﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 11:03:49 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Die Kunst ist auch als Ausweg nicht mehr sicher</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-kunst-ist-auch-als-ausweg-nicht-mehr-sicher</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-kunst-ist-auch-als-ausweg-nicht-mehr-sicher" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Kunst ist auch als Ausweg nicht mehr sicher]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-kunst-ist-auch-als-ausweg-nicht-mehr-sicher</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/933/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/933/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Es ist immer dasselbe: Kaum trage ich das Schreibzeug erstmals unter den offenen Himmel, hat dieser nur noch Flausen im Kopf. Die Hummeln sind so rar wie nie, doch die fetteste stürzt sich, sobald sie mich reimen sieht, geradewegs in die dampfende Tasse. Ich reiße diese um, der Kaffee überschwemmt die Notizen und am Stuhl bricht durch die Verrenkung eine Schraube; im Fallen sehe ich noch, wie das Biest sich aus der Pfütze rettet, und sobald ich wieder auf den Beinen bin, brummelt sie kichernd davon. So kann ich nicht arbeiten! Statt Liedtext also zum Baumarkt, nur für die eine Schraube, doch an den Kassen gibt es Tumulte: Hochdruckreiniger müssen her und Turbogrills, breit und schwer wie SUVs, als wäre die Welt nur mit ihnen in Ordnung. Doch was den einen ein knuspriger Refrain ist, mag anderen eben das perfekte Steak sein. 

   
Max Christian Graeff - Foto C. Paravicini 

 Zeitgleich schlagen in Sumy, in Gaza, im Sudan und an zahllosen Orten Drohnen und Raketen ein, gefolgt von qualmenden Rechtfertigungen für das Morden von Menschen, die auch nur hinaus in den Frühling wollten. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse gehörte schon vor mehr als einem halben Jahrhundert zum eigenen Frühlingserwachen: die schwarz-weißen Berichte von Vietnam, die Bürgerkriege in afrikanischen Staaten, Bomben in Irland und Israel, das Lernen über den Holocaust, die Traumata der Eltern am Esstisch, das verzweifelt versuchende Erklären, warum was von sowas kommt, kaum aushaltbar zwischen Schinken, Versen und dem Blick in den blühenden Apfelbaum, hinaus ins Offene. Das noch kindliche Versprechen an sich selbst, nicht ins dunkle Innere fortzulaufen, sondern einen Weg durch den zerreißenden Traum vom schönen Leben zu finden, war begleitet vom sauren Regen, der stinkenden Wupper, der beißenden Luft vom Bayer-Werk. Das war damals noch reparabel und der Weg wurde zumindest zum Ausweg ins Offene, zu einem Leben als Dienstleister für die eine oder andere Form von ...]]></description><pubDate>Wed, 16 Apr 2025 08:07:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-kunst-ist-auch-als-ausweg-nicht-mehr-sicher</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-933]]></dc:identifier></item></channel></rss>