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Einfach Mensch sein: Mit Kultur für eine gemeinschaftliche Zukunft

31. Januar 2024

Von Uta Atzpodien

„Einfach Mensch zu sein“ hieß es am letzten Samstag beim Ausklang der Premiere des „théâtre du pain“ auf der Bühne der ausverkauften Insel. Im wilden Tanz von Dada, Sinn und (Über-)Mut krönte der eher stille Song eine der letzten Szenen des Programms „Neues aus Samaschaß“. Der Abend mit Mateng Pollkläsener, Hans König und Wolfgang Suchner war voller Absurditäten, Wortgefechte und -witze, die viel Gelächter und gleichzeitig eigentümlich berührende Momente mit sich brachten. So eigenwillig sich Erlebnisse für jede und jeden verknüpfen können: Der Abend verband sich mir mit Worten des Vorabends. „Seid Menschen“ sagte Margot Friedländer in einem Tagesthemen-Interview, sie, die als 102 Jahre alte Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin unermüdlich mit vielen überwiegend jungen Menschen im Gespräch ist. Ihr, der ihr damals die eigene Identität, das Menschsein genommen wurde, klärt über die Verbrechen der Nationalsozialisten auf, eindringlich auch zum 27. Januar, dem internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des dritten Reichs.

Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl

Es ist ermutigend, wie viele Menschen an diesem Wochenende deutschlandweit wieder auf den Straßen waren, um gegen Rechtsextremismus und Rassismus und für ein friedliches, weltoffenes und demokratisches Zusammenleben zu demonstrieren. In öffentlichen Räumen, mitten in der Stadt, zeigen Menschen, Initiativen und Bündnisse solidarisch, wofür sie stehen. Das Empören und Aufstehen verbindet, Kulturorte führen Menschen zusammen: All sie prägen und verändern damit unsere Kultur. Am letzten Freitag war ich zum „Dinner for Future“ in die Färberei geladen, bei dem sich Engagierte aus über 35 Initiativen – bei beigesteuerten köstlichen Speisen – dazu austauschten, mit welchen Lösungen sie den Herausforderungen des Klimawandels und dem nahenden Klimakollaps begegnen. Zukunftsweisende Ansätze waren dabei: Permakulturhof, Ernährungsrat, Talbuddeln, Weben für Morgen und weitere. Ermutigt und zugleich traurig hinterließ mich der Abend: Eine Kollegin erwähnte ihre 18-jährige Tochter, die aufgewühlt, unsicher und besorgt darüber ist, in welche Zukunft sie hineinwächst.

Mehr Weitblick ist gefragt: In welcher Welt wollen wir wirklich leben? Wann und wie ziehen wir an einem Strang? Das frage ich mich besonders mit Blick auf die Politik unserer Stadt: Geht es um einzelne Interessen oder um Gemeinschaft? Konkret menschlich: Ist unser nächster Haushalt nachhaltig aufgestellt? Im August läuft beispielsweise das Förderprogramm aus, das den engagierten Klimamanagerinnen ermöglicht, in unsere Stadt hineinzuwirken. Wie sieht es mit der wichtigen kommunalen Wärmeplanung aus? Ist Kontinuität in relevanten Bereichen gewährleistet? Auch, damit die bisherige Arbeit nicht verpufft! Wie kommt es, dass eine international so renommierte Persönlichkeit wie unser Oberbürgermeister, der viele – auch mich persönlich in meinem künstlerischen Wirken für eine gesellschaftlich nachhaltige Entwicklung – enorm inspiriert hat, dass er sich in unserer Stadt jetzt als „Störfaktor“ fühlt? In die Verwaltung ist Bewegung gekommen. Insbesondere in der Politik brauchen wir jedoch eine gemeinschaftliche, gerne weiblichere Kultur.

Apropos Hand in Hand: Für verantwortliches Gestalten sind Kultur und (kulturelle) Bildung elementar. Jetzt heißt es, genau hinzuschauen: Was braucht eine menschliche, gemeinschaftliche und gemeinwohlorientierte Kultur in Wuppertal? Wie kann sie insbesondere für junge Menschen zukunftsfähig werden und mit Haltung Zuversicht geben

Antworten bitte an: kolumne@fnwk.de

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