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Einen gemeinsamen Weg gehen

23. August 2022

Von Uta Atzpodien

Flirrend-pulsierende Kunst- und Kultur-Wochenenden im August haben viele von uns in ihren Bann gezogen. Die Eindrücke schwingen nach, von beeindruckenden Formationen und Kunstsparten. Dazu gehört Erlebtes und auch nicht Erlebtes, Vernommenes, wie uns nicht nur die Sozialen Medien, sondern eindringlich auch Erzählungen vermitteln können. Angesichts der Weltlage und der uns alle alltäglich prägenden seelischen Verstimmungen und Dystopien, von denen Torsten Krug letzte Woche schrieb, ist es ermutigend, was Menschen miteinander erleben können.

Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl

Was flackert bei Ihnen und Euch im Erinnerungskarussell der letzten Wochenenden auf? Ganz frisch habe ich das leuchtend offene Zirkuszelt auf dem Utopiastadt-Campus vor mir, mit den Future Now-Festival, der zweiten Auflage des Frauenmusikfestivals um bekannte Kunstschaffende wie Gunda Gottschalk, Johanna-Yasirra Kluhs, Betty Schiel und viele mehr. Ihr so gelungenes Programm hätte kaum diverser sein können. Chapeau! Für mich verknüpft sich das einstellende Gefühl der Verbundenheit mit einem Szenario, das ich am Wochenende zuvor bei „Summer in the city“ vor der Färberei im Osten der Stadt teils selbst erlebte und mir davon vorgeschwärmt wurde: Tango, Milonga bis spät in die Nacht, tagsüber ein Junge, der loszog, um seine Familie aus dem Viertel rasch mal dazuzuholen, weil kurdische, seine Musik gespielt wurde, Julito, ein Startrompeter aus Kuba, marokkanische Klänge und ein bewegend diverses Publikum, mit und ohne Beeinträchtigungen, alle beieinander, ohne Begegnungsängste. Das fühlt sich nach einem spürbar gemeinsamen Weg an, den das empathisch-performative Zusammenwirken von Färberei und Mobile Oase einzigartig zu gehen vermag.

„Nur wer Träume hat, ist ein Realist“, brachte es Dezernent Stefan Kühn bei der Eröffnung vom beeindruckenden Bob-Campus am letzten Freitag auf den Punkt. Genau das braucht ein gemeinsamer Weg. Die Infrastruktur hat die Montag-Stiftung, wie es Johanna Debik berührend vermittelte, mit ihrer auf Gemeinwohlorientierung basierenden Verwandlung der ehemaligen Bünger-Textilwerke erschaffen. In dem architektonisch faszinierenden Ort, mitten in Oberbarmen und direkt an der Trasse gelegen, sind schon ein Kindergarten und die Max-Planck-Realschule mit Werkräumen eingezogen. Mit dem Bob-Team sind viele Botschafterinnen am Start, damit Menschen in Büros, Werkstätten, Wohnungen und Freiräumen den Ort bevölkern. Ganz in der Nähe ist auch die Färberei in ihrer Arbeit träumend realistisch. Zwei kraftvolle Zentren beieinander, das erscheint so vielversprechend für eine fruchtbare Zukunft Oberbarmens, der ganzen Stadt.

Ein besonderer Glückwunsch gilt bei der Gelegenheit dem Medienprojekt Wuppertal um den unermüdlichen Andreas von Hören. Seit 30 Jahren engagiert sich die Nachwuchsfilmschmiede für brennend akute Themen. Von dieser Beharrlichkeit lässt sich gern die Prozessinitiative „und.jetzt! Kunst Kultur Klimanotstand“ in ihrer Bemühung um Vernetzung und Kollaborationen inspirieren. Am 3. September lädt sie von 15 bis 18 Uhr mit „Betriebsökologie. Suffizienz. Materialkreisläufe“ in die Utopiastadt ein. Auch hier heißt es, auszuloten, wie wir mit den aktuellen Herausforderungen umgehen können. Der gemeinsame Weg hilft, den Glauben an die Zukunft nicht zu verlieren.

Anregungen und Kritik: kolumne@fnwk.de

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