﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sun, 19 Apr 2026 00:16:59 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Der Kultur ein Zuhause</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-kultur-ein-zuhause-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-kultur-ein-zuhause-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Der Kultur ein Zuhause]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/der-kultur-ein-zuhause</link><description><![CDATA[ Von Torsten Krug 

 Wir kennen die Bilder aus Zeiten Franz Schuberts, auf denen ein illustrer Kreis von Damen und Herren, um einen Flügel gedrängt, andächtig einer Sängerin oder einem Dichter lauscht. Schubert selbst hat seine Lieder nie in einem größeren Konzertsaal gehört. Das war nicht der rechte Ort für diese intimen Äußerungen, das Hammerklavier gab die Lautstärke dafür auch gar nicht her. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 200 Jahre später: Private Haushalte als wichtige Orte des Kulturlebens scheinen keine große Rolle zu spielen. Das moderne Zuhause – Obacht: Klischee – definiert sich über den Halbkreis vor dem Fernseher. Man will seine Ruhe haben, das Berufsleben ist schließlich anstrengend genug. Warum nur begegnet mir wieder allerorten kulturelles Engagement in den eigenen vier Wänden? 

 Beispiel Dortmund: Der Geigenbauer Bley & Sohn hat eine verwunschene Werkstatt im Erdgeschoss eines schönen Altbaus. In der ersten Etage befindet sich seine Wohnung, in die er seit Jahren jeden (!) Sonntag zum Konzert einlädt. Anmeldung empfiehlt sich, oft ist sein Wohnzimmer ausgebucht. Möchte man als Musiker dort auftreten, muss man lange im voraus einen Termin erfragen. Alle wollen sie dort spielen. Finanziell ist es nicht attraktiv: Die Gäste geben, was sie möchten oder können. Doch die Nähe zum Publikum, das bildschöne Interieur und die Gespräche im Anschluss wirken belebend. Beispiel Wuppertal: Seit einigen Monaten betreiben Herbert Gerstberger und Felicitas Miller ihren „Kultursalon Nr. 10“ in ihrem großräumigen Wohn-, Koch- und Esszimmer im Osten der Stadt. Man kann dort Gespräche über Quantenphysik, philosophische Stunden mit Andreas Steffens, historische Vorträge, Lesungen, Konzerte und sogar Theateraufführungen erleben. Jeder kann kommen. Dennoch ergibt sich automatisch ein Gefühl von Zugehörigkeit zu einem Kreis. Infos dazu finden sich im Netz. 

 Vereine verzeichnen Zuwachs. Initiativen wie die Kreuzkirche, „Der Berg liest“, Urban ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 22:58:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/der-kultur-ein-zuhause</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-110]]></dc:identifier></item></channel></rss>