﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 20 May 2026 04:46:23 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Anfangen - immer wieder</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/anfangen-immer-wieder</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/anfangen-immer-wieder" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Anfangen - immer wieder]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/anfangen-immer-wieder</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1163/katitrempler02.jpg" length="76541"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1163/images/katitrempler02-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Kati Trempler 

 In meiner letzten Kolumne schrieb ich über Hannah Arendt und ihre Definition von Macht, also der Fähigkeit, gemeinsam etwas zu bewegen. Die Philosophin und politische Theoretikerin fasziniert mich. Sie ist der Ansicht, dass jeder Mensch selbst ein Anfang ist und daher die Fähigkeit besitzt, Neues zu beginnen. Das Unerwartete zu tun, den Lauf der Dinge zu unterbrechen, ist für sie der Kern des politischen Handelns. 

   
Kati Trempler - Foto: Line Beckmann 

 In Wuppertal hat sich diese Fähigkeit der Menschen in den letzten Wochen gezeigt. Akteure und Akteurinnen der freien Szene zogen durch die Fraktionen, um für ihre Einrichtungen zu kämpfen. Sie forderten entweder eine Erhöhung der Zuschüsse, um den Fortbestand der Einrichtungen zu garantieren, oder eine Aufnahme in die institutionelle Förderung – insgesamt handelt es sich um einen Mehrbedarf von 415 000 Euro. Öfter hörte ich in dieser Zeit Aussagen der Aussichtslosigkeit und Verzweiflung. Zu oft haben die Kulturschaffenden erlebt, dass an der Kultur gespart wird. Noch zwei Tage vor der Haushaltsabstimmung im Stadtrat standen entrüstend geringe Zahlen – ein Drittel der geforderten Zuschüsse – für die Kultur im Haushaltsplan. Und sogar die Verabschiedung des Haushaltsplans selbst stand in den Sternen. 

 Etwas Neues zu beginnen entzieht sich aller Absehbarkeit und Berechenbarkeit – doch selbst das Unwahrscheinliche hat in jedem Fall noch eine gewisse Wahrscheinlichkeit und darf erhofft werden, so Arendt. Und so kam es, dass am 7. Mai im Stadtrat ein Haushalt verabschiedet wurde, der 15 Einrichtungen der freien Kulturszene insgesamt 81 Prozent der geforderten Zuschüsse sichert. In einer Stadt mit desolatem Haushalt und in Zeiten, in denen überall gespart wird, ist das nicht selbstverständlich. 

 Dieser Moment verdient es, gefeiert zu werden. Nicht weil alles gut ist. Sondern weil er zeigt, dass Veränderung möglich ist. Kaum nachzuzeichnen ist, wie viele Menschen auf welchen Ebenen ...]]></description><pubDate>Tue, 19 May 2026 23:28:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/anfangen-immer-wieder</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1163]]></dc:identifier></item></channel></rss>