﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 22 Apr 2026 12:14:31 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Wuppertaler Kinos öffnen Raum...</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/400-56?CategoryName=Wuppertaler-Kinos-%C3%B6ffnen-Raum...</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/400-56?CategoryName=Wuppertaler-Kinos-%C3%B6ffnen-Raum..." rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wuppertaler Kinos öffnen Raum für selten gehörte Perspektiven]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wuppertaler-kinos-oeffnen-raum-fuer-selten-gehoerte-perspektiven</link><description><![CDATA[ Von Lynn Berger 

 In den Kinos der freien Kulturszene in Wuppertal läuft aktuell eine Veranstaltungsreihe, die bewusst politisch Stellung bezieht. Cinema und Rex Filmtheater zeigen seit einigen Monaten Filme und organisieren Lesungen rund um Palästina. 

 Besonders eindrucksvoll war die Lesung des jüdischen Autors Toma Dreifuß aus seinem Buch „Keinheimisch“. Darin beschreibt er die Nakba (arabisch für Katastrophe) mit Blick auf seine Familiengeschichte. Als Nakba werden die Flucht und Vertreibung eines großen Teils der palästinensischen Bevölkerung im Zuge der Gründung des Staates Israel 1947/48 verstanden, bei der über 400 Dörfer ausgelöscht und Tausende Menschen ermordet wurden. Dreifuß berichtet, wie die Staatsgründung ihm in seiner Kindheit in Israel als Befreiungsgeschichte erzählt wurde – und wie er später erfuhr, dass sein Großvater als Kriegsverbrecher beteiligt war. Heute positioniert er sich klar gegen den israelischen Staat und sein Handeln. 

 Die Lesung hinterließ ein bewegtes Publikum. Eine Besucherin sagte, sie habe eine andere Art von Veranstaltung erwartet, mit klassischer israelischer Perspektive. Sie sei dankbar für die Perspektive, die diese Veranstaltung ihr gezeigt habe. Genau diese Irritation macht den Wert der Reihe aus: Sie erreicht ein breites Publikum und öffnet Räume für Perspektiven, die im öffentlichen Diskurs häufig marginalisiert werden. 

 Auch „Die Stimme von Hind Rajab“ über ein sechsjähriges palästinensisches Mädchen konfrontiert das Publikum unmittelbar mit der Gewalt in Gaza. Der Spiel- und Dokumentarfilm integriert reale Tonaufnahmen von Hinds Stimme aus dem Moment, als das Fahrzeug, in dem sie sitzt, unter Beschuss der israelischen Armee steht. Mit ihrer Stimme beschreibt sie ihre Umgebung und das, was ihr passiert – Zeugin einer politischen Realität, die von verschiedenen Menschenrechtsorganisationen als Völkermord benannt wird. 

 An diesen Veranstaltungen zeigt sich: Kultur ist nie neutral – jede ...]]></description><pubDate>Wed, 04 Mar 2026 00:30:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wuppertaler-kinos-oeffnen-raum-fuer-selten-gehoerte-perspektiven</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1101]]></dc:identifier></item></channel></rss>