﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 18 Apr 2026 22:15:16 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Mai 2025</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/mai-2025</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/mai-2025" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Einen Nachlass einzuordnen, erfordert Distanz und Hingabe]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/einen-nachlass-einzuordnen-erfordert-distanz-und-hingabe</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/955/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/955/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Die Kulturkolumne des Kollegen Max Christian Graeff vergangene Woche habe ich (wie immer) aufmerksam gelesen. Diesmal hat mich, unter anderem, die Idee über die Einrichtung einer Arbeitsstelle für das Zutagefördern und Verwerten von Rohstoffen aus Produkten der Kunst und Kultur zum Weiterdenken angeregt. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Wenn ich ihn richtig verstehe, geht es bei diesem „urban mining“ um die Wertigkeit künstlerischer Arbeit, im Hinblick auf die Wiederverwertbarkeit, der zuvor verwendeten Rohstoffe. Mal sehen … übertragen auf Wuppertal, müsste sich dann also vielleicht eine städtische oder eine institutionell geförderte und personell gut aufgestellte Aufbewahrungs- und Sichtungsstelle für künstlerische Nachlässe Wuppertaler Künstlerinnen und Künstler engagieren. Das ist tatsächlich mal eine wirklich gute Idee. 

 Aber auch eine sehr herausfordernde und verantwortungsvolle Aufgabe. Ich habe immer dafür plädiert, dass die Aufgabe, den Nachlass zu regeln, dem kunstschaffenden Menschen selbst zufällt. Denn, wenn es dafür aus vielerlei Gründen zu spät sein sollte, ist dies eine Beschäftigung mit Erinnerung, die die Nachkommenden nicht nur emotional oft überfordert. Einen künstlerischen Nachlass einzuordnen, erfordert professionelle Distanz bei gleichzeitig empathischer, altruistischer Hingabe. Für diese wichtige Arbeit brauchte es da vor allem kunstaffine Menschen, die aus meiner Sicht kaum eigene künstlerisch-produktive Ambitionen haben sollten. Und die sind hier bei uns in Wuppertal wirklich schwer zu finden. Dabei auf der Suche, weil oft auf dieses Thema angesprochen, bin ich übrigens dann immer wieder positiv überrascht, wenn sich in Gesprächen herausstellt, wer alles künstlerisch aktiv ist und war. 

 Für mich ist dieses Phänomen tatsächlich mit ein Grund, warum ich mich in Wuppertal mein Leben lang schon so wohl fühle. In anderen Städten gibt es natürlich auch jede Menge Künstler, aber wir haben ...]]></description><pubDate>Wed, 28 May 2025 22:22:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/einen-nachlass-einzuordnen-erfordert-distanz-und-hingabe</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-955]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die holde Kunst ist eine Kreislaufwirtschaft]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-holde-kunst-ist-eine-kreislaufwirtschaft</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/952/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/952/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Die Gelegenheit war zu verlockend, um die Nachricht nicht zu verbreiten: Ende letzter Woche ging es für mich Richtung Basel, denn am Samstag um 21 Uhr hatte mein Chanson-Duo Canaille du jour einen Auftritt in großer Halle. Nichts davon war gelogen, doch wer uns endlich in der Glitzerhölle des Eurovision Song Contest wähnte, ging in die Falle der Halbwahrheit. Während in Basel der Countertenor JJ den Glaspokal mit hohem Ton fast zum Zerspringen brachte, spielten wir in einer alten Fabrikhalle in Emmenbrücke zwischen großen Regalen und Tischen, auf denen ein ganzer Lebenslauf der Bild- und Objektkunst ausgebreitet lag. Das Atelier einer zu früh verstorbenen Künstlerin musste geleert werden; alle Gäste der Gedenkfeier konnten sich gegen einen Obolus an den Werken bedienen. Am Montag früh ging der Rest – etwa 98 Prozent – zwangsläufig in den Müll, zur Transformation in Energie. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Zeitgleich wurde noch das Werklager eines anderen toten Malerfreunds geleert, doch für seine teils großen Bilder fand die Familie mit Glück einen anderen Weg: Die Hochschule Luzern betreibt eine Arbeitsstelle für das „urban mining“ der Künste, also das Zutagefördern und Verwerten von Rohstoffen der Kunst und Kultur: Sie wird die Leinwände abspannen und zum Übermalen aufbereiten, die Keilrahmen und Latten für neue Werke bereitstellen und auch das Restmaterial, teures Papier, Farben und Stifte an bedürftige Studierende vermitteln. Auch hier in Wuppertal ist eine solche Sammel- und Arbeitsstelle in Planung, um nicht nur den ökologischen Fußabdruck der bildenden Kunst zu reduzieren und dem Nachwuchs nötiges Material zu verschaffen, sondern nebenbei auch einen kleinen Trost im unvermeidbaren Aufräumen der Kunsthalden unserer an Werken so reichen Stadt zu geben. 

