﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 02 May 2026 05:25:10 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Die toten Augen von Wuppertal</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-toten-augen-von-wuppertal-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-toten-augen-von-wuppertal-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die toten Augen von Wuppertal]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-toten-augen-von-wuppertal</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/744/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/744/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Beim endlich wieder vollzogenen Wupperputz zeigten 2500 Menschen, dass sie den täglichen Blick auf die Lebensmüllader unserer Stadt leid waren. Ein Vielfaches der zehn Tonnen Schrott und Plastik liegt uns allein im Fluss noch vor Augen. Die Berge der Konsumabfälle, von jedermann scheinbar stolz im öffentlichen Kulturraum präsentiert, gehören seit jeher zur lokalen Mentalität. Räumt man mal selbst vor der Haustür auf, bleibt bald ein älterer Ureinwohner stehen und kallt: „Lass liegen, is’ doch Müll!“ Leichter lässt sich nicht feststellen, dass die kürzlich auch von Jochen Rausch geschilderte Vermüllung unserer Flächen und Gemüter kein modisches Phänomen gewisser sozialer Gruppen, sondern tief in die DNA der Stadtmoderne eingeschrieben ist: Die zwangsläufigen Folgen des Daseins in dieser überreichen Ausnahmestadt haben uns immer schon überfordert. Das gedankenlose Genöle über „Schandflecke“, lächerliche Bänke oder die lästige Stadtarchäologie gehört dabei mit zu dieser Lebensfeindlichkeit. Wiederentdeckte Geschichte ist nie ein Problem, sondern stets Teil einer Lösung. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Auch Slogans, Marketingmaßnahmen und Zukunftsprogramme gehören seit Jahrzehnten zum Stadtbild. Je ernster sie gemeint sind, desto stärker karikieren sie die realen Zustände. Dass Wuppertal „leuchtet“, zeugt von der traditionellen Sehnsucht nach dem Emporstrebenden, Hehren und Erfolgreichen, während uns der Blick auf die Erdgeschosse schon lange abhandenkam. Der Zustand der sozialen Räume für den Langsamverkehr, für Fußgängerinnen, Flaneure, Stadtlesende, Sehnsüchtige, kurz: Für Menschen, die sich für andere Menschen interessieren, offenbart das erbarmungslose Desinteresse am Wohlbefinden der „Menschen auf der Straße“. Verrammelte Erdgeschosse, blutleere Ladenlöcher, Konsumruinen, Granitplattensockel, verwahrloste urbane Intimzonen und rottende Gemeinplätze künden vom stadtkulturellen Krisengebiet. „Gehen Sie weiter; ...]]></description><pubDate>Tue, 19 Mar 2024 22:57:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-toten-augen-von-wuppertal</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-744]]></dc:identifier></item></channel></rss>