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TALKultur Dezember 2021

10. Dezember 2021, 20:04 Uhr / Es moderiert Brigitta Hildebrand

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30 Jahre Wupper Theater // Telefoninterview mit Marcia Golgowsky

Marcia Golgowsky
Marcia Golgowsky

Eine Deutsche, eine Türkin und zwei Türken fanden es 1991 wichtig und richtig, ein deutsch-türkisches, interkulturell ausgerichtetes Theater zu gründen. Das waren die Bühnen - und Kostümbildnerin Barbara Krott, die Schauspielerin Lilay Huser, der Autor/Regisseur Meray Ülgen und der Schauspieler Vedat Erincin. Für Projekte der Freien Jugendhilfe mit Jugendlichen aus Košice und Wuppertal in Kooperation mit dem Kulturbüro Wuppertal wurde das Wupper Theater 2003 mit dem Goldenen Stern der EU ausgezeichnet.

Wupper Theater 2003 mit dem Goldenen Stern der EU ausgezeichnet
Wupper Theater 2003 mit dem Goldenen Stern der EU ausgezeichnet

Barbara Krott leitete das Theater 25 Jahre lang und erhielt für ihre Verdienste und ihr Engagement um die interkulturelle Verständigung 2019 das Bundesverdienstkreuz. 2017 übernahm Heike Beutel die Leitung des Theaters. Inzwischen bietet das interkulturelle Wupper Theater unterschiedliche Workshops und Projekte für Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrations - oder Fluchthintergrund an, auch inklusive Projekte.

Ein wichtiger Aspekt der theaterpädagogischen Arbeit ist die Kooperation mit dem kommunalen Integrationszentrum Wuppertal, der Alten Feuerwache Wuppertal, dem Haus der Jugend Barmen, dem Verein Sozialtherapeutische Kinder - und Jugendarbeit e.V. sowie verschiedenen Kindergärten und Schulen für Kinder und Jugendliche in Wuppertal und der Region und in der Diakonie Michaelshoven in Köln.

Die Trockenblumen
Die Trockenblumen

Daneben ist nach einer Idee von Marcia Golgowsky eine mehrteilige Theaterproduktion entstanden: „Die Trockenblumen“. Dies als interkulturelles Theater für Erwachsene. Zum Reinschauen gibt es auch einen YouTube-Kanal / Die Trockenblumen.

Wer sie noch nicht kennt, Hilde und Ayse, der hat am 17.12. 21 dazu die Gelegenheit live. Ein „Best of...“ wird von Marcia Golgowsky und Lilay Huser in Düsseldorf im Komma aufgeführt.

Tickets für den 17.12.21 gibt es im VVK für 5 € per Mail unter komma@komma-duesseldorf.de, an der Abendkasse für 9 €

 


Zum Nachhören / 30 Jahre Wupper Theater

 

Geschenktipp Nr. 1 // Handgemalte Landkarte von Wuppertal

Handgemalte Landkarte von Wuppertal
Handgemalte Landkarte von Wuppertal von Anja Thams

Die Künstlerin Anja Thams, Preisträgerin des Enno – und - Christa Springmann - Preises, hat den Lockdown kreativ genutzt und eine historisierende Landkarte von Wuppertal gemalt. Eine Mammutaufgabe! Und ihre Liebeserklärung an die Stadt. Zu sehen sind alle Stadtteile, hundert bekannte Gebäude, die Tierwelt und Motive aus Wuppertals reicher Stadtgeschichte.

Erhältlich für 29,90 € bei Bilder Brinkmann in der Schwanenstr.33, Wuppertal-Elberfeld

 


Zum Nachhören / Handgemalte Landkarte von Wuppertal

 

Geschenktipp Nr. 2 // Kreativangebot im von der Heydt-Museum

Am 23.12. von 14-17 Uhr gibt es im Museum eine Weihnachtswerkstatt. Gestaltet wird Geschenkpapier, das sich mit wenig Aufwand und einfachen Mitteln herstellen lässt. Wer also Bücher oder Kalender kunstvoll verpacken will, ist hier genau richtig. Und die Eltern mag es ebenfalls freuen, ein wenig Luft für letzte Besorgungen zu haben, wenn der Nachwuchs (ab 5 Jahren) kreativ ist.

