﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 11:16:50 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Die Zukunft bleibt unversicherbar</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-zukunft-bleibt-unversicherbar</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-zukunft-bleibt-unversicherbar" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Zukunft bleibt unversicherbar]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-zukunft-bleibt-unversicherbar</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1085/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1085/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Begonnen wurden diese Zeilen hinter einem anderen Fenster, mit einem Blick in ein anderes nasses Grau, hinaus zu anderen Vögeln: Alles war anders und mir doch vertraut. Lange hatte ich einst in Luzern gelebt, und so kenne ich sie gut, die im dortigen Dialekt schimpfenden Amseln, die Minijodler der Buchfinken und die zeternden Möwen am See. Es war nun keine Urlaubsreise: Ich hatte – wie schon seit 15 Jahren – die Lesebühne im Literaturlokal Loge zu moderieren und für die Pause einen großen Topf „Grah“ zu kochen, zu dem die helvetischen Carnivoren noch angeschmorte Rädchen von Bergischer Kottenwurst bekamen. 

   
Max Christian Graeff - Foto C. Paravicini 

 Der Abend kam dank gut gelaunter Bühnengäste prima an, wobei mehrere Besucher meinten, er habe ihnen „einfach nur gutgetan“. Politische Texte als Slam Poetry, Chansons und Albernheiten, welche die schwer begreifliche Wirklichkeit durch poetische Umformulierung und Auslegung neu erschlossen; eine mit den Enzymen der Literatur und der Musik versehene Realitätsverarbeitung, gemeinsam erlebt mit Bar und Pausentopf. Ein Gegengewicht zur allein zu Hause konsumierten hässlichen Nachrichtenwelt. 

 Das gibt es auch in Wuppertal, und hier wie dort wurde das Publikum deutlich spärlicher, trotz der sozusagen heilenden Wirkung des gemeinsamen Schauens und Hörens, des Lachens im Saal, der immer neuen Weltbetrachtungen und vor allem: trotz all der Gespräche, die jenseits von Kunstleistungen den Wert der freien Kulturszene ausmachen. Die Zunahme des schweigenden Verkriechens im solitären Medienkonsum – vor allem auch in der ersten Lebenshälfte – ist keine Vermutung, sondern Wissen – und wirtschaftlich evaluiert. Das lasen wir seit der Pandemie zu Genüge, auch an dieser Stelle; es ändert wenig. Dabei benötigen wir zum Rausgehen ins Unbequeme, zum Agieren zwischen Generationen, zur Suche nach Erkenntnis inmitten diverser Ansichten nur die alte Lust auf Unerwartetes und den Mut, Situationen ...]]></description><pubDate>Wed, 28 Jan 2026 17:01:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-zukunft-bleibt-unversicherbar</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1085]]></dc:identifier></item></channel></rss>