﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 03 Jun 2026 17:51:55 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Juni 2026</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juni-2026</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juni-2026" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Reisende Gedanken zur Kunst der Arbeit]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/reisende-gedanken-zur-kunst-der-arbeit</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1173/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1173/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Karneval, Ostern, Pfingsten – das waren Wimpernschläge im fliehenden Jahr; die Frühjahrssaison ist vorbei und in drei Monaten werden die Zimtsterncontainer entladen. Die Weihnachtsproduktion hat bereits begonnen und die Kulturorte verteilen die Programme der nächsten Spielzeit und werben um Abonnenten. Und manche der für Theater, Tanz oder Musik engagierten auswärtigen Kunstarbeiterinnen blättern zaghaft durch die Fremdenverkehrsreklame unserer Stadt, um zu wissen, wo sie gastieren werden und wie die Vorfreude zu temperieren ist. 

   
Max Christian Graeff- Foto: C. Paravicini 

 Ein touristischer Hotspot möchte Wuppertal kaum sein; zu ungelenk verkauft sich die historisch auf „beten und arbeiten“ ausgerichtete Stadt, in welcher die Welt vor allem zu Gast ist, um etwas zu „schaffen“. Innovationen suchende Reisende kommen voll auf ihre Kosten, doch für zweckfreie Entspannung ist unser Tal viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Während ich dies am Reiseschreibtisch notiere, rattern Hunderte Rollkoffer durch Luzern; hier ist Bettenwechsel bei den „Europa in zehn Tagen“-Touren, seit etwa 200 Jahren Fluch und Segen für die Bevölkerung. Scharen von „Fremden“ sind in der Stadt, doch bei den Künsten habe ich sie, als ich hier wohnte, nur ganz selten mal gesehen; die Welten bleiben getrennt. Auch der Heimattourismus boomt: Zu einem Schaukampf der Eringer-Kühe auf dem Land kamen kürzlich 12 000 Leute! Zum Saisonschluss unserer Luzerner Lesebühne mit der großartigen Schriftstellerin Meral Kureyshi kamen 40 und wir durften zufrieden sein. Die Literatur bleibt vielen stets etwas Fremdes, mit dem Ruch einer Studienreise oder Lehrveranstaltung. 

 Für alle künstlerisch Tätigen gehört das Reisen zum Alltag, sogar ohne dass wir uns fortbewegen: Mit unseren Vorhaben und Werken reisen wir auf der Stelle; jedes in Arbeit befindliche Projekt ist ein eigener Koffer und wir leben zuweilen gleichzeitig aus mehreren. Sind wir hingegen kulturelle ...]]></description><pubDate>Wed, 03 Jun 2026 01:53:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/reisende-gedanken-zur-kunst-der-arbeit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1173]]></dc:identifier></item></channel></rss>