﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 06:24:52 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - In unserer Mitte</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/in-unserer-mitte</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/in-unserer-mitte" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[In unserer Mitte]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/in-unserer-mitte</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/863/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/863/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Torsten Krug 

 Vom September 2015 bis ins Frühjahr 2016 hinein waren syrische Geflüchtete einmal im Monat einer Einladung der Wuppertaler Bühnen und der Initiative „In unserer Mitte“ gefolgt, um mit den Autoren Christiane Gibiec, Dieter Jandt, Dorothea Müller, Hermann Schulz und mir zu arbeiten. In dieser Schreibwerkstatt bekamen sie Gelegenheit, ihre Geschichten von Flucht, Vertreibung und vom Aufenthalt in Deutschland zu erzählen und aufzuzeichnen. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Entstanden ist ein Panorama erzählter Schicksale, bewegende Zeugnisse im Sinne einer „oral history“, die mir nun, angesichts der umstürzenden Ereignisse in Syrien, wieder in den Sinn kommen: Um mich sitzen fünf junge Männer zwischen zwanzig und Mitte dreißig sowie Helîm Yûsiv, syrisch-kurdischer Schriftsteller und seit 2000 als politischer Flüchtling in Deutschland, der für uns aus dem Arabischen und Kurdischen übersetzt. 

 Später am Abend kommt er noch einmal zu mir. Er wirkt jetzt aufgeregt. 

 Auf den Bildschirm seines Handys holt er mit schnellen Bewegungen ein Video: ein Kameraflug über eine vollkommen zerstörte Stadt, die staubhellen Überreste der Häuserfassaden ragen wie hohle Zähne in den Himmel. Ich kenne die Aufnahmen. 

 In den letzten Tagen hatte dieser Drohnenflug über eine ausgebombte und verlassene wirkende syrische Stadt im Netz kursiert und mich tief bewegt. 

 „I know this“, sage ich zu ihm. „Berlin, 1945“, antwortet er trocken und wischt weiter. Ach so ... Ich folge dem zitternden Kamerablick durch die Ruine eines Hauses, auch hier scheint alles hell vom Staub. „What is this?“, fragt er mich, seine Stimme wird lauter. Ich sehe nichts als Steine, Staub. „This is my house!“, sagt er. 

 Später erfahre ich: Er und seine Frau, eine Architektin, hatten es selbst entworfen, erst wenige Monate zuvor war es fertig geworden. „Here, you see?“, fragt er mich. Die Handykamera hält auf die Überreste eines hölzernen Instrumentencorpus`. „This is my ...]]></description><pubDate>Wed, 11 Dec 2024 00:42:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/in-unserer-mitte</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-863]]></dc:identifier></item></channel></rss>