﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 13 Mar 2026 13:57:19 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Das Kind unter dem Tisch</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/das-kind-unter-dem-tisch</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/das-kind-unter-dem-tisch" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Das Kind unter dem Tisch]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/das-kind-unter-dem-tisch</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/932/arminalic.jpg" length="220235"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/932/images/arminalic-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Armin Alić 

 Ab dem Alter von drei Jahren lag ich häufig unter dem Tisch im Wohnzimmer meiner Eltern. Dies ist eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen. Ich lauschte der Musik, die aus dem Plattenspieler kam. Es war der Anfang meiner Reise in die Musik – zunächst als Leidenschaft, später als Lebensweg und Beruf. Machen Kinder in der heutigen Zeit noch solche Erfahrungen? Eine schwierig zu beantwortende Frage. 

   
Armin Alić - Foto: Anna Schwartz 

 Das Format eines Albums, zumal in physischer Form, ist leider kaum noch relevant. Anstatt LPs und CDs zu kaufen, streamen wir. Die Vergütungsmodelle von Spotify und dergleichen sind nicht nur unfair, sie sind ausbeuterisch. Selbst bei Millionen Streams bleiben den Künstlern oft nur Centbeträge. Es wird mit Streaming sehr viel Geld umgesetzt, es landet nur nicht bei denen, durch deren Musik es generiert wird. 

 Das Konsumverhalten der Musikfans hat sich auch geändert. Die Aufmerksamkeitsspanne junger Menschen ist erschreckend kurz. Die Zeit und Lust, in ein Album „einzutauchen“, ist kaum noch vorhanden. Stattdessen hört man in Form von Playlisten Singles, also einzelne Songs. Oftmals, ohne überhaupt zu wissen, von wem diese geschrieben oder dargeboten wurden. Auf die Arbeit von Musikschaffenden haben diese Entwicklungen desolate Auswirkungen. 

 Viele können es sich schlicht nicht mehr leisten, Alben zu produzieren. Also passen sie sich der Situation an und machen nur noch Singles. Der kreative Prozess wird zur Denksportaufgabe, Kalkulation und Blick auf das Konto sind wichtiger als die freie künstlerische Entfaltung. Sehr oft steht sogar an erster Stelle, dass das Ergebnis Algorithmen-tauglich sein muss. Der Verlust der künstlerischen Integrität und der Freiheit uneingeschränkter Kreativität sind der wahre Preis, den wir alle zahlen. 

 Mit dem Album stirbt eine Kunstform: ein musikalisches Werk, das erzählt, überrascht, sich entfaltet – wie ein Film, ein Roman. Stellen Sie sich vor, es gäbe nur ...]]></description><pubDate>Wed, 09 Apr 2025 15:37:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/das-kind-unter-dem-tisch</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-932]]></dc:identifier></item></channel></rss>