Buchungen online oder per Mail: vdh.kunstvermittlung@stadt.wuppertal.de / Kosten je Kind: 8€

 


Zum Nachhören / Kreativangebot im von der Heydt-Museum

 

TALKultur-Reihe ″Auf ein Wort...″ // Studiogespräch mit Dr. Anna Storm, wissenschaftliche Mitarbeiterin im von der Heydt-Museum

Studiogespräch mit Brigitta Hildebrand

Dr. Anna Storm
Dr. Anna Storm vor dem Bild von Gabriele Münter, Äpfel auf Blau, 1908

Unter dem Titel Vor-Reiterinnen und Brücken-Bauerinnen hat Anna Storm einen Beitrag im Katalog zur aktuellen Ausstellung im von der Heydt-Museum zur Position der Künstlerinnen des Expressionismus verfasst. Die Künstlerinnen in den beiden Künstlervereinigungen Die Brücke und Blauer Reiter, das sind vor allem Gabriele Münter, Marianne von Werefkin sowie Natalia Gontscharowa und Maria Marc. Sie waren zwar sehr aktiv, aber dennoch ernteten nur die männlichen Kollegen den Ruhm. Die Frau galt ihnen und den Kunstkritikern eher als Motiv für unzählige Aktstudien und Gemälde. Dass die Künstlerinnen eine eigene Bildsprache entwickelten, wurde innerhalb der Gruppierungen nur als Randerscheinung wahrgenommen. Dabei waren an der ersten Ausstellung des Blauen Reiter in München 1911-12 von 43 Künstlern tatsächlich 14 weiblich.

Die bekanntesten unter ihnen waren vermutlich Gabriele Münter und Marianne von Werefkin. Von Münter sind in der aktuellen Ausstellung 6 Bilder zu sehen, 1 von Werefkin. Also immerhin 7 weibliche Ölbilder, die Grafiken nicht mitgezählt. Die Würdigung besonders von Gabriele Münter, die gern als „Anhängsel“ von Wassily Kandinsky gesehen wird oder auch die von Marianne von Werefkin, die lange vor den männlichen Kollegen bereits die Ton-in Ton-Malerei entwickelte, ist auch heute noch verhalten. Wer sich selbst ein Bild dazu machen möchte: der Katalog ist da sehr hilfreich und das Führungsangebot ebenfalls.

Alle Infos zur Ausstellung und den Begleitveranstaltungen: www.von-der-heydt-museum.de


Zum Nachhören / TEIL 1 – „TALKultur“ - Studiogespräch mit Dr. Anna Storm

Zum Nachhören / TEIL 2 – „TALKultur“-Studiogespräch mit Dr. Anna Storm

 

TALKulturKalender 12-21 von Dirk Domin

// „Briefe gegen Einsamkeit“ können noch bis zum 13. Dezember geschrieben werden. Weihnachtsbriefe für Wuppertaler Senioren, vor allem in Altenheimen. Schon im letzten Jahr hat das Nachbarschaftsheim Wuppertal e.V. und das Ressort Soziales der Stadt Wuppertal zu dieser Aktion aufgerufen. Die genaue Adresse für die Briefe und Details gibt es auf www.nachbarschaftsheim-wuppertal.de

// Am 21.12. wird die Offstream-Leinwand an der Gathe zum letzten Mal für dieses Jahr beleuchtet. Gezeigt wird eine Dokumentation, die eine Frage stellt: Why are we (not) creative? Warum sind wir kreativ? Oder nicht? RegisseurHermann Vaske stellte diese Frage unter anderem Björk, Jim Jarmusch, Wim Wenders...
Gezeigt wird der Film am 21.12. um 19:30h, es gilt die 2G-Regel. Tickets für 5 Euro auf www.offstream.de

// „Netztrabanten“ - das ist experimentelles Online-Theater, das am Sonntag, den 12.12. zu sehen sein wird. Veranstaltet von der Glanzstoff-Akademie für inklusive Künste. Was ist und was kann Online-Theater? Beantwortet werden soll diese Frage nach neun Monaten Online-Proben mit dem Regisseur Tobias Daemgen. Am Sonntag um 16 Uhr.
Details und Tickets auf www.glanz.digital

// „Süßer die Bühnen nie klingen“ - und zwar zum Verschenken. Die Wuppertaler Bühnen haben ein Geschenkpaket mit Tickets geschnürt. Es gibt ein Festtags- und ein Familienpäckchen. In letzterem ist auch ein Ticket für die aktuelle Aufführung von „Schneewittchen“ enthalten.
Details zu den Geschenkpaketen, die ab 52 Euro erhältlich sind und jeweils drei Karten beinhalten, gibt es auf www.wuppertaler-buehnen.de

// Bewegung und frische Luft tut auch bei kaltem Wetter gut. Aktuell hat der Skulpturenpark Waldfrieden nur Freitag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Heiligabend und Silvester ist geschlossen. Aber noch bis Anfang Januar ist die Ausstellung von Heinz Mack zu sehen. Zu Ehren seines 90. Geburtstags sind seine bildhauerischen Werke zu sehen.
Genaues und Tickets gibt es auf www.skulpturenpark-waldfrieden.de.

 


Zum Nachhören / TALKulturKalender Dezember 2021

 

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