﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Tue, 22 Sep 2026 08:46:11 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - August 2026</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2026</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2026" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Mehr Brennnessel wagen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/mehr-brennnessel-wagen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1201/arianedehghan.jpg" length="299492"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1201/images/arianedehghan-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Ariane Dehghan 

 Metallisches Surren, die Bahn ruckelt durch die Kurve. Hinterhöfe, Fabriken, Wohnhäuser, Brachen, Bühnen, Museen, Ateliers… Wuppertal zieht wie ein Filmstreifen vorbei. Unter mir die renaturierte Wupper in einem Bett aus eigenwilligem Grün, das sich um die üblichen Regeln städtischer Grünpflege herzlich wenig kümmert. Keine zurechtgestutzten Büsche, keine empfindlichen Zierpflanzen. Es wächst üppig, wild und selbst bestimmt. 

   
Ariane Dehghan - Foto © A. DehghanAriane Dehghan 

 Die Wuppertaler Kulturlandschaft passt so wunderbar zu diesem grünen Band! Kunst und Kultur sitzen hier nicht ordentlich an einem Platz. Sie quellen aus allen Ecken und Enden: große Institutionen neben kleinen Projekträumen, international Bekanntes neben Dingen, die kaum jemand außerhalb des Viertels kennt. Geschichtsträchtige Institutionen bekommen neue Programme, Initiativen verschwinden und tauchen an anderer Stelle wieder auf, neue Orte und Ideen entstehen neben solchen, die seit Generationen zur Stadt gehören. Eine vollständige Liste anzulegen, wäre praktisch aussichtslos. 

 Vor vielen Jahren bin auch ich dieser Stadt und ihrer verwunderlichen Eigenschaft, Kultur hervorzubringen, erlegen: Es sollten Skulpturen unter freiem Himmel sein, immer einen Sommer lang und für alle – so wie bei der documenta in Kassel, den Skulptur Projekten Münster oder der Biennale in Venedig, nur eben besser, nämlich entlang von Schwebebahn und Wupper: das Projekt „FREILUFT Wuppertal“ war geboren. Vielleicht erinnern Sie sich an den „Google Tree“ am Haspel. Zu Fuß ist die Talachse zu lang, mit dem Fahrrad bisweilen lebensgefährlich und mit dem Auto stellt sich unentwegt die Parkplatzfrage. Die Schwebebahn dagegen hat das perfekte Maß. Ihre Stationen liegen dicht genug, um immer wieder auszusteigen und ein Werk zu erkunden, und weit genug auseinander, um voranzukommen. Man kann sich nicht verfahren. Und sie bietet zudem eine einzigartige Perspektive auf die Kunstwerke – von ...]]></description><pubDate>Tue, 25 Aug 2026 22:36:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/mehr-brennnessel-wagen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1201]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Über den eigenen Tankdeckel hinausdenken]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ueber-den-eigenen-tankdeckel-hinausdenken</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1195/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1195/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Geläufig ist der Begriff der Tropopause nicht, doch sind wir zeitlebens von ihr umgeben und viele von Ihnen sind auf Fernflügen schon an oder sogar auf ihr entlanggeglitten: Sie ist der Deckel der untersten Atmosphärenschicht, der dafür sorgt, dass die konvektive Durchmischung, die wir „Wetter“ nennen, nicht nach oben in die Stratosphäre abhaut.Im Klimawandel des Anthropozäns hat sie sich langsam weiter ausgedehnt, um bis zu 500 Meter. Mehr Raum also für Zirkulation und Kuddelmuddel, für Ereignisse wie Hitzewellen, Starkregen und Stürme. „Ist doch prima!“, schreien die einen, „egal!“ die anderen, „Beängstigend …“ flüstern zu wenige; Hauptsache, in Wacken gibts kein Schlamm. 

   
Max Christian Graeff- Foto: C. Paravicini 

 Der Topos vom trópos (altgriechisch für Wendung, Kehre, Änderung) ist in diesem Sommer allgegenwärtig: Als politische Mahnung oder Aufforderung tut er weiterhin so, als lebten wir vor einem halben Jahrhundert und könnten die neuen Fakten weiterhin ignorieren. Eine neue Kultur des Ausblendens ist gut geübt in der Komfortlandschaft unserer rechtebesessenen Generationen, die nicht lernen wollten, über den eigenen Tankdeckel hinauszudenken. Doch die Panoramen der Verursachung sind so unermesslich breit, wie die Fingerzeige auf Waffenbau, Hedge Fonds und Sashi Beef zwecklos sind. Die Unumkehrbarkeit macht einfache Feindbilder billig. Schließlich verbrauchen auch die Künste und kulturellen Arbeiten aller Art jede Menge Treibstoff. Theater und Tanz, Konzerte, Bücherhalden, Messen und Festivals – auch all dies, das „Gute“, nuckelt kräftig an den Kraftwerken und schluckt jede Menge graue oder direkte Energie. Doch wie soll man in der Vielfalt aller Ansprüche und Geschmäcker nun möglichst gemeingültig und nicht selbstgerecht zwischen Unnötigem und Sinnvollem unterscheiden? Es ist unmöglich; das Dilemma ist beispielhaft. Gekürzt, verengt und ausgegrenzt wird nicht nach den Maßgaben des biologischen, sondern des ...]]></description><pubDate>Tue, 18 Aug 2026 20:54:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ueber-den-eigenen-tankdeckel-hinausdenken</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1195]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Und am Ende denke ich doch immer nur an Kultur]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/und-am-ende-denke-ich-doch-immer-nur-an-kultur</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1193/katitrempler02.jpg" length="76541"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1193/images/katitrempler02-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Kati Trempler 

