﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 22 Jul 2026 03:18:33 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Juni 2026</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juni-2026</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juni-2026" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Allianzen für den Zusammenhalt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/allianzen-fuer-den-zusammenhalt</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1182/uta-atzpodien.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1182/images/uta-atzpodien-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Flirrend liegt die Hitze über unserer Stadt. Vielseitig fordert sie uns, wir schwitzen und ächzen. Je dichter die urbanen Flächen, desto heißer und unangenehmer wird es. Was tun? Ein wohltuendes Paradies fand ich radelnd frühabends auf der geliebten grünen Nordbahntrasse mit ihren erfrischenden Tunneln. Fantastisch, was gebündelte Kraft bewirken kann: Die Wuppertalbewegung hat das gezeigt und feiert am kommenden Sonntag zwanzig Jahre Trasse. Das tut not, denn nicht nur die Klimafolgen konfrontieren uns weltweit mit großen Herausforderungen und umfassenden Verlusten. Tröstend und ermutigend ist es dann, mit engagierten Akteurinnen ins Gespräch zu kommen, die konkret handelnd Lösungen suchen. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Das zeigte kürzlich das Interview „Glokale Werte: Kultur als nachhaltige Praxis“, das ich zusammen mit dem Nachhaltigkeitswissenschaftler Matthias Wanner moderieren durfte. Gästinnen waren zwei kompetente Frauen, die im internationalen Austausch und lokal wirkend, Kultur und Digitalität über Kompasse wie die SDGs (Nachhaltigkeitsziele) oder die Erdcharta konkret anwenden. Warme Empfehlung, ihren Stimmen nachzugehen: Möglich ist das auf der Webseite oder dem YouTube-Kanal der Kulturpolitischen Gesellschaft. 

 Diese feierte kürzlich in Berlin ihr 50-jähriges Jubiläum: Jahrzehnte von kulturpolitischen Aushandlungsprozessen für unsere Demokratie. „Wi(e)der die Wut! Kulturpolitische Netzwerke gegen Autoritarismus“ hieß der daran anschließende und zusammen mit der Bundeszentrale für politische Bildung organisierte Bundeskongress, der – angesichts des wachsenden Populismus und der im Herbst anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern – drängende Fragen unserer Zeit zusammenführte. Die „wohltemperierten Zeiten der Demokratie sind vorbei“, bemerkte der Staatssekretär für Kultur und Medien Weimer. Mit vielen aufschlussreichen Impulsen – zur Akzeptanz von Verlusten, der Bedeutung von Haltung ...]]></description><pubDate>Wed, 24 Jun 2026 21:40:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/allianzen-fuer-den-zusammenhalt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1182]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Zurück in die Zukunft]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/zurueck-in-die-zukunft</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1176/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1176/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Bei uns zu Hause thront ein Stapel der Wochenzeitung „Die Zeit“. Die neuesten Ausgaben liegen obenauf und werden seit gut einem Jahr mehr oder weniger zeitnah gelesen. Alle darunter bilden das Sinnbild einer Zeit, die angefüllt war mit Leben ohne Rast und Muße. Bis heute weiß ich nicht, wann das begonnen hat (ich habe die unterste Zeitung noch längst nicht erreicht), doch habe ich die Vorstellung, dass ich einst alle abgearbeitet haben werde und damit auch jene Zeit, in der (nicht nur) die Zeitungen sich stapelten. Das Lesen der alten Ausgaben ist übrigens durchaus erhellend. Gestern hatte ich eine vom Juni 2023. Bei einer Zeitung dieses Niveaus macht das fast nichts. Dazu wird sie plötzlich zu einer historischen Quelle. Auffällig in dieser Ausgabe war die Vielfalt an Umwelt- und Klimaschutz-Themen, begleitet von Bildern der sogenannten „Klima-Kleber“ – Themen, die in den aktuellen Ausgaben kaum vorkommen. Eine vom August 2022 machte mir wieder einmal bewusst, wie der Angriffskrieg Putins auf die Ukraine den kollektiven Albtraum der Pandemie mit all ihren unüberschaubaren Folgen überdeckte und uns wie gelähmt weiter taumeln ließ. Ich werde das alles anhand dieser alten Zeitungen aufarbeiten. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Dazu passen zwei Lektüreeindrücke, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch untergründig verbunden scheinen: Zum einen lese ich mit Gewinn „Dienstschluss“ von Uwe Schneidewind – „Wie können sich Städte so wandeln, dass sie für die Zukunft gewappnet sind?“ Zum anderen liegt „Der Fürst und seine Erben“ von Peter Sloterdijk ganz oben auf einem der Bücherstapel, die hellsichtige Analyse eines neuen Typs Fürst. Die bloße Tatsache ihrer gleich mehrfachen „Präsenz auf der Weltbühne bedeutet einen Skandal für all jene, die überzeugt waren, moderne Gesellschaften seien lernende Systeme, die irgendwann aus dem imperialistischen Trotzalter herauswachsen sollten“. Hinter beiden Analysen steckt die große ...]]></description><pubDate>Wed, 17 Jun 2026 06:07:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/zurueck-in-die-zukunft</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1176]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Neue Marmorskulpturen auf dem Ölberg]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/neue-marmorskulpturen-auf-dem-oelberg</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1174/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1174/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Der Anspruch der eigenen Wirksamkeit und Sichtbarkeit ist ein starkes, menschliches Grundbedürfnis auf dem sozialen Attraktivitätsmarkt, auf dem genauso gehandelt wird wie auf jedem anderen Markt. Auch hier, auf dem Markt der Aufmerksamkeiten, wird fabriziert, angeboten und nachgefragt. Kreativität, Durchhaltevermögen und Talent sind dabei kulturelle Ressourcen, auf die bei der persönlichen Profilbildung zurückgegriffen werden kann, wenn sie denn durch gute Rahmenbedingungen zutage gefördert werden. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Und wenn nicht? Wie kann ich zeigen, was ich kann, wenn die Rahmenbedingungen um mich herum noch nicht stimmen? Viele bildende Künstlerinnen und Künstler kennen dieses Dilemma. Viele geben an dieser Erkenntnisstelle der vergebenen Liebesmüh erst einmal auf und verschieben den Wunsch, von ihrer Kunst und für die Kunst zu leben, auf später – sie hoffen auf bessere Zeiten mit ehrlicheren Strukturen und neutraleren Kriterien. Sehr viele Künstlerinnen und Künstler, die weiterhin mit ihrem Material sein wollen, ziehen sich in Subkulturen zurück und entsagen den negativen Auswirkungen des Kulturkapitalismus. Nur sehr wenige trotzen den daraus resultierenden, schwierigen Begleitumständen. Sie lassen sich dabei immer wieder neu antreiben von innerer, von widersprüchlicher Energie, die sie aus ihren experimentellen, künstlerischen Arbeitsprozessen ziehen. Sie wollen die Verhältnisse für alle verbessern. Ob sie das schaffen, regelt, wie wir es in spätkapitalistischen Gesellschaften akzeptieren, leider auch hier der Markt, der allerdings keine Entfesselungskünstler schätzt. 

