﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 11 Apr 2026 18:19:16 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Kultur: Brotlose Spiele?</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kultur-brotlose-spiele</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kultur-brotlose-spiele" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur: Brotlose Spiele?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-brotlose-spiele</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/984/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/984/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 In den Monaten vor den Kommunalwahlen ist hier und da von der Kultur die Rede. Kunststück, gilt sie doch als Aushängeschild, manchen sogar als Motor des in Transformation begriffenen Tals, als lokaler Glanz, der bis in die bundesweite Berichterstattung strahlt. Auch die WZ bringt bis zu den Wahlen eine neue Reihe, in der Positionen der freien Kultur porträtiert werden. Das ist ein guter Impuls. Im eröffnenden Text taucht gleich zweimal der Begriff „brotlos“ auf, eine beinahe reflexartig zugeschriebene Eigenschaft der Kunst, welche sie wohl adeln soll: Wenn man mit ihr reich würde, würde es ja jeder machen wollen. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Johann Peter Hebels Kalendergeschichte „Brotlose Kunst“ erzählt von einem „Tagedieb“: Während „ehrliche Eltern und Kinder allerorten etwas Nützliches arbeiten und ihr Brot mit Ehren verdienen“, hat dieser sich in der Kunst geübt, „in einer ziemlich großen Entfernung durch ein Nadelöhr kleine Linsen zu werfen. Das war eine brotlose Kunst. Doch lief es auch nicht ganz leer ab. Denn als der Linsenschütz unter anderem nach Rom kam, ließ er sich auch vor dem Papst sehen, der sonst ein großer Freund von seltsamen Künsten war, hoffte, ein hübsches Stück Geld von ihm zu bekommen, und machte schon ein paar wunderliche Augen, als der Schatzmeister des Heiligen Vaters mit einem Säcklein auf ihn zuging, und bückte sich entsetzlich tief, als ihm der Schatzmeister das ganze Säcklein anbot. – Allein was war darin? Ein halber Becher Linsen, die ihm der weise Papst, zur Belohnung und Aufmunterung seines Fleißes, übermachen ließ, damit er sich seiner Kunst noch ferner üben und immer größere Fortschritte darin machen könnte.“ 

 Ähnlich scheint es bis heute im öffentlichen Bewusstsein um die Kunst zu stehen. Auch die WZ spricht von „brotlosen Leidenschaften“ und möchte der Frage nachspüren, warum Künstlerinnen und Künstler „trotz allem das tun, was sie tun, und nicht längst einen Brotjob angenommen ...]]></description><pubDate>Wed, 13 Aug 2025 14:42:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-brotlose-spiele</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-984]]></dc:identifier></item></channel></rss>