﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 19 Aug 2026 11:42:28 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Juli 2026</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juli-2026</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juli-2026" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Theaterarbeit, die sich für unsere Welt einsetzt und eine Welt verändert]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/theaterarbeit-die-sich-fuer-unsere-welt-einsetzt-und-eine-welt-veraendert</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1191/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1191/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Neulich war ich wieder bei einem Vorspiel meiner Studierenden, die ich an der Folkwang Universität der Künste in Theatergeschichte unterrichte. „Figurenarbeit“ heißt die Aufgabe, bei der die jungen Darstellerinnen und Darsteller nicht Rollen aus Theaterstücken spielen, sondern sich über Wochen mit einer Figur aus der Geschichte, dem öffentlichen Leben oder mit übergeordneten Themen auseinandersetzen – höchst individuell, meist experimenteller und performativer als in anderem szenischem Unterricht. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Hintergrund ist, dass sie dabei oft ein persönliches Anliegen mitbringen und vertreten, viel dazu recherchieren und lernen, sich in eine reale Position hineinzubegeben. Im Idealfall können sie diese Intensität später auf Figuren übertragen, deren Anliegen sie nicht teilen, die sie aber glaubhaft spielen möchten. 

 Ich war an diesem Abend nur Zuschauer und beeindruckt von ihrer Intensität, gleichwohl frappiert von der Auswahl der Themen. Diese erschien wie ein „best of Horror“ unseres menschlichen Zusammenlebens: Von Femiziden über Rassismus, Leben unter Diktaturen, sexuellem Missbrauch bis hin zum Elite-Denken eines Tech-Milliardärs zogen die Themen einen finsteren Kreis um uns. 

 Einer der Darsteller hat familiäre Wurzeln in der DDR und hatte sich intensiv mit der Familiengeschichte Wolf Biermanns auseinandergesetzt, sang dazu zwei seiner Lieder. Eine Studierende hatte sich anhand von Michael Jackson mit der Ambivalenz von Verehrung und Ablehnung beschäftigt: Wie umgehen mit einem Künstler, den wir lieben und gleichzeitig – aufgrund des Verdachts von Kindesmissbrauch – verachten? Eine Studentin schlug einen Bogen von der Hexenverfolgung zu Femiziden heute – schwerer Stoff, der uns da entgegenschlug und in seiner Behandlung beeindruckte. 

 In mir wurde die Frage laut: Warum beschäftigen sich junge Menschen heute gerade mit diesen Themen und Figuren? Eine Antwort scheint naheliegend: Weil ...]]></description><pubDate>Tue, 28 Jul 2026 22:02:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/theaterarbeit-die-sich-fuer-unsere-welt-einsetzt-und-eine-welt-veraendert</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1191]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wuppertaler Schwebebahn als Lernort für Kunst im öffentlichen Raum]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wuppertaler-schwebebahn-als-lernort-fuer-kunst-im-oeffentlichen-raum</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1189/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1189/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Das Lehrgebiet „Darstellen und Gestalten“ im Fachbereich Architektur der Bergischen Universität Wuppertal bildet einen zentralen Denk- und Handlungsraum, in dem Studierende von Künstlerinnen und Künstlern lernen, Form, Inhalt, Raum, Körper und Kontext experimentell-künstlerisch und ästhetisch-taktil zu begreifen, mitten im Spannungsfeld zwischen theoretischer Planung und künstlerischer Praxis. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Nach dem Ausscheiden des derzeitigen Professors Heinrich Weid im Jahr 2030 wird dieses/sein Lehrgebiet keinen direkten Nachfolger bekommen, denn es soll mit den Fachbereichen Design und Kunstpädagogik zusammengeführt werden. 

 Die Fusion führt zu grundsätzlichen Überlegungen und Fragen nach den Voraussetzungen einer künstlerischen Lehre als Basis für ein gestalterisches Studium. Im Fall des Studiums der Architektur ist und bleibt es gerade in Wuppertal wichtig, künstlerische Grundimpulse und Motivationen weiterhin durch Fachkräfte aus diesem beruflichen Umfeld vermitteln, lehren und lernen zu lassen, denn die Reflexion über künstlerisches Handeln ist für die Studierenden essenziell und sollte auch in der Rezeptur eines neu zusammengesetzten Lehrgebiets gut gewichtet bleiben. 

