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Was hat das mit Engels zu tun?

Ausstellung im Neuen Kunstverein Wuppertal

ACHTUNG! Die Ausstellung ist wegen der Corona Pandemie nicht mehr geöffnet. Eine spätere Wiederaufnahme des Betriebs steht noch nicht fest. Wir werden darüber informieren, wenn sich die Lage soweit entspannt hat, dass wir sie als Gäste wieder empfangen dürfen.

9 Künstler*innen von )) freies netz werk )) KULTUR
Künstlergruppe der Ausstellung von )) freies netz werk )) KULTUR, Katja Wickert, Regina Winkelströter, Zara Gayk, Christiane Tyrell, Gabriele Barczik, Jan Czech, Christian v. Grumbkow, Andreas M. Wiese, Gisela Kettner (v.l.n.r) // Foto: Ralf Silberkuhl

)) freies netz werk )) KULTUR präsentiert eine Ausstellung von neun Künstler*innen im Neuen Kunstverein Wuppertal im Rahmen des Jubiläumsjahres ENGELS2020.

Ausgewählt von der Jury des Engels Kuratoriums als ein wesentlicher Beitrag im künstlerischen Umfeld der Jubiläums-Feierlichkeiten. Teilnehmer*innen // Gabriele Barzcik / Jan Czech / Zara Gayk / Christian v. Grumbkow / Gisela Kettner / Christiane Tyrell / Katja Wickert / Andreas M. Wiese / Regina Winkelströter

Ort // Neuer Kunstverein Wuppertal / Hofaue 51 / 42103 Wuppertal

Am 6. März des Engels Jubiläumsjahr 2020 stellt eine Gruppe von 9 Künstlerinnen und Künstlern von )) freies netz werk )) KULTUR im Neuen Kunstverein Wuppertal aus.

Die Ausstellung ist vom Kuratorium der Stadt Wuppertal als eines der großen künstlerischen Projekte des Gesamtprogrammes ausgewählt worden, um einen Beitrag zur Beschäftigung mit der Person Friedrich Engels und seinem Wirken in der Gesellschaft zu leisten. Die Vielfalt der künstlerischen Positionen führte zu der Frage und damit auch zum Thema der Ausstellung: „Was hat das mit Engels zu tun?“ Die komplexe Gedankenwelt von Friedrich Engels auf die Jetztzeit zu übertragen wirft ein weites Spektrum von Fragen an die gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Zustände auf.

Das Zusammenwirken verschiedener Künstler*innen für diese Ausstellung ist ein Experiment, Friedrich Engels als Denker aber auch als Mensch aus unterschiedlichen Perspektiven darzustellen. Ausgehend von Einzelpositionen entwickelten die Künstler*innen in einem prozesshaften Dialog ihr Konzept, um es in einer Rauminstallation zusammenzufügen. Zu sehen sind malerische Interventionen, Drucke, Objekte, Installationen und Videoarbeiten.

Eröffnung //
Freitag / 6. März 2020 / 19.00 Uhr / + Tanz-Performance „Rote Socken“

Ausstellung vom 7. März – 4. April 2020

Öffnungszeiten //
Donnerstags / Freitags 17.00 - 20.00 Uhr
Samstags / Sonntags 15.00 - 18.00 Uhr

Zu den Werken der Künstler*innen

Gabriele Barczik versucht mit „Stichworten“ das Wesen des Kapitalismus und seine Auswirkungen zu umreißen. Weiße Paraloc-Seile, die zu Worten verhäkelt sind, werden untereinander in Beziehung gebracht. Dem Betrachter wird ein Raum für eigene Assoziationen angeboten, die Wortfragmente in neue Sinnzusammenhänge zu verflechten.

Jan Czech entwickelte anhand von Fotografien, die Kinderarbeit in der Textilindustrie dokumentieren, das Werk "Fabrik-Kind". Dafür fertigte er Serigrafie-Schablonen an, um mit diesen und malerischen Mitteln collagenhafte Bilder herzustellen. Die Bilder werden von Texten in Versform begleitet, die zum Teil aus bereits vorhandenen Gedichten stammen und in einen neuen Zusammenhang gestellt werden.

