﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 23 Sep 2026 23:01:19 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Eins von vier Herzen</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/eins-von-vier-herzen</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/eins-von-vier-herzen" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Eins von vier Herzen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/eins-von-vier-herzen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1212/katitrempler02.jpg" length="76541"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1212/images/katitrempler02-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Kati Trempler 

 Meine Familie hat mir abtrainiert, wütend zu sein. Wut bringt nichts, hieß es. 

 Ich komme aus Sachsen-Anhalt. Seit vorletztem Sonntag bin ich heimatlos. 44 Prozent haben dort AfD gewählt. Ich lese deren Regierungsprogramm und die Menschen meiner Kindheit werden fremd. „Abschiebe- und Remigrationsoffensive“, weniger öffentlich-rechtlicher Rundfunk, weniger Demokratieprojekte. Ein neuer Geschichtslehrplan. Ein „Stolz-Pass“ soll Familien kostenlosen Eintritt in Kulturstätten ermöglichen. Voraussetzung: Ein Elternteil besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Bald soll es nur noch Brauchtumspflege geben. Meine Familie lebt noch dort. Sie sagt: „Du kannst sowieso nichts dagegen tun. Uns hört doch niemand zu.“ 

   
Kati Trempler - Foto: Line Beckmann 

 Wenn ich Texte über die Weimarer Republik lese und sehe, wie SPD und KPD miteinander stritten, während rechts von ihnen etwas immer größer wurde, fühle ich einen Stich. Natürlich ist 2026 nicht 1930. Geschichte wiederholt sich nicht einfach. Aber in den rechten Reihen unseres Stadtrates wächst wieder etwas und ich möchte laut schreien: Könnt ihr es jetzt bitte besser machen und frühzeitig miteinander sprechen? 

 Vier Tage nach der Wahl haben wir beim Wuppertaler Kulturgipfel über Kultur gesprochen. Wir haben gerechnet, Vorträge gebaut und Haushaltspläne gelesen. Das Ergebnis: Gerade einmal rund drei Prozent unseres städtischen Haushalts fließen in Kultur. Etwa zwei Prozentpunkte weniger als im interkommunalen Vergleich. Tendenz sinkend. Ich hatte gehofft, solche Zahlen würden erschüttern und eine Debatte darüber auslösen, was wir ändern müssen. Wie sichern wir die kulturelle Infrastruktur dieser Stadt? Stattdessen höre ich aus der Verwaltung, dass wir doch sowieso immer weitermachen. Irgendwie. Haben wir schließlich bisher auch gemacht. Auch ohne Geld. Und wenn ich frage, wie wir Kultur langfristig Sicherheit geben wollen, wird mir Naivität unterstellt. 

 Parallel dazu stehen wegen ...]]></description><pubDate>Tue, 22 Sep 2026 22:56:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/eins-von-vier-herzen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1212]]></dc:identifier></item></channel></rss>