﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 03:27:46 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Künstler werden ist nicht schwer, Künstler bleiben aber sehr</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/künstler-werden-ist-nicht-schwer-künstler-bleiben-aber-sehr</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/künstler-werden-ist-nicht-schwer-künstler-bleiben-aber-sehr" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Künstler werden ist nicht schwer, Künstler bleiben aber sehr]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kuenstler-werden-ist-nicht-schwer-kuenstler-bleiben-aber-sehr</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1103/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1103/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Wieder tobt ein Frühling und wieder blüht ein Krieg. Der eine wird in drei Monaten ein Sommer sein, vom anderen haben wir wenig zu ahnen. Auch jenen gibt es schon ewig; wir Menschen schufen ihn und verändern ihn beständig. Beide werden seit jeher besungen und in Zeilen gebannt. Der unbekannt gebliebene Dichter Georg Ott schrieb einst für die Wuppertaler Künstlergruppe „Der Turm“: „O Welt, die Kirche brennt! Die Türme leer, die Straßen von Flammen gestürzt, der Platz rast wie ein Tier, die hohen Fenster neigen sich: Das kann ich zeichnen. Der hellblaue Himmel, der Rauch das Feuer. Endlich ziellose Menschen!“ 80 Jahre später klingt dies nutzlos, fast romantisch verklärt, doch jeder schreibende Mensch muss auf der Höhe seiner Zeit nach dem Ausdruck suchen, der das Unfassbare erzählbar macht. Oder er fällt inmitten dieser Anstrengung ins Schweigen. 

   
Max Christian Graeff- Foto: C. Paravicini 

 Viele vergangene Kriege waren in aller Grausamkeit noch berechenbar. Die Bilder der heutigen sind anders und blutleer; sie überfordern unser Wahrnehmen voll und ganz. Drohnen, Splitterbomben, Phosphor, Minen markieren die Länder einer neuen Welt. Präzisionsschläge mit „Irrtümern“, hybride Taktiken, Wirtschaftsterror, die Lüge der Wahrheit und Wahrheit der Lüge … Unser Schulterzucken über die eigene Wirkungslosigkeit, das Verstummen der noch als möglich gelernten Menschlichkeit im Kleinsten wie im Großen, das Verdampfen pazifistischer Ideale in den Sperrfeuern der Meinungskämpfe – gegen den Krieg zu sein, bedeutete noch nie ein friedliches Leben. Der Krieg steckt in jedem von uns und treibt uns auf individuelle Weise auseinander und in die eskalierende Rechthaberei jenseits aller philosophischen und künstlerischen Ergründungen, die uns helfen könnten, sicheren Stand zu finden. 

 In den Bugwellen der Desorientierung stehen sämtliche Oberflächen der Künste – ob institutionalisiert oder frei –, und im Umfeld die Bildungs-, Glaubens- und ...]]></description><pubDate>Tue, 10 Mar 2026 23:07:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kuenstler-werden-ist-nicht-schwer-kuenstler-bleiben-aber-sehr</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1103]]></dc:identifier></item></channel></rss>