﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 02 May 2026 18:18:41 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Wie steht’s um die Kunstfreiheit?</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/400-35?CategoryName=Wie-steht%E2%80%99s-um-die-Kunstfreiheit</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/400-35?CategoryName=Wie-steht%E2%80%99s-um-die-Kunstfreiheit" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wie steht’s um die Kunstfreiheit?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wie-stehts-um-die-kunstfreiheit</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/377/sinadotzert1.jpg" length="231627"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/377/images/sinadotzert1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Sina Dotzert 

 „Kunst muss (…) zu weit gehen, um herauszufinden, wie weit sie gehen darf.“ Damit eröffnete Heinrich Böll im Jahre 1966 das Wuppertaler Schauspielhaus. 

   
Sina Dotzert - Foto: Daniela Raimund 

 Im Jahre 2021 verkündet Rapper Danger Dan aus den Boxen: „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ und bekräftigt damit, dass persönliche oder politische Äußerungen im Rahmen der Kunst ihre strafrechtliche Relevanz verlieren – und zwar unabhängig davon, wie wahr, legitim oder illegitim diese sind. 

 Doch nicht nur Danger Dan, der in seinem Song u. a. auf eine juristische Auseinandersetzung mit einem Verschwörungstheoretiker anspielt, gemahnt an Artikel 5, Absatz 3 im Grundgesetz. Auch Kulturinstitutionen sehen sich verstärkt von rechten Kräften bedroht. Von Hass-E-Mails und Ähnlichem einmal abgesehen, beschwören Akteure aus dem rechten Lager immer wieder ein angebliches Neutralitätsgebot, das es so nicht gibt. Hingegen heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Kulturminister der Länder: „Es ist das Recht künstlerischer Arbeit, gesellschaftspolitische Fragen zu reflektieren und Position zu beziehen.“ 

 Zugleich sehen einige Stimmen die Kunstfreiheit auf andere Weise in Gefahr. Öffentliche Kritik an Darstellungen und schwindende Aufmerksamkeit für Positionen werden als Zensur interpretiert. Dabei wäre es doch interessant, sich als Künstler*in zu fragen, wie es kommt, dass ich dies oder jenes sagen oder zeigen möchte. Wie kommt es beispielsweise, dass Regisseur*innen Darstellungen von sexualisierter Gewalt an Frauen produzieren möchten, ohne dass ein Werk es dringend bräuchte? Wie kommt es, dass Menschen um jeden Preis Wörter in den Mund nehmen, von denen sie wissen, dass sie zahlreiche andere verletzen? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigte sich die Lyrikerin und Vertreterin der Schwarzen Community May Ayim bereits in den 1990er-Jahren. 

 Kunst geht vielen, deren Perspektiven generell weniger Beachtung und Wertschätzung ...]]></description><pubDate>Wed, 29 Dec 2021 11:29:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wie-stehts-um-die-kunstfreiheit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-377]]></dc:identifier></item></channel></rss>