 Ein Beispiel aus der Praxis: Das Lehrgebiet „Darstellen und Gestalten“ führte in diesem Sommer Semester ein Seminar mit dem Titel „Kunststationen“ durch, welches sich intensiv mit der Wuppertaler Schwebebahn als Stadtgestaltungsdenk- und merkmal auseinandersetzte. Neben verschiedenen Beobachtungsübungen an allen Stationen, nach zeichnerischen Auseinandersetzungen in Form von gemeinsamen Panoramazeichnungen und ornamentalen Interpretationen arbeiteten die Studierenden daran, alle 20 Schwebebahnstationen skulptural zu interpretieren. 

 In den vergangenen Jahren intervenierten die Studierenden auf diese Weise zum Beispiel schon beim Living Lab am Mirker Bahnhof (2023), am Pina Bausch Zentrum (2024) oder auch auf dem ...]]></description><pubDate>Tue, 21 Jul 2026 20:48:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wuppertaler-schwebebahn-als-lernort-fuer-kunst-im-oeffentlichen-raum</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1189]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Der Blick in die Nachrichtenflut steigert den Durst nach Hoffnung]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/der-blick-in-die-nachrichtenflut-steigert-den-durst-nach-hoffnung</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1185/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1185/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Max Christian Graeff 

 Die Meisen zetern, das Rotkehlchen rastet aus und auch das Mauswiesel im Hügelbeet freut sich auf die Extraportion Regen über seinem Bau: Mein Gartensprenger pulsiert aber nur alle paar Abende und nicht sehr effizient, weil ich es morgens stets verpasse. Richtiger wäre das Gießen auf nachtkühlem Grund, bevor die Schule nebenan ihre zwitschernden Schüler empfängt – zumindest diese Woche noch. Nach dem Unterricht machen derzeit einige vorm Quartiersbüro an den Gratisbücherkisten halt. Manche nehmen was mit, nur weil es gratis ist, und werfen es eine Ecke weiter in die Hecke, doch andere bleiben lesend sitzen, bis die Mutter am Handy schimpft. Oft sind es Kinder aus Familien anderer Sprachen, die – im besten Sinne gierig – Deutsch lernen wollen und denen wir gerne nicht nur Thriller und Romanzen, sondern Geeigneteres rausstellen würden, doch können wir nur verschenken, was wir selbst geschenkt bekommen. Kinder- und Jugendbücher werden dabei seltener. Und zum großen Arrenberger Bücherrummel am letzten Samstag kam kein einziges Kind mit Familie vorbei. Ist es nur alternde Wahrnehmung oder steigt die Schwellenangst? 

   
Max Christian Graeff- Foto: C. Paravicini 

 Morgens, während die Rasselbande der Ferienzeit entgegen schwitzt, versuche ich Erkenntnisse aus den Tagesnachrichten zu gewinnen. Der zentrale Satz für den Vorderen Orient – ach was, für unseren ganzen Kugelgrill – lautet weiterhin: „Die tatsächliche Lage vor Ort bleibt unklar.“ Blinde Flecken in der Orientierung breiten sich aus, die Hoffnungsschmelze wird flächendeckend, und Sommermärchen jedweder Art sind abgesagt. Daneben müssen wir auch noch Verzweiflungsreserven für diverse Herbstwahlen zur Seite legen. Ein unser Treiben zwinkernd betrachtender Sommerhit wie einst von Rudi Carrell („Mein Milchmann sagt: Dies Klima hier, wen wundert‘s, / denn Schuld daran ist nur die SPD!“) oder Righeira („Vamos a la playa“, gemeint war ein Besuch am atomverseuchten Strand) ist nicht in ...]]></description><pubDate>Tue, 14 Jul 2026 21:27:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/der-blick-in-die-nachrichtenflut-steigert-den-durst-nach-hoffnung</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1185]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Brief an den neuen Kulturdezernenten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/brief-an-den-neuen-kulturdezernenten</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1184/katitrempler02.jpg" length="76541"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1184/images/katitrempler02-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Lieber Herr Lippe-Weißenfeld, 

 Herzlich willkommen in Wuppertal! Leider haben wir es noch nicht geschafft, uns persönlich kennenzulernen – deshalb schreibe ich Ihnen einen Brief. Sie sind neu hier. Ich bin es eigentlich auch – zumindest in der Kulturszene. Noch nicht lange genug da, um alles zu verstehen. Ein paar Dinge habe ich aber schon gelernt und möchte sie gerne mit Ihnen teilen. 

