﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 10 Jun 2026 19:45:16 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Neue Marmorskulpturen auf dem Ölberg</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/neue-marmorskulpturen-auf-dem-ölberg</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/neue-marmorskulpturen-auf-dem-ölberg" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Neue Marmorskulpturen auf dem Ölberg]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/neue-marmorskulpturen-auf-dem-oelberg</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1174/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1174/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Der Anspruch der eigenen Wirksamkeit und Sichtbarkeit ist ein starkes, menschliches Grundbedürfnis auf dem sozialen Attraktivitätsmarkt, auf dem genauso gehandelt wird wie auf jedem anderen Markt. Auch hier, auf dem Markt der Aufmerksamkeiten, wird fabriziert, angeboten und nachgefragt. Kreativität, Durchhaltevermögen und Talent sind dabei kulturelle Ressourcen, auf die bei der persönlichen Profilbildung zurückgegriffen werden kann, wenn sie denn durch gute Rahmenbedingungen zutage gefördert werden. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Und wenn nicht? Wie kann ich zeigen, was ich kann, wenn die Rahmenbedingungen um mich herum noch nicht stimmen? Viele bildende Künstlerinnen und Künstler kennen dieses Dilemma. Viele geben an dieser Erkenntnisstelle der vergebenen Liebesmüh erst einmal auf und verschieben den Wunsch, von ihrer Kunst und für die Kunst zu leben, auf später – sie hoffen auf bessere Zeiten mit ehrlicheren Strukturen und neutraleren Kriterien. Sehr viele Künstlerinnen und Künstler, die weiterhin mit ihrem Material sein wollen, ziehen sich in Subkulturen zurück und entsagen den negativen Auswirkungen des Kulturkapitalismus. Nur sehr wenige trotzen den daraus resultierenden, schwierigen Begleitumständen. Sie lassen sich dabei immer wieder neu antreiben von innerer, von widersprüchlicher Energie, die sie aus ihren experimentellen, künstlerischen Arbeitsprozessen ziehen. Sie wollen die Verhältnisse für alle verbessern. Ob sie das schaffen, regelt, wie wir es in spätkapitalistischen Gesellschaften akzeptieren, leider auch hier der Markt, der allerdings keine Entfesselungskünstler schätzt. 

 Und doch: Von Originalität, von handwerklicher Kunstfertigkeit, von der Einzigartigkeit des Augenblicks, von Empathie, von Selbstentfaltung als Methode, um den Sinn der eigenen Existenz zu verstehen sowie von der Begeisterung, wenn es gelingt, werden die Menschen immer weiter träumen, nicht nur die bildenden Künstler. Denn die ...]]></description><pubDate>Wed, 10 Jun 2026 08:39:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/neue-marmorskulpturen-auf-dem-oelberg</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1174]]></dc:identifier></item></channel></rss>