 Und doch: Von Originalität, von handwerklicher Kunstfertigkeit, von der Einzigartigkeit des Augenblicks, von Empathie, von Selbstentfaltung als Methode, um den Sinn der eigenen Existenz zu verstehen sowie von der Begeisterung, wenn es gelingt, werden die Menschen immer weiter träumen, nicht nur die bildenden Künstler. Denn die ...]]></description><pubDate>Wed, 10 Jun 2026 08:39:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/neue-marmorskulpturen-auf-dem-oelberg</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1174]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Reisende Gedanken zur Kunst der Arbeit]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/reisende-gedanken-zur-kunst-der-arbeit</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1173/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1173/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Karneval, Ostern, Pfingsten – das waren Wimpernschläge im fliehenden Jahr; die Frühjahrssaison ist vorbei und in drei Monaten werden die Zimtsterncontainer entladen. Die Weihnachtsproduktion hat bereits begonnen und die Kulturorte verteilen die Programme der nächsten Spielzeit und werben um Abonnenten. Und manche der für Theater, Tanz oder Musik engagierten auswärtigen Kunstarbeiterinnen blättern zaghaft durch die Fremdenverkehrsreklame unserer Stadt, um zu wissen, wo sie gastieren werden und wie die Vorfreude zu temperieren ist. 

   
Max Christian Graeff- Foto: C. Paravicini 

 Ein touristischer Hotspot möchte Wuppertal kaum sein; zu ungelenk verkauft sich die historisch auf „beten und arbeiten“ ausgerichtete Stadt, in welcher die Welt vor allem zu Gast ist, um etwas zu „schaffen“. Innovationen suchende Reisende kommen voll auf ihre Kosten, doch für zweckfreie Entspannung ist unser Tal viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Während ich dies am Reiseschreibtisch notiere, rattern Hunderte Rollkoffer durch Luzern; hier ist Bettenwechsel bei den „Europa in zehn Tagen“-Touren, seit etwa 200 Jahren Fluch und Segen für die Bevölkerung. Scharen von „Fremden“ sind in der Stadt, doch bei den Künsten habe ich sie, als ich hier wohnte, nur ganz selten mal gesehen; die Welten bleiben getrennt. Auch der Heimattourismus boomt: Zu einem Schaukampf der Eringer-Kühe auf dem Land kamen kürzlich 12 000 Leute! Zum Saisonschluss unserer Luzerner Lesebühne mit der großartigen Schriftstellerin Meral Kureyshi kamen 40 und wir durften zufrieden sein. Die Literatur bleibt vielen stets etwas Fremdes, mit dem Ruch einer Studienreise oder Lehrveranstaltung. 

 Für alle künstlerisch Tätigen gehört das Reisen zum Alltag, sogar ohne dass wir uns fortbewegen: Mit unseren Vorhaben und Werken reisen wir auf der Stelle; jedes in Arbeit befindliche Projekt ist ein eigener Koffer und wir leben zuweilen gleichzeitig aus mehreren. Sind wir hingegen kulturelle ...]]></description><pubDate>Wed, 03 Jun 2026 01:53:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/reisende-gedanken-zur-kunst-der-arbeit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1173]]></dc:identifier></item></channel></rss>