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Hoffnung durch konkretes Handeln und Aushandeln

Für Kulturorte heißt es jetzt, konstruktiv Wege zu finden, um neu weiterzumachen // 15. Juli 2020

Von Uta Atzpodien

„Zurück in die Zukunft“: In knallgelben Hosen und lila Jacke turnt die Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni Anfang Juli über die bunten Dächer vom „Deutzer Zentralwerk der schönen Künste“, unweit vom Kölner Dom gelegen, dem „Otto-Langen-Quartier“. Erst kürzlich war sie mit Westart in Wuppertal unterwegs, im Skulpturenpark, hat über Arbeiten von Tony Cragg, die Stadt-Plakat-Aktion „Out and about“, den hiesigen Solidarfonds Eintopf und Utopiastadt berichtet. Herausfordernd ist die aktuelle Lage für Kunstschaffende angesichts der Auswirkungen der Covid 19-Pandemie. Ja, zugleich erfüllt es mich mit Hoffnung, mit welch anregenden Visionen und tiefgehender Kreativität sich Kunstschaffende in Wuppertal und anderen Städten, hier konkret Köln, sichtbar machen und sinnlich ansteckend zum Umdenken einladen.

Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl

Auf dem sechs Hektar großen Modellquartier in Köln, auf dem vor 150 Jahren der Otto-Motor erfunden wurde, hat die Initiative „Raum 13“ von Anja Kolacek und Marc Leßle mit vielen Künstlerinnen und Künstlern in den letzten zehn Jahren einen Ort für Theater, Performances, Ausstellungen und Festivals ins Lebens gerufen. Inmitten alter Relikte und Aktenordner nutzen sie die Magie des Ortes, knüpfen ganz bewusst an das historische Erbe an und verbinden es mit Visionen vom Arbeiten, Wohnen und Leben. Ein ganzes Stadtquartier soll daraus entstehen. Unter dem Titel „Zukunfts Werk Stadt“ schmieden sie Pläne, entwickeln Konzepte. Vom 15. August bis zum 12. September findet hier das Festival „Hope“ statt, bei dem Expertinnen, Experten aus Kunst, Wissenschaft, Stadtentwicklung und Politik zusammenkommen. Die Zukunft des Areals ist noch ungewiss. Doch genau so nährt sich Hoffnung, durch konkretes Handeln und Aushandeln.

Soweit liegen Köln und Wuppertal nicht auseinander. Spannend wäre, sich noch aktiver zusammenzutun. Durch faszinierende Orte durfte ich kürzlich spazieren: die alte Bandweberei „Kaiser & Dicke“ in der Gewerbeschulstraße in Heckinghausen, in deren weitläufigen Hallen im letzten November die Ausstellung „Fabric of art“ zu sehen war oder auch die ehemalige Fabrikanlage von „Halbach & Meister“ an der Germanenstraße, direkt neben der Nordbahntrasse. Eine prickelnde Erfahrung: In diesen Räumen möchte der Besitzer eine innovative Verbindung von Kunst, Arbeit und Leben entwickeln, Vergangenheit dabei zukunftsweisend aufgreifen.

Was braucht es? Welche Impulse können kreativ, wirtschaftlich und bitte nachhaltig, sozial und kulturell vitalisierend unsere Stadt und ihre Menschen weiterbringen? Verlockend sind diese Vermächtnisse unserer Stadt. Seien es die städtische Verwaltung, Politik und auch alle anderen: Hier braucht es gemeinsames und konkretes Handeln und Aushandeln.

Jetzt ist erstmal Sommerzeit. Der Duft in der Luft lädt zum Durchatmen ein. Viele nehmen ihre Auszeit mehr nah als fern oder einfach zu Hause. Manche räumen auch Keller oder Dachgeschoss leer, um dann wieder besser atmen zu können. Das ist letztes Wochenende im Café Ada-Sheddach geschehen. Hier haben der Verein frische Insel und das Ada-Team die Ärmel hochgekrempelt: Eine gute Grundlage, um neu zu starten. Das Café Swane startete am Wochenende – mit Hygienekonzept und für maximal 50 Zuschauer – ein Sommerfestival mit 15 Konzerten, Klängen aus aller Welt. Luftholen, Hoffen, Weitermachen: Das zeigen Selly Wane und das Swane so schillernd, wenn sich hier Musik, Aktionen, Menschen und Kulturen unserer Stadt verbinden. Auch für alle anderen Kulturorte heißt es jetzt, konstruktiv Wege finden, um neu weiterzumachen.

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