﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 09 Sep 2026 10:25:38 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Das verlernte Zuhören</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/das-verlernte-zuhören</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/das-verlernte-zuhören" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Das verlernte Zuhören]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/das-verlernte-zuhoeren</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1205/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1205/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Der Sommer war "sehr groß". Selbst im Salzkammergut, der Landschaft meines Sommers, die üblicherweise mindestens einmal am Tag vom "Schnürlregen" versorgt und begrünt wird, herrschte bedrückende Dürre: Bäche und Flüsse lagen ausgetrocknet da, ganze Seen machten mit vergrößerten Uferflächen ihren Wasserschwund deutlich. Die Politik machte Urlaub und war zunehmend unbeliebt. Oder, wie die TAZ unnachahmlich titelte: "Deutscher Wasserpegel sinkt auf Merz-Niveau". 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 In einem sehr kleinen Nachbarort – zwei Kirchen, ein Lädchen, ein Kindergarten – hatten Engagierte ein hochkarätiges Musik-Festival neu zum Leben erweckt, bei dem wir ein Programm mit Musik von Gregorianik – den ältesten überlieferten Gesängen der christlichen Tradition – bis zu zeitgenössischen Kompositionen erlebten. Der Countertenor, mit dem wir anschließend ins Gespräch kamen, kannte selbstverständlich nicht nur Wuppertal und seine Kulturszene, sondern schwärmte sogleich von den "Seitz-Schwestern". 

 Elisabeth und Johanna Seitz sind seit vielen Jahren vor allem in der Alten Musik, aber auch mit Programmen mit Neuer Musik oder Improvisation weltweit unterwegs. Sie haben Ende August mithilfe des Vereins "Kultur am Wendepunkt" in Wuppertal ein Festival organisiert, das, nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit, zu einmaligen Begegnungen führte: Unter dem Motto "Go East!" initiierten sie – "traditionell, barock, experimentell und zeitgenössisch" – mit Workshops, Vorträgen, Konzerten und internationalem Austausch eine musikalische Reise nach Polen, über Persien, in die Mongolei bis nach Japan. Internationale Koryphäen auf Instrumenten wie der persischen Djoze, der mongolische Pferdekopfgeige oder der japanischen Koto trafen auf Laien und schufen mit ihnen eine Festivalband, bei deren Abschluss-Konzert Tradition auf barocke Grounds, Improvisation auf zeitgenössische Musik trafen. Als roter Faden dienten dem Projekt die hervorragend ...]]></description><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 20:24:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/das-verlernte-zuhoeren</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1205]]></dc:identifier></item></channel></rss>