 Diese Kolumne schreibe ich ganz bewusst mittendrin im Urlaub. Ich sitze auf einer Wiese zwischen Schilf und einem Wurfzelt, das seinem Namen nur bedingt gerecht wird. „Wurf“ stimmt, „Zelt“ ist Verhandlungssache. Flutschfinger (buntes, sehr süßes Wassereis) schmelzen und verteilen sich auf Kindern. Das ist eigentlich auch eine Kunstform. Mein Gehirn arbeitet bei 32 Grad nur zwei Minuten am Stück. Danach springt es in den abgesicherten Modus. Und doch möchte diese Kolumne geschrieben werden. 

   
Kati Trempler - Foto: Line Beckmann 

 Ich denke an Wuppertals Kultur. Tausend Themen tauchen auf. Keines bleibt lange genug, um wichtig zu werden. Noch einen Kaffee. Noch ein Konzentrationsversuch. Es kommen mir all die kleinen und größeren Streitigkeiten der vergangenen Wochen in den verwuschelten Kopf. 

 Im Kulturrat geht es gerade hoch her. Man wählt Vertreterinnen für die freie Szene in den Kulturausschuss. Manche freuen sich darüber, andere nicht. Soweit völlig normal. Schwieriger wird es danach. Irgendwann muss eine Wahl nämlich auch einmal aufhören dürfen. Sonst wird aus Demokratie ein Dauerkampf. Das wäre ungefähr so, als würde ich nach jedem Uno-Spiel meiner Tochter noch drei Tage erklären müssen, warum die gewinnt, die keine Karten mehr auf der Hand hat. Demokratie ist schon ein merkwürdiges Ding. Es ist wohl nur ein kleines Szenario, das leider in der gesamten Gesellschaft zu beobachten ist. 

 Meine Kinder haben beschlossen, dass Sichtkontakt überbewertet wird. Beim nächsten Badeurlaub sollten sie schwimmen können. Kurz schauen, ob der Kopf noch über Wasser ist und dann weiter. 

 Nach meiner letzten Kolumne haben Thusnelda Mercy und ich uns erstaunlich schnell mit dem neuen Kulturdezernenten getroffen. Wir saßen entspannt im Café Joliso im Barmer Bahnhof beisammen und sprachen über Kultur und die freie Szene. Das war angenehm. Menschen, die Lust hatten, über Möglichkeiten nachzudenken. Neue Ämter bringen neue Ideen mit sich. ...]]></description><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 22:43:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/und-am-ende-denke-ich-doch-immer-nur-an-kultur</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1193]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Zeit nehmen – inmitten von Umbrüchen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/zeit-nehmen-inmitten-von-umbruechen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1192/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1192/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Erfrischend leer sind die Straßen der Stadt, gleißend heiß zugleich, mitten im Sommer in der Ferienzeit. Viele hat es wohl raus in die weite Welt gezogen. Hier ticken nun gefühlt die Uhren etwas langsamer. Entschleunigung ist zu spüren. Das tut gut, vor allem, da es mich selbst dazu verführt, mir einfach mehr Zeit zu geben. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Im Strudel der Ereignisse fehlt dem Innehalten oft die Verankerung, um mit mehr Aufmerksamkeit Erfahrungen zu machen, Menschen, Momenten oder auch Konstellationen zu begegnen, denen Zeit für Klärung guttun würde. Auf so vielen Ebenen tut dies not: Der Erdüberlastungstag am 30. Juli hat in nie dagewesener Höhe aufgezeigt, dass die Ressourcen des Planeten ausgeschöpft sind. Es lodert und flackert: Waldbrände in Südeuropa erreichen uns in den Nachrichten und werden schmerzhaft konkret über Hilferufe von urlaubenden Aktiven der Kulturszene. Auch wir, die wir uns in jahrzehntelang erlebter Sicherheit gewähnt haben, sind inmitten all der Umbrüche und Krisen. 

 Zeitnehmen für Kunst: Begünstigt durch Ticketangebote der Bahn habe ich mich letzte Woche für eine Tagesreise auf den Weg zum ZKM in Karlsruhe gemacht und die Konzeptausstellung „MARS! – Mobilizing Awareness for Resilient Societies!“ besucht, die als Experiment eine demokratisch-resiliente Mars-Besiedlung durchspielt und gar nicht so weit von dem entfernt ist, was wir auf einer klimaveränderten Erde bräuchten. Gemeinsam mit Bürgerwissenschaftlerinnen der „Red Dust Society“ tauchen die Besuchenden faszinierend partizipativ erkundend in die Bereiche Habitat, Mental Health, Food, Governance und Ressourcenmanagement ein. 

 Dies angeregt aufsaugend habe ich den ultraheißen Tag im wohltuenden Museumsgebäude und im klimatisierten Zug verbracht: Der Blick auf den bisher so nie erlebten wasserarmen Rhein auf meiner Lieblingszugstrecke hat mir schier den Atem genommen: mit lähmender Sorge. 

 „Schönheit der Umbrüche. Vom ...]]></description><pubDate>Tue, 04 Aug 2026 20:36:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/zeit-nehmen-inmitten-von-umbruechen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1192]]></dc:identifier></item></channel></rss>