﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 19:50:04 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Asphaltliteratur kann Vorbild sein</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/asphaltliteratur-kann-vorbild-sein-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/asphaltliteratur-kann-vorbild-sein-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[„Asphaltliteratur“ kann Vorbild sein]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/asphaltliteratur-kann-vorbild-sein</link><description><![CDATA[ Weiß der Frühling eigentlich, was er will – oder was wir wollen? Plötzlich schneit es wieder, obwohl sich doch alles so nach dem Ausbruch des Frühsommers sehnt, als Gegenbeweis zu der Ungebremstheit der globalen Naturzerstörung. Wer einen Garten hat, optimiert die Sichtschutzzäune und legt neuen Sandstein aus Fernost unter den Grillplatz, als gäbe es Idyllen auf Bestellung. Zur Sicherheit ist der Flug auf die Malediven längst gebucht. Dieses Jahr kann absolut nichts schiefgehen! Und abends geht es ins Konzert, ein Event mit Wohlfühlgarantie, hochbewertet, totgelobt … – 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Gegen all das ist wenig einzuwenden, und was wäre unsere seltsame Stadt ohne ihre Ausprägungen der bürgerlichen Hochkultur, des Gesetzten und Bekannten, des Erfolgreichen und Gefeierten? Es stabilisiert das Renommee und fördert das Selbstwertgefühl, sogar in Zeiten einer ratlosen Europawahl und vergurkter Seilbahnabstimmng. 
Zeitgleich zeigen die Braunen Formationsmärsche und dröhnende Showelemente auf den Straßen, um das Land an ihren Geifer zu gewöhnen und Mitläufer-Abonnements zu generieren. Auch sie nutzen die Sehnsucht nach Idylle und Sicherheit, nach dem Plätzchen im Grünen, nach Geltung und Erfolg. Wären sie schon stark genug, würden sie viel vehementer in die Bildung und Genusskultur eingreifen, sie mit ihrer menschenfeindlichen Blut-und-Boden-Ideologie vereinnahmen und uns alle ihr Handwerk der Ausgrenzung und Zerstörung im Nu spüren lassen. Noch ist das Blut nur Wurst und das Kulturleben der demokratischen Bürger kräftig genug, um dem zu widerstehen, doch Verlässlichkeit ohne jedes Limit gibt es hierfür keineswegs. 

 Was tun? Ein Schritt wäre, die Gewohnheiten der viel zu lang geübten Innenschau aufs eigene Wohlergehen zu durchbrechen und den Blick auf die Welt nicht mehr nur durch den risikofreien Konsum des etabliert Bekannten zu füttern. In der Wahrnehmung der agilen Gegen- und Gegenwartskultur ist noch jede Menge „Luft nach ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:48:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/asphaltliteratur-kann-vorbild-sein</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-76]]></dc:identifier></item></channel></rss>