Zara Gayk zeigt gemeinsam mit Christiane Tyrell eine Video-Installation, die sich mit der Begrifflichkeit der „Barrikade“ auseinandersetzt. Physisch greifbar wird die Barriere durch eine Ansammlung von nutzlos gewordenen Gegenständen, die den Zugang zum Ausstellungsraum optisch versperrt. Diese Raumsperre wird durch eine Videomalerei von Zara Gayk gleichsam inhaltlich beleuchtet und aufgeladen. Die polarisierende Bild- und Tonsprache des Filmbeitrags bildet auf plastische Art die Sujets der Gegenwart ab, die bereits Friedrich Engels im Fokus hatte.

Christian v. Grumbkow erkundet mit seinen Portraits die vielschichtige Person Friedrich Engels. Die Farbe als Trägerin von Emotionen, erschließt das Spektrum der reichen Lebensfelder des Protagonisten. Die Betrachter werden in einer weiteren Arbeit eingeladen, Farbklangräume in Assoziation mit Engels Zitaten zu setzen. Diese kritischen Anmerkungen eröffnen mit der Verbindung zur Malerei ein unmittelbares Erleben von Engels Gedankenwelten und setzen sie so in den Kontext zur Wahrnehmung jedes Einzelnen.

Gisela Kettner untersucht die Sichtbarmachung und Auseinandersetzung mit dem Einfluss auf unsere Gesellschaftsentwicklung in unserem digitalisierten Zeitalter. Die Veränderungen in der Gesellschaft können nicht stärker und eindrucksvoller sein, als der individuelle Augenblick, in dem sie produziert wurden. Für die Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit offen sein den Blick darauf lenken und gleichzeitig die Vielfalt erkennen und wertschätzen. Was würde passieren, wenn sich Joseph Beuys mit Friedrich Engels unterhalten könnten?

Christiane Tyrell stellt eine Bleiverglasung mit den Porträts von Marx und Engels in den Mittelpunkt des Objektes, eine Arbeit aus den 30-40er Jahren, die in eine Zimmertür eingelassen war. Jetzt ist dieses geschichtliche Kleinod Teil einer modernen Tür, wobei die Gestaltung der beiden Türseiten historisches und aktuelles Geschehen reflektiert.

Andreas M. Wiese zeigt eine Installation mit Attrappen-Objekt, welches mit den Sehgewohnheiten und Erwartungen der Ausstellungsbesucher spielt und auch als Multiple erhältlich sein wird.

Katja Wickert nimmt mit einer Arbeit Bezug auf die familiäre Herkunft Friedrich Engels, die sein Leben prägten und gleichzeitig Ursprung großer Ambivalenzen in der Wahrnehmung seiner Person sind. Ausbeutung und Verlust der natürlichen Ressourcen sind Thema einer Installation, die gleichsam in den kapitalistischen und kommunistischen Systemen zu finden sind. Macht die Jetztzeit eine ökologische Revolution in Folge der industriellen Revolution notwendig?

Regina Winkelströter nimmt als Ausgangspunkt für ihre Arbeiten eine einfache Architektur aus Papier, bemalt mit Moorlauge, als Hinweis auf die prekäre Situation im „Elendstal“ im Wuppertal der 1850er Jahre. Die provisorische Behausung scheint in der großformatigen Malerei für einen Moment Stabilität zu gewinnen, um dann in den skulpturalen Wandarbeiten aus Gips das Fragile zu betonen. Neben der Aktualität der inhaltlichen Themen „Slum“ und „Wohnungsnot“ spielt Regina Winkelströter mit den Grenzen zwischen Malerei und Skulptur.

Unterstützer // Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen // Stadtsparkasse Wuppertal // Renaissance AG // Familie Bergmann // und andere

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Vorstand

Lars Emrich, Zara Gayk

Beide sind einzeln vertretungsbefugt und bilden laut § 26 BGB den Vorstand des Vereins. Inhaltlich verantwortlich gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Zara Gayk

Tine Lowisch, Uta Atzpodien, Thomas Hilbig

Vereinsregister –
Amtsgericht Wuppertal: VR 30873
Finanzamt Wuppertal-Elberfeld: 132/5901/5166

 

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