﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 27 May 2026 18:27:57 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Kultur ist Schichtarbeit</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kultur-ist-schichtarbeit</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kultur-ist-schichtarbeit" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur ist Schichtarbeit]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-ist-schichtarbeit</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1165/marinajenkner.jpg" length="98703"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1165/images/marinajenkner-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Marina Jenkner 

 „Schichten der Angst“, sagt der Inhaber eines Wuppertaler Geschäftes zu mir, als ich ihn auf der Straße treffe und frage, wie es ihm geht. „Ich nenne das Schichten der Angst. Das ist das, was mich umtreibt. Wirtschaftlich, politisch, global.“ 

   
Marina Jenkner - Foto © Moritz Kaschel 

 Ich finde seine Formulierung poetisch und doch möchte ich nicht daran glauben, dass wir uns alle mit Schichten der Angst umgeben müssen. Auch wenn viele Probleme vor Ort, in unserem Land und weltweit überwältigend sind, sich mit Angstschichten einzukleiden, darf keine Lösung sein. Ich stelle mir diese Schichten vor, wie sie Menschen einhüllen, an ihnen haften, die Bewegungsfreiheit nehmen, sie lähmen. Der Mai bot viele Kulturveranstaltungen im Tal, die das Gegenteil einer solchen Lähmung waren. 

 Da war die Wuppertaler Literaturbiennale, die das Thema „Wut“ in etwas sehr Konstruktives verwandelt hat. Die Wut wurde aus den Social-Media-Kommentarspalten, aus den Bäuchen und aus der „Schmuddelecke“ geholt, in all ihren Facetten auf den Tisch gebracht und konstruktiv diskutiert. Am Finale der Literaturbiennale mit Wuppertaler Akteuren im Loch kam all diese Wut zusammen – von Frauen, von Menschen mit Migrationsgeschichte, von queeren Menschen, von älteren Schriftstellern und jüngeren Autorinnen –, aber es war kein wütender Tag, sondern ein anregender Tag voll ungeahnter Blicke über den eigenen Tellerrand, oder, um es mit den Worten eines nach elf Stunden Literatur euphorischen Buchhändlers zu sagen: „Diesen Tag werde ich noch lange in Erinnerung behalten.“ 

 Da war die Ausstellung „Jetzt“ mit zahlreichen Begleitveranstaltungen in der Barmer Kunsthalle zum 100-jährigen Jubiläum der Wuppertaler Gedok mit den Beiträgen von Künstlerinnen, Autorinnen und Musikerinnen. Die Gedok setzt sich seit ihrer Gründung 1926 durch Ida Dehmel für die Sichtbarkeit von Künstlerinnen ein. In einer Zeit, in der manche Gruppierungen Frauen lieber wieder ausschließlich am ...]]></description><pubDate>Tue, 26 May 2026 22:28:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-ist-schichtarbeit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1165]]></dc:identifier></item></channel></rss>