﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 18:26:54 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Der Besuch der alten Dame in Wuppertal</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-besuch-der-alten-dame-in-wuppertal-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-besuch-der-alten-dame-in-wuppertal-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Der Besuch der alten Dame in Wuppertal]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/der-besuch-der-alten-dame-in-wuppertal</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/317/torsten-krug1.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/317/images/torsten-krug1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Der Sommer ist da, und man glaubt es kaum. Seit Monaten fieberten wir dem Ende jenes Lockdown light entgegen – bald erscheint die ganze Pandemie wie ein flüchtiger Spuk. Doch wie in einem guten Horror-Film meldet er sich kurz vor dem Abspann zurück, und wir alle wissen: er ist nicht vorbei. Ganz abgesehen von dem Elend, das sich jetzt in den ärmeren Weltregionen ereignen wird. Denn auch das hat die Pandemie wieder deutlich markiert: die Spaltung zwischen arm und reich. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Wir in Wuppertal haben das Glück, in einem der reichsten Länder der Erde zu leben. Da lassen sich lockdowns überhaupt erst finanzieren. Allein für den Kulturbereich hat der Bund mittlerweile 6,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Dies meldet der Deutsche Kulturrat. Dazu kommen die Hilfen der sechzehn Bundesländer und die Unterstützung durch die Grundsicherung. Diese Gelder von Bund und Land konnten einen Teil der Existenzbedrohung für Künstlerinnen und Künstlern abfedern. Auch Kulturorte profitieren davon und stehen – was Investitionen anbelangt – mancherorts besser da als vor der Pandemie. 

 Das Ausschütten von Förderungen – das Bild sagt es schon – ist zunächst ein Akt der Verwaltung von oben. Das hat der Kunst in ihrer Geschichte nicht immer geschadet. Ohne die Fürstenhöfe, die in ihrer Repräsentations-Sucht miteinander konkurrierten, hätte sich nie unsere reiche Theaterlandschaft gebildet. Dem gegenüber stehen oft über Jahrzehnte gewachsene Strukturen, Graswurzelbewegungen engagierter Menschen, die schon immer flexibel mit Geld umgehen mussten, wollten sie nicht verkümmern. 

 Doch was bedeutet es, wenn das Geld plötzlich da ist, die Ideen und die gewachsenen Strukturen nicht? In Dürrenmatts Erfolgsstück „Der Besuch der alten Dame“ führt deren unmoralisches Angebot zur Kannibalisierung der Dorfbewohner, genauer: sie rotten sich zusammen gegen ein gemeinsames Opfer, den ehemaligen Geliebten der Milliardärin Claire ...]]></description><pubDate>Wed, 23 Jun 2021 09:01:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/der-besuch-der-alten-dame-in-wuppertal</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-317]]></dc:identifier></item></channel></rss>