﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 11 Apr 2026 16:55:08 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - August 2018</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2018-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2018-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Jeder Lösung geht eine Fragestellung voraus]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/jeder-l246sung-geht-eine-fragestellung-voraus</link><description><![CDATA[ Hat noch jemand irgendwelche Fragen? Denn tatsächlich geht grundsätzlich jeder Lösung eine Fragestellung voraus, wenn es für alle gut werden soll. Ich bin in letzter Zeit oft gefragt worden, was ich genau meine, wenn ich zum Beispiel von signifikanten Unverhältnismäßigkeiten spreche oder ich mir mehr Identifikationswillen mit der eigenen Stadt und überhaupt bei so vielen Themen einen Wandel wünsche. Einmal ergab sich daraus sogar eine freie Fahrt. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Der Taxifahrer hielt, ohne, dass ich ihn gerufen hätte und bat mich ein Stück mitzufahren, weil er unbedingt wissen wollte, was ich mit Kippmomenten meine. Ich erzählte ihm vom schweren Felsbrocken am Strand, der langsam und unaufhörlich über lange Zeiträume unterspült wird und die Landung einer Fliege an einer neuralgischen Stelle ausreichen kann, den Brocken kippen zu lassen. So ergab sich eine unerwartete, sehr interessante Leerfahrt - ein intensives Gespräch mit einem ehemaligen Laienprediger, dessen Beobachtungen und Gedanken mich inspiriert haben. So ein Taxifahrer bekommt viel mit. Und nun zu anderen netten Menschen. Die Einen gehen, die Anderen kommen. Wenn am Mittwoch Monika Heigermoser, die zehn Jahre lang die Leitung des Kulturbüros unserer Stadt inne hatte, persönlich einlädt, um sich in ihren wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden, feiern wir eine äußert kompetente Frau mit viel Übersicht und Herz für die in Wuppertal lebenden, freischaffenden Künstler. Das Format des Viertelklangs zum Beispiel, das mittlerweile auf das Bergische Städtedreieck ausgeweitet ist, haben wir ihrer Vorstellungskraft zu verdanken. Und so hoffe ich, dass Du liebe Monika, an Deinem ersten Tag in Freiheit, am 1. September kurz bei uns in Vohwinkel vorbeischaust. Vielleicht begleitet Dich ja Deine Nachfolgerin Bettina Paust an diesem Tag, an dem darüberhinaus so viele weitere Angebote in die Kulturlandschaft der gesamten Stadt locken. 

 Ich selber habe übrigens für diesen ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:38:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/jeder-l246sung-geht-eine-fragestellung-voraus</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-42]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wie wir (uns durch) Stadt und Welt bewegen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wie-wir-uns-durch-stadt-und-welt-bewegen</link><description><![CDATA[ Am Mirker Bahnhof steht ein großer Pfeiler mit Schildern in alle Himmelsrichtungen. Die Namen der Partnerstädte Wuppertals lese ich und wieviel Kilometer weit die Orte von Wuppertal in die weite Welt entfernt liegen. Der „Grüne Weg e.V.“ hat sie hier aufgestellt. Engagierte Menschen haben eine Kultur von Reiselust, Austausch und Fahrrad-Mobilität etabliert. Seit über zwanzig Jahren organisieren sie Fahrradtouren von einer Stadt zur nächsten. Als Mitveranstalter unterstützt der „Grüne Weg“ lokal die Programmreihe „Landpartien per Rad“, die sich die börse ausgedacht hat. In seiner Kolumne vor zwei Wochen hat Torsten Krug auf die Reihe „Anders leben mit Kultur“ aufmerksam gemacht. Wie ich es im Leben liebe: Persönliche Empfehlungen weisen Wege. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Am letzten Samstag führte uns die erste Landpartie über die Nordbahntrasse zum „Gut zur Linden“ am Rande von Vohwinkel. Ein in den letzten Wochen häufig gefühltes Spannungsfeld begleitete mich: Der Sommer neckt weiter mit seinem blauem Himmel, Sonne und tollen Lichtstimmungen. Gleichzeitig ächzt die Natur, verdorren Wiesen und Pflanzen, und von einigen Höfen ist zu hören, dass mangels Futter Tiere notgeschlachtet werden. Auf der gemeinsamen Fahrt zum „Gut zur Linden“ entspinnen sich tolle Gespräche. Wie sieht eine konventionelle und zugleich engagierte Landwirtschaft vor den Toren der Stadt aus? Es ist ein Familienunternehmen mit Hofladen, Ochsenviehzucht, Dinkel-Freilandeiern, Selbstpflückgärten und der Gartenlust. Letztere steht für zu verpachtende 50 m²-Parzellen, auf denen engagierte Städter von Mai bis November selbst Gemüse und Obst anbauen können. In der bunten Pflanzen-Vielfalt spüre ich die Gärtnerlust. Was passiert? Menschen übernehmen Verantwortung, kaufen nicht einfach nur im Supermarkt ein, sondern bauen selbst an. So entsteht ein lokaler Bezug, ein Verständnis für Lebensmittel und Gemeinschaft untereinander und zum Hof selbst. Erfahrungen machen menschliche ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:36:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wie-wir-uns-durch-stadt-und-welt-bewegen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-41]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wohlstand und Sicherheit verlieren ihren Stellenwert]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wohlstand-und-sicherheit-verlieren-ihren-stellenwert</link><description><![CDATA[ Vor gerade einmal sechs Jahren kamen fünf Freunde aus Mexiko-Stadt auf die Idee ein Bühnenformat zu entwickeln, das sehr gut in unsere Zeit passt: Die sogenannten Fuckup-Nights haben mittlerweile in 252 Städten weltweit erfolgreiche Ableger entwickelt und ein treues Publikum gefunden. Worum geht es da? Bei diesen Events stellen sich Menschen vor ein Publikum und erzählen freiwillig und sehr ehrlich, wie sie zum Beispiel ihren Job verloren haben, warum sie insolvent gegangen sind oder, wie es dazu kam, dass sie aus irgendeinem anderen Grund aus ihrer Bahn gerieten. Jeder erzählte Knick einer Biografie wird frenetisch vom Publikum bejubelt. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Jetzt kann man sich fragen: Wer traut sich sowas? Letztlich wahrscheinlich nur diejenigen, die es aus der jeweils sehr persönlichen Krise wieder herausgeschafft, sich also von ihrem Scheitern erholt haben. Ganz schön halbmutig aber immerhin ein Anfang. Denn in der Umgebung der Alles gut - Antworter wirkt diese rudimentäre Ausprägung einer neu festzustellenden Strömung unter dem Label : Kultur des Scheiterns immerhin erfrischend. 

 Mein Vater hat immer gesagt: „Wenn du fleißig bist, den Verhältnissen vertraust und voller Elan loyal bleibst, dann gelingt es.“ Fleißig war ich, den Verhältnissen vertraue ich, allerdings nicht mehr blind und aus irgendeinem Grund erhalte ich mir auch fortlaufend meinen Elan. Meinen Lebensentwurf, der sehr gut zu mir passt, kennen Sie ja. Ich bin Künstlergattin mit allem Drum und Dran, mit allen Konsequenzen. 

 Ich glaube zum Beispiel fest daran, dass Ordnungen und Vorstellungen, die zu festgefahren, Werte die zu etabliert, oder Märkte die zu überhitzt sind ihre Dynamik irgendwann einmal verlieren oder diese Systeme unvermittelt kippen können. Darüberhinaus glaube ich fest an die Chancen für die jeweils nächste Generation und überhaupt an generationsübergreifendes Handeln. Wenn die nächste Generation also, aus einem natürlichen ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:34:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wohlstand-und-sicherheit-verlieren-ihren-stellenwert</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-40]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Klima-Feiertage: Mal eben die Welt retten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/klima-feiertage-mal-eben-die-welt-retten</link><description><![CDATA[ Diesen Sommer fahren wir nicht weg. Zum einen gibt es — wie immer — ganz viel zu tun. Zum anderen ist Wuppertal im Sommer so schön. Unser Balkon ist viel ruhiger, weil weniger Autos vorbeifahren. Unentdeckte Seen locken, Freibäder, viele Stapel Bücher, das Ölbergfest, die „Critical Mass“ — oder einfach das Bett. Diesen Sommer erlebe ich wie sonst nur die Zeit zwischen den Jahren. In meinem Browser habe ich verschiedene Lesezeichen-Ordner. Einer davon trägt den Titel „Später“. In den packe ich alles, was ich hochinteressant finde, für das mir aber im Moment die Zeit fehlt. Er ist mit Abstand der größte Ordner. Von Zeit zu Zeit scrolle ich durch die darin versammelten Links. Klicke ich einmal einen an, ist dieser meist „nicht mehr verfügbar“. Mein Ordner der verpassten Möglichkeiten wächst und wächst. Ich stelle mir vor, er enthält Antworten auf alle wichtigen, sagen wir ruhig: die wichtigsten Fragen: Wo geht es hin? Wie schaffen wir das? Was kann ich tun? Oder auch: Aussteigen aus allem? Wohin? Geht das überhaupt? -, doch ich komme halt nicht dazu. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Nun zwingt die Hitze ein wenig zur Ruhe, ich möchte mir selbst hitzefrei geben. Da begegnet mir ein kurzer Ausschnitt aus einer Talk-Sendung: Harald Lesch heißt der Gast, ein prominenter Fernseh-Philosoph und Wissenschaftler, von rechten Trolls zuweilen mit Shitstorms bedacht. Sein neues Buch „Die Menschheit schafft sich ab“ (interessante Anlehnung) ist eine Bestandsaufnahme all dessen, was der Mensch aktuell — zum Teil unwiederbringlich — mit der Welt anstellt. „Anthropozän“ heißt das Zeitalter, in dem wir zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse der Erde geworden sind. Lesch plädiert dafür, „Klima-Feiertage“ einzuführen. Tage, an denen Deutschland zu Hause bleibt. An denen keine Mobilität stattfindet, und wir dadurch wesentlich weniger CO2 emittieren. Einen Feiertag für die Atmosphäre, einen für die ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:31:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/klima-feiertage-mal-eben-die-welt-retten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-39]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Mutiges Querdenken: Klima, Kunst und Kommunikation erfordern klare Haltung]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/mutiges-querdenken-klima-kunst-und-kommunikation-erfordern-klare-haltung</link><description><![CDATA[ Sommer-Halbzeit: Die sengende Hitze der letzten Wochen bremst Stadt und Menschen aus. Unter den glühenden Temperaturen sind die grünen Gras-Verkehrsinseln zu goldbrauner Steppe mutiert. Auch wenn Sonne und blauer Himmel in unserer Regenstadt zu versöhnen scheinen, strahlt die Trockenheit etwas Bedrohliches aus. Hier wie dort, weltweit: Handeln und Menschlichkeit sind gefragt. Helfende Hände gießen Stadtbäume in Wuppertal. Vögel und Insekten finden Wasserschalen in Gärten und auf Plätzen. Ganz in Orange demonstrierten am Samstag Hunderte von Menschen in der Elberfelder Innenstadt für die Seenotrettung und machten auf die desolate Situation der Flüchtlinge rund ums Mittelmeer aufmerksam. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Auch das macht Kultur aus, aufmerksam zu sein für das, was in der ewigen eigenen Betriebsamkeit häufig untergeht. Die sommerliche Langsamkeit lädt dazu ein, persönlichen, einzigartigen Geschichten zuzuhören, denen wir begegnen, im Zusammenleben oder über die Kunst. No perder la capacidad de escuchar: Nicht die Fähigkeit verlieren, zuzuhören. Wie ein Leitmotiv spinnen sich diese Worte durch einen Film: zuzuhören und vom Gaspedal zu steigen, das unser aller Alltag stetig beschleunigt. „Papst Franziskus - ein Mann seines Wortes“ von Wim Wenders stellt nicht nur den außergewöhnlich charismatischen Argentinier vor, seine bestimmte, weiche Menschlichkeit und seinen Mut. 

 Der Film vermittelt eine auch für Kunst und Alltag inspirierende Fähigkeit, die Welt, Natur und Menschen in ihrer Gesamtheit wahrzunehmen. Wie dieses umsichtige Miteinander ohne Ausgrenzen aussehen kann, lebt der Papst vor, wenn er Häftlingen aus aller Welt, verschiedener Religionen die Füße wäscht. Bescheidenheit ist genau das, was der Planet Erde braucht, um zu überleben. Wie keiner vor ihm nennt er in seiner zweiten Enzyklika „Laudato Si - Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ den Klimawandel beim Namen. In einem auf den Petersdom projiziertem Medienspektakel ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:22:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/mutiges-querdenken-klima-kunst-und-kommunikation-erfordern-klare-haltung</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-38]]></dc:identifier></item></channel></rss>