 Viel mehr durch den Zufall eines großen Freundeskreises als durch irgendeine Absicht geriet ich in die Lage, mich helfend oder gar verantwortlich um ...]]></description><pubDate>Wed, 21 May 2025 16:28:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-holde-kunst-ist-eine-kreislaufwirtschaft</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-952]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst, Kultur und das Recht auf Widerspruch]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-kultur-und-das-recht-auf-widerspruch</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/947/katitrempler.jpg" length="112437"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/947/images/katitrempler-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Kati Trempler 

 Es gibt Worte, die sich wie ein glättender Film über die Wirklichkeit legen. Sie geben ein Versprechen: Miteinander, Diskurs, Vielfalt. Doch wenn ich mich umschaue, sehe ich, dass sie oft nur noch als Kulisse dienen. Die Bühne, auf der wir Kultur verhandeln, ist längst zur Arena geworden. Und während draußen die Algorithmen Menschenmassen mobilisieren, kämpfen drinnen die letzten Aufrechten um den Luxus, einander auszuhalten. Das bedeutet: Der Raum, in dem Menschen ihre unterschiedlichen Meinungen aushalten, muss aktiv geschaffen, gepflegt und regelrecht verteidigt werden. 

   
Kati Trempler - Foto: Trempler 

 Diese Kulturtechnik des Miteinanderauskommens scheint zu verkümmern – nicht nur auf der Straße, sondern auch im Parlament. Aus der Freude am Diskurs wird ein Kampf um das Erreichen einzelner Menschen, während Social Media schlicht alle erreicht. Mit lauten Informationen werden Menschen irritiert, verwirrt und vielleicht sogar von ihrer Haltung entfremdet – so sie denn eine hatten. 

 Was wir erleben, ist ganz klar: Je mehr Informationen wir uns ausgesetzt sehen, desto weniger wissen wir. Daraus wächst Unsicherheit, aber keinesfalls eine eigene Haltung, neues Wissen oder gar eine evidenzbasierte Überzeugung. Um es mit Eva Menasses Worten zu sagen: Es wächst blinde Skepsis, also eine Haltung gegen alles und jeden. 

 Es folgt eine irrationale Stimmung. Vertrauen sinkt. Experten gibt es nicht mehr. Wir mobilisieren Menschen, aber wir wissen nicht wohin. Vielleicht dorthin, wo es laut ist, wo es Stimmen braucht, weg vom ernsthaften Diskurs vis-à-vis. Doch was wollen die Menschen in einem Raum, der das Gesicht des Gegenübers anonymisiert. Es ist ein Raum, in dem hemmungslos kritisiert werden kann – denn im Zweifelsfall kann nichts passieren. Eine kritische Nachfrage stört nicht, denn ich schalte im Ernstfall einfach das Handy aus. 

 Aber wie wäre es, wieder zusammenzukommen – in einen echten Raum mit Sofas und Holzfußboden. ...]]></description><pubDate>Tue, 13 May 2025 20:33:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-kultur-und-das-recht-auf-widerspruch</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-947]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Freiräume zum Aushandeln von Gegensätzen und Gemeinsamkeit]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/freiraeume-zum-aushandeln-von-gegensaetzen-und-gemeinsamkeit</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/946/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/946/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 „Mutig, stark, beherzt“: Von einer riesigen Bühne aus umarmte dieser Song beim Evangelischen Kirchentag 80 000 Teilnehmende. Die ausgelassene Atmosphäre schwappte von Hannover bis nach Wuppertal. Als legendäre Zusammenkunft verband sie die Frage, wie politisch Kirche sein darf. Auf der anderen Seite des Ozeans fand derweil ein riesiges Lady Gaga-Konzert statt, das mit freiem Eintritt 2,4 Millionen Menschen, jeglicher sozialer Herkunft, friedvoll und sichtlich berührt auf dem Copacabana-Strand in Rio de Janeiro zusammenführte. Wie Balsam legten sich solche Eindrücke von gemeinschaftlicher Glückseligkeit auf die ansonsten schon zur Gewohnheit gewordenen grausam-zermürbenden Nachrichten von Kriegen und Regierungen, die sich – demokratisch gewählt – so bizarr wie klar von demokratischen Grundwerten verabschieden. Auch hierzulande heißt es, wachsam auf die Werte zu blicken, die uns zusammenhalten. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Utopiastadt ist seit vielen Jahren ein Ort in Wuppertal, der sich als Demokratielabor engagiert, mit Ambitionen, mit Mut für Experimente und mit Wirkung. Am monatlichen Sonntag der offenen Tür wurde nach einer Podiumsdiskussion das Gespräch im Hutmacher fortgesetzt: Langer Atem ist gefragt bei solchen Aushandlungsprozessen, konkretes Handeln verbunden mit respektvollen Dialogen für gemeinsame Perspektiven. Umso dringlicher ist gerade jetzt, solche Trainingslager für ein Miteinander und Füreinander mitten in der Gesellschaft zu ermöglichen. Häufig sind es Kulturorte, die wertvolle Räume dafür öffnen, um unsere freiheitliche Grundordnung wach und lebendig zu halten. 

 Am Beispiel Berlin zeichnet sich alarmierend ab, was passiert, wenn der rote Stift genau da angesetzt wird. Das Kultursterben ist bereits im vollen Gang. Bundesweit sorgt derweil die Ernennung des Staatssekretärs für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, für tiefe Beunruhigung. Als Medienvertreter hat er sich mit seinem „konservativen ...]]></description><pubDate>Wed, 07 May 2025 06:20:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/freiraeume-zum-aushandeln-von-gegensaetzen-und-gemeinsamkeit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-946]]></dc:identifier></item></channel></rss>