﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 15 Jul 2026 21:32:29 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Der Blick in die Nachrichtenflut steigert den Durst nach Hoffnung</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-blick-in-die-nachrichtenflut-steigert-den-durst-nach-hoffnung</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-blick-in-die-nachrichtenflut-steigert-den-durst-nach-hoffnung" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Der Blick in die Nachrichtenflut steigert den Durst nach Hoffnung]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/der-blick-in-die-nachrichtenflut-steigert-den-durst-nach-hoffnung</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1185/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1185/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Max Christian Graeff 

 Die Meisen zetern, das Rotkehlchen rastet aus und auch das Mauswiesel im Hügelbeet freut sich auf die Extraportion Regen über seinem Bau: Mein Gartensprenger pulsiert aber nur alle paar Abende und nicht sehr effizient, weil ich es morgens stets verpasse. Richtiger wäre das Gießen auf nachtkühlem Grund, bevor die Schule nebenan ihre zwitschernden Schüler empfängt – zumindest diese Woche noch. Nach dem Unterricht machen derzeit einige vorm Quartiersbüro an den Gratisbücherkisten halt. Manche nehmen was mit, nur weil es gratis ist, und werfen es eine Ecke weiter in die Hecke, doch andere bleiben lesend sitzen, bis die Mutter am Handy schimpft. Oft sind es Kinder aus Familien anderer Sprachen, die – im besten Sinne gierig – Deutsch lernen wollen und denen wir gerne nicht nur Thriller und Romanzen, sondern Geeigneteres rausstellen würden, doch können wir nur verschenken, was wir selbst geschenkt bekommen. Kinder- und Jugendbücher werden dabei seltener. Und zum großen Arrenberger Bücherrummel am letzten Samstag kam kein einziges Kind mit Familie vorbei. Ist es nur alternde Wahrnehmung oder steigt die Schwellenangst? 

   
Max Christian Graeff- Foto: C. Paravicini 

 Morgens, während die Rasselbande der Ferienzeit entgegen schwitzt, versuche ich Erkenntnisse aus den Tagesnachrichten zu gewinnen. Der zentrale Satz für den Vorderen Orient – ach was, für unseren ganzen Kugelgrill – lautet weiterhin: „Die tatsächliche Lage vor Ort bleibt unklar.“ Blinde Flecken in der Orientierung breiten sich aus, die Hoffnungsschmelze wird flächendeckend, und Sommermärchen jedweder Art sind abgesagt. Daneben müssen wir auch noch Verzweiflungsreserven für diverse Herbstwahlen zur Seite legen. Ein unser Treiben zwinkernd betrachtender Sommerhit wie einst von Rudi Carrell („Mein Milchmann sagt: Dies Klima hier, wen wundert‘s, / denn Schuld daran ist nur die SPD!“) oder Righeira („Vamos a la playa“, gemeint war ein Besuch am atomverseuchten Strand) ist nicht in ...]]></description><pubDate>Tue, 14 Jul 2026 21:27:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/der-blick-in-die-nachrichtenflut-steigert-den-durst-nach-hoffnung</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1185]]></dc:identifier></item></channel></rss>