﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 10:54:46 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Wer die Kunst hat, hat die Wahl</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/wer-die-kunst-hat-hat-die-wahl-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/wer-die-kunst-hat-hat-die-wahl-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wer die Kunst hat, hat die Wahl]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wer-die-kunst-hat-hat-die-wahl</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/353/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/353/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 In der Morgendämmerung, während das Denken sich noch im weißen Rauschen dehnt und streckt, blitzen zuweilen Erinnerungen aus dem Zufallsgenerator auf. Doch alles hat einen Zusammenhang. Heute früh war es mir, als hörte ich Mutter in der Küche im Walzertakt pfeifen, während sie Schulstullen schmierte: Que sera, sera, whatever will be, will be, the future's not ours to see, que sera sera … Damals dämmerte mir, dass hinter aller popfidelen Pfeiferei verlorene Träume, Ratlosigkeit und Einsichten in den Verzicht vibrieren, als Drogen für den Leistungsschub. Doch nach der Schule wurden beim Mittagessen ganz unresigniert die Fragen der Zeit abgearbeitet: Warum Nazis auf dem Schulhof Aufkleber verteilen durften und man als Sozi auf dem Heimweg verprügelt wurde. Warum Gymnasien nicht gegen Dummheit schützen, Schrottautos Kunst sein können, Attentate zwar Mittel, doch nie Lösung, und ob es jemals eine Umweltschutzpartei geben würde – und was die dann könne außer, gegen Zerstörung zu sein. Butter in Raumecken nannte Mutter Verschwendung; wir hatten kein Geld fürs Klavier und Theater, aber eine reiche Kultur des Sprechens, Pfeifens und der Übungen zur Wahl. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Heute ist alles komplizierter, ausdifferenzierter und zum Rand der Existenz hin entwickelt. Im Wahl-O-Mat ist die Kultur in jedweder Form vorsichtshalber nicht erwähnt. Auch von den Kämpfenden in den Arenen gibt es zu ihr wenig mehr als Lippenbekenntnisse, dass sie wichtig sei, auch als Zeichen der Erleichterung nach Covid-19. – Natürlich greifen die verschiedenen Finanzmittel und Maßnahmen gut und das hiesige "SOMMA'21"-Festival ist ein Segen für alle Beteiligten und deren Vermieter – und natürlich für das Publikum, das ein extrem buntes und erfrischend spontanes Programm genießen durfte und darf. Eigentlich noch bis Ende Oktober, doch ab dem Wahlsonntag steht– back to life, back to reality? – kein Termin mehr im Programm. Bleiben wir ...]]></description><pubDate>Thu, 23 Sep 2021 08:09:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wer-die-kunst-hat-hat-die-wahl</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-353]]></dc:identifier></item></channel></rss>