﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 05:23:09 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Geschichten, die bewegen</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/geschichten-die-bewegen-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/geschichten-die-bewegen-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Geschichten, die bewegen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/geschichten-die-bewegen</link><description><![CDATA[ Von Uta Atzpodien 

 Woher weht der Wind? Als fulminanter Meister des Erzählens zog uns am letzten Freitag der österreichische Übersetzer, Lyriker und Schriftsteller Raoul Schrott in seinen Bann, als er uns im Café Ada im „Literatur auf der Insel“-Gespräch auf eine Reise mitnahm. „Eine Geschichte des Windes oder von dem deutschen Kanonier, der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal“ lautet der ellenlange Titel seines jüngsten Buches: Ein Schelmenroman ist es. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 In einer barocken Sprache voller Wissen, Bilder und Lebensweisheiten dreht sich die Geschichte kaum um den in der Weltgeschichte häufig als Held gefeierten Seemann Ferdinand Magellan, sondern um den naiven, zugleich wachen und überaus zähen Hannes aus Aachen, den Juan Alemán, einen kleinen Mann. Intrigen, Meutereien, Hungersnöte, barbarisch-grausige Momente übersteht er in jenen Anfängen der von Gier getriebenen Kolonialisierung, in denen sich schon früh abzeichnete, was heute vielerorts unsere globalisierte Welt noch prägt, die Ausbeutung. 

 Den Ada-Abend haben nicht nur die Sprachkraft, die hingebungsvolle Erzähllust Raoul Schrotts und sein Charisma für uns alle zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Kleine, berührende Aha-Momente klingen nach, menschliche Erfahrungen, Einsichten und Perspektiven tragen dazu bei, über Kunst dem Leben auf die Spur zu kommen. 

 Ich nehme mit: Um aus der Vergangenheit oder auch Gegenwart zu lernen und hinter die Kulissen zu blicken, helfen Geschichten, bewegen, beflügeln, decken auf, stellen in Frage. Diese Geschichten gehören zum Leben dazu. Doch wer erzählt sie – und wie; wer reicht sie weiter? Häufig ist es die Kunst, die sie entdeckt, aufgreift, neu erfindet. Manchmal sind die gesellschaftlichen Gefüge eingefahren und verkrustet, dann kann Kunst mit ihrem Perspektivwechsel etwas bewegen. Die Künstlerfilme von Michael Baudenbacher, kürzlich in der grölle pass projects-Galerie zu ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 23:01:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/geschichten-die-bewegen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-111]]></dc:identifier></item></channel></rss>