Selbstwirksamkeit</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kultur-als-spiegel-der-selbstwirksamkeit</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kultur-als-spiegel-der-selbstwirksamkeit" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur als Spiegel der Selbstwirksamkeit]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-als-spiegel-der-selbstwirksamkeit</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/896/torsten-krug.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/896/images/torsten-krug-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Vergangene Woche war ich wieder beim „Artist Diploma“ in Bochum, den Abschlussprüfungen des Studiengangs Schauspiel der renommieren Folkwang Universität der Künste. Das Besondere an diesen Vorspielen ist, dass die Studierenden nicht nur spielen, sondern alles – vom Text über die Inszenierung zur Beleuchtung und Musik – selbst machen. Diese kleinen großen Stücke der jungen Theaterschaffenden sind wie Seismografen für aktuelle gesellschaftliche Diskurse. Auffällig in diesem Jahr war für mich, dass alle Stücke vom absurden Theater geprägt schienen, größere Nähe zur Performance als zum Schauspiel aufwiesen und im Grunde alle – mehr oder weniger komisch – mit dem Weltuntergang spielten. Das ging mir ziemlich nahe. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Zuvor, auf dem Weg nach Bochum, hatte ich im Radio gehört, dass ein neuer Sheriff in der Stadt sei: „There is a new sheriff in town“, hatte der zweifelhafte Vizepräsident eines mächtigen, uns so prägenden Landes seine absurden Einlassungen auf der Münchner Sicherheitskonferenz begonnen, mir wurde schlecht. – Womit wir konfrontiert sind, ist nichts Geringeres als der Versuch einer Umwertung aller Werte. Vieles, womit wir aufgewachsen sind, soll rechtsdrehend in einem Strudel von Scheingegenwart verquirlt und entsorgt werden: Der größte Nationalsozialist war ein Kommunist – ein Narrativ der Rechten schon vor dessen Machtergreifung –, Faschisten von heute retten die Meinungsfreiheit und schaffen Frieden, und weltoffene Demokratien verbieten die freie Rede. In seinem soeben erschienenen Buch „Das deutsche demokratische Reich“ analysiert der Historiker Volker Weiß eben diese Methoden der kulturellen Kriegsführung. Die Umdeutung von Geschichte und die gezielte Zerstörung demokratischer Werte durch die extreme Rechte trifft weltweit offenbar auf Menschen, welche dieser Hirnwäsche nichts entgegenzusetzen haben, keine historischen Zusammenhänge herstellen, keinen Sinn für Komplexität entwickeln ...]]></description><pubDate>Tue, 18 Feb 2025 22:12:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-als-spiegel-der-selbstwirksamkeit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-896]]></dc:identifier></item></channel></rss>