   
Kati Trempler - Foto: Line Beckmann 

 Die freie Szene Wuppertals ist schwer zu beschreiben. Wir sind groß und bunt, manchmal chaotisch, gelegentlich anstrengend. Wir mögen es nicht, wenn über uns gesprochen wird, statt mit uns, wir produzieren mit erstaunlich wenig Geld erstaunlich viel Schönheit und Begegnung. Und wir haben unsere Arme immer weit geöffnet. Sie haben Ihrem Bereich den Arbeitstitel eines Dezernats für gesellschaftlichen Zusammenhalt gegeben. Ich mochte diesen Satz sofort, auch wenn ich den sozialen Bereich darin gedanklich immer mitlese. Ich mochte ihn vor allem, weil Zusammenhalt in meinen Augen die Aufgabe der Zukunft darstellt. Das mag ich an der freien Szene, denn egal wie unterschiedlich wir sind, für das Große und Ganze ziehen wir an einem Strang. 

 Auch habe ich bereits vieles über das künftige Pina Bausch Zentrum gelernt. Unter anderem, worin seine eigentliche Größe liegt: Das ursprüngliche Hilterhaus-Konzept dachte das Zentrum nicht nur als Ort internationaler Strahlkraft, sondern als offenen Begegnungsraum, mit dem Forum Wupperbogen als Bürgerforum, als Ort für Austausch und die Stimmen dieser Stadt. Die Förderung kam nicht nur wegen des Namens Pina Bausch, sondern auch wegen der Idee, dass Kulturorte zugänglich sein und Stadtgesellschaft abbilden sollen. Das Spannendste am Pina Bausch Zentrum ist vielleicht nicht, wer dort auftritt — sondern wer sich dort eingeladen fühlt. 

 Wuppertal ist eine superdiverse Stadt. Hier leben Menschen mit ganz unterschiedlichen Biografien, Einkommen, Sprachen und Lebensrealitäten. Deshalb sollten wir ...]]></description><pubDate>Tue, 07 Jul 2026 23:20:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/brief-an-den-neuen-kulturdezernenten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1184]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-ist-eine-vermittlerin-des-unaussprechlichen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1183/apostolidiszollfrank.jpg" length="446112"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1183/images/apostolidiszollfrank-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Nadine Zollfrank 

 Es sind oft die kleinen Momente, die in Erinnerung bleiben: Ein Kind, das sich im Unterricht eher zurückhält, steht plötzlich selbstbewusst auf einer Bühne. Eine Gruppe entwickelt gemeinsam eine Choreografie. Schülerinnen und Schüler diskutieren über einen selbst gedrehten Film. Oder eine Melodie, die zunächst vorsichtig gesungen wird, füllt auf einmal den ganzen Raum. Solche Momente erleben wir an der Gemeinschaftsgrundschule Hesselnberg immer wieder. Sie zeigen, was kulturelle Bildung bewirken kann. Kinder probieren Neues aus, bringen eigene Ideen ein und entdecken Fähigkeiten, die im Schulalltag nicht immer sichtbar werden. Sie erleben, dass ihre Gedanken zählen und dass sie mit ihren Talenten Teil einer Gemeinschaft sind. 

   
v.l. // Savvas Apostolidis / Nadine Zollfrank 

 Die Auszeichnung mit dem diesjährigen Entwicklungspreis Kulturelle Bildung NRW hat uns deshalb besonders gefreut. Nicht allein wegen der Anerkennung, sondern weil sie sichtbar macht, welchen Stellenwert kulturelle Bildung für unsere Schule hat. Sie bestätigt einen Weg, den wir seit vielen Jahren gehen. Kulturelle Bildung verstehen wir nicht als zusätzliches Angebot neben dem Unterricht. Sie ist Teil unseres Bildungsverständnisses. Kinder lernen nicht nur durch Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie lernen auch durch Musik, Bewegung, Gestaltung und kreatives Handeln. Sie lernen zuzuhören, sich auszudrücken, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Ideen zu entwickeln. An unserer Schule gehören Musik, Tanz, Theater, Film und bildende Kunst deshalb selbstverständlich zum Alltag. 

 Dies zeigt sich eindrücklich in konkreten Projekten: Im Filmworkshop zum Thema „Einsamkeit“ in Kooperation mit dem Kulturzentrum „Die Börse“ setzten sich die vierten Klassen in eigenen Filmen kreativ mit Gefühlen, Empathie und Gemeinschaft auseinander. Im Kunstprojekt „Ich mal mir die Zukunft pink/ Kinderutopien“ mit Avan Weiß gestalten Kinder Zukunftsvisionen und erleben Wahrnehmung ...]]></description><pubDate>Tue, 30 Jun 2026 21:24:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-ist-eine-vermittlerin-des-unaussprechlichen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1183]]></dc:identifier></item></channel></rss>