﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 05:24:56 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Ver&amp;auml;ndern hei&amp;szlig;t, nicht aufzugeben</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/veraumlndern-heiszligt-nicht-aufzugeben</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/veraumlndern-heiszligt-nicht-aufzugeben" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Verändern heißt, nicht aufzugeben]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ver228ndern-hei223t-nicht-aufzugeben</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/641/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/641/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Tine Lowisch 

 Eine Feministin, eine Muslima, ein Lehrer, ein Arbeiterkind, eine transgeschlechtliche Person: Das waren fünf der „menschlichen Bücher“, die bei der „Human Library“ im März dieses Jahres – dieses Mal in Hamburg – mitsamt ihrer Lebensgeschichte zum „Verleih“ standen. Ursprünglich stammt das künstlerische Konzept dieser lebendigen Bibliothek aus Dänemark. Der Impuls der mittlerweile seit 23 Jahren weltweit durchgeführten Veranstaltungen ist bis heute gleichgeblieben: Menschen, die bereitwillig ihre Lebensgeschichte erzählen, lassen sich für eine halbe Stunde zum öffentlichen Gespräch als „menschliche Bücher“ ausleihen. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Mittlerweile ist diese zur gemeinnützigen Organisation herangewachsene Idee mit ihrem Human-Library-Format in mehr als 80 Ländern aktiv. Die Freiwilligen, die sich zum Gespräch ausleihen lassen, tragen bei den Treffen T-Shirts mit der Aufschrift „Unjudge someone“, also in etwa „Enturteile jemanden“. Es geht darum, in persönlich geführten Gesprächen und trotzdem öffentlich wirksam, Vorurteile abzubauen. Die Kombination einer zutiefst menschlichen Geste als Grundgedanke mit Eventcharakter also, ein Beispiel für wunderbare Kunstarbeit, wie ich finde. Denn erst, wenn wir kommunizieren, wenn wir hören, sehen und fühlen, erkennen wir Fehler und ertragen sie oder genießen Erfolge und/oder bemerken die Grautöne dazwischen. 

 Erst in Gesprächen auf Augenhöhe kann man also versuchen, sich immer wieder neu das Wohlwollen der anderen und damit das eigene Überleben zu sichern und es schaffen, sich in der Gegenwart immer wieder neu zu verankern. Heißt aber auch: Wenn Kommunikation fehlt, passieren Fehler. Ich werde in den letzten Tagen, seit bekannt geworden ist, dass wir unsere Kunsträume im Bahnhof Vohwinkel bald verlassen werden und wir unser gemeinwohlorientiertes Projekt, die Kunststation Wuppertal, an anderer Stelle weiterführen wollen, zum Beispiel oft gefragt, warum wir aufgeben? ...]]></description><pubDate>Wed, 30 Aug 2023 08:24:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ver228ndern-hei223t-nicht-aufzugeben</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-641]]></dc:identifier></item></channel></rss>