﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 02:08:10 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Plötzlich diese Zuversicht!</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/400-55?CategoryName=Pl%C3%B6tzlich-diese-Zuversicht%21</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/400-55?CategoryName=Pl%C3%B6tzlich-diese-Zuversicht%21" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Plötzlich diese Zuversicht!]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ploetzlich-diese-zuversicht</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1055/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1055/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Heute früh musste ich nur aus dem Fenster schauen, um ins Nachdenken zu stürzen. Da saß der Dompfaff mitten in den Kernen, versperrte allen Zeternden den Weg und guckte einfach nur stur in die Hecke. Leiser Neid stieg in mir auf. Sofern er gerade dachte: Woran? Löste er endlich die Frage, ob die Euler-Mascheroni-Konstante irrational oder transzendent sei? Suchte er den letzten Reim für ein Adventssonett? Ich ließ ihn sitzen und stöhnte über eigene unlösbare Fragen. Der Zeitdruck ist enorm; mit Volldampf geht es in die stillen Tage, in denen wir uns mit dem Genuss der Ruhe höllisch beeilen müssen, bevor sie wieder vergeht. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Beim Kaffee sortierte ich die Flyer jüngst verpasster Veranstaltungen aus: Beste Vorsätze kamen nicht gegen die Pflichten an. „Performing Circular“ – die World-Cafés in der Utopiastadt und Färberei hätte ich gerne besucht und mit anderen neue, mögliche Wege zu mehr Nachhaltigkeit in freien Kunsttätigkeiten besprochen. Das Thema ist nicht frisch; manche treibt es seit Jahrzehnten um. Für ein Konzert nach Hamburg, zur Preview nach Paris? Immer au jour mit allem sein, für jede Band ein Mischpult und frischen Tanzteppich für alle Räume? 

 Auch wenn die technischen Ansprüche aller Aktiven enorm gestiegen sind: Ganz so schlimm war es noch nie, denn dafür fehlte stets das Geld. Es gab allerdings Jahre, in denen das Tauschen, Teilen und Zirkulieren nicht neu zu erfinden, sondern gang und gäbe war. Es funktionierte analog und ohne Handy; man musste aufmerksamer sein, sich kennen, mehr gemeinsam denken. Auch das Vertrauen galt als Förderung: Sogar das Opernhaus verlieh Scheinwerfer an Schultheater; es gab mehr Technik- und Materialpools, nicht nur von öffentlicher Hand. Es wurde improvisiert, gebastelt, repariert, die Bühnen waren niedriger, die Lichtgewitter milder. Die eigentliche Kunst blieb unbeschadet. 

 Heute nennt sich innovativ, was längst doch nur in Not ...]]></description><pubDate>Tue, 16 Dec 2025 22:08:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ploetzlich-diese-zuversicht</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1055]]></dc:identifier></item></channel></rss>