﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 19 Aug 2026 11:42:13 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Über den eigenen Tankdeckel hinausdenken</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/über-den-eigenen-tankdeckel-hinausdenken</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/über-den-eigenen-tankdeckel-hinausdenken" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Über den eigenen Tankdeckel hinausdenken]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ueber-den-eigenen-tankdeckel-hinausdenken</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1195/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1195/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Geläufig ist der Begriff der Tropopause nicht, doch sind wir zeitlebens von ihr umgeben und viele von Ihnen sind auf Fernflügen schon an oder sogar auf ihr entlanggeglitten: Sie ist der Deckel der untersten Atmosphärenschicht, der dafür sorgt, dass die konvektive Durchmischung, die wir „Wetter“ nennen, nicht nach oben in die Stratosphäre abhaut.Im Klimawandel des Anthropozäns hat sie sich langsam weiter ausgedehnt, um bis zu 500 Meter. Mehr Raum also für Zirkulation und Kuddelmuddel, für Ereignisse wie Hitzewellen, Starkregen und Stürme. „Ist doch prima!“, schreien die einen, „egal!“ die anderen, „Beängstigend …“ flüstern zu wenige; Hauptsache, in Wacken gibts kein Schlamm. 

   
Max Christian Graeff- Foto: C. Paravicini 

 Der Topos vom trópos (altgriechisch für Wendung, Kehre, Änderung) ist in diesem Sommer allgegenwärtig: Als politische Mahnung oder Aufforderung tut er weiterhin so, als lebten wir vor einem halben Jahrhundert und könnten die neuen Fakten weiterhin ignorieren. Eine neue Kultur des Ausblendens ist gut geübt in der Komfortlandschaft unserer rechtebesessenen Generationen, die nicht lernen wollten, über den eigenen Tankdeckel hinauszudenken. Doch die Panoramen der Verursachung sind so unermesslich breit, wie die Fingerzeige auf Waffenbau, Hedge Fonds und Sashi Beef zwecklos sind. Die Unumkehrbarkeit macht einfache Feindbilder billig. Schließlich verbrauchen auch die Künste und kulturellen Arbeiten aller Art jede Menge Treibstoff. Theater und Tanz, Konzerte, Bücherhalden, Messen und Festivals – auch all dies, das „Gute“, nuckelt kräftig an den Kraftwerken und schluckt jede Menge graue oder direkte Energie. Doch wie soll man in der Vielfalt aller Ansprüche und Geschmäcker nun möglichst gemeingültig und nicht selbstgerecht zwischen Unnötigem und Sinnvollem unterscheiden? Es ist unmöglich; das Dilemma ist beispielhaft. Gekürzt, verengt und ausgegrenzt wird nicht nach den Maßgaben des biologischen, sondern des ...]]></description><pubDate>Tue, 18 Aug 2026 20:54:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ueber-den-eigenen-tankdeckel-hinausdenken</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1195]]></dc:identifier></item